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Event-Spezialist Jürg Schwarz im InterviewSo kämpft die Eventfirma Habegger
in Regensdorf ums Überleben

Konzerte, Eishockey-WM, Uhrenmesse: Alles abgesagt. Obschon die Corona-Krise die Veranstaltungsbranche und damit die Habegger AG schwer getroffen hat, sieht CEO Jürg Schwarz auch Lichtblicke für die Zukunft.

Jürg Schwarz, CEO der Veranstaltungsfirma Habegger, in einem der Studios für Live-Produktionen.
Jürg Schwarz, CEO der Veranstaltungsfirma Habegger, in einem der Studios für Live-Produktionen.
Foto: Francisco Carrascosa

Herr Schwarz, Corona hat die Eventbranche komplett ausgebremst. Wie geht es Ihnen als CEO der Habegger AG nach acht Monaten ohne Live-Veranstaltungen?

Zweigeteilt: Einerseits ist der ganze Live-Eventteil von Habegger tot, der Grossteil der Belegschaft seit März 100 Prozent zu Hause, auf Kurzarbeit. Andererseits läuft im Digitalbereich extrem viel. Dort sind die Leute fast überlastet. Das Spannungsfeld – auf der einen Seite Unsicherheit und fehlende Perspektiven, auf der anderen fast eine Überlastung –, das zehrt enorm.

Nach einer kurzen Lockerung bei den Grossveranstaltungen sind diese bereits wieder verboten. Trat mit den Lockerungen eine Entspannung ein?

Nein, es konnte kein einziger Live-Event stattfinden, denn diese brauchen vier bis neun Monate Vorlaufszeit. Im Gegenteil: Durch die Lockerungen und das Wiederanziehen ist eine noch grössere Unsicherheit entstanden. Einige Kunden lassen darum Corporate-Events im Jahr 2021 ganz aus. Auch internationale Kongresse haben zum Teil das 2021 gestrichen. So wird zum Beispiel die Uhrenmesse Watches & Wonders, die im April 2021 in Genf stattfinden sollte, digital durchgeführt. Die Durststrecke für die Branche wird sich massiv länger hinziehen.

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