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Falls die Saison kein Ende findetSo wird man Meister, so steigt man auf

Sollte die Eishockey-Saison wegen Corona abgebrochen werden, könnte dennoch ein Champion sowie ein Aufsteiger gekürt werden. Die Details dazu wurden nun definiert.

2019 wurde zuletzt ein Schweizer Meister im Eishockey gekürt: Der Pokal steht auf der Bühne bei der Feier des SC Bern.
2019 wurde zuletzt ein Schweizer Meister im Eishockey gekürt: Der Pokal steht auf der Bühne bei der Feier des SC Bern.
Foto: Anthony Anex (Keystone)

Ganz Corona-gerecht tagten die Clubs der National und Swiss League am Montag in der Ligaversammlung virtuell. Sie diskutierten unter anderem auch darüber, was passieren würde, falls nach der Saison 2019/20 auch die aktuelle Spielzeit nicht zu Ende gespielt werden könnte. Sie fasste dabei für die beiden obersten Ligen Beschlüsse, die die beiden Schweizer Meister sowie einen allfälligen Aufsteiger aus der Swiss in die National League betreffen würden. Es gibt diverse Szenarien.

Erste Bedingung, dass Schweizer Meister in den beiden obersten Ligen gekürt werden können, ist die Absolvierung von mindestens 75 Prozent der Qualifikationsspiele und zwar von allen Clubs. Sollten also beim Zeitpunkt des Meisterschaftsabbruchs in der National League nicht alle Teams 39 von 52 Spielen respektive in der Swiss League 35 von 46 Partien absolviert haben, wird es auch 2020/21 keine Meister geben.

Sollte diese Bedingung erfüllt sein und die Meisterschaft vor dem Playoff abgebrochen werden, gilt als Meister, wer über den höchsten Punkteschnitt pro absolvierter Partie verfügt. Bei gleichem Wert gelten folgende Tie-Breaker: 1. Die höhere Anzahl absolvierter Spiele. 2. Die höhere Anzahl absolvierter Auswärtsspiele. 3. Höhere Anzahl Punkte aus den direkten Begegnungen.

Zu Punkt 3 gibt es folgende Ergänzung im Beschluss: «Bei einer ungleichen Anzahl Direktbegegnungen zwischen mehreren punktgleichen Mannschaften ist die kleinere Anzahl Direktbegegnungen massgebend. Für die Mannschaften, die mehr Direktbegegnungen aufweisen als für die Berechnung massgebend sind, werden die in der Saison zuerst gespielten Hin- und Rückspiele nicht gezählt. Ist die Anzahl der Direktbegegnungen zwischen den punktgleichen Mannschaften ungerade, zählt das erste, nach Datum gespielte Heimspiel des Clubs, der nach Direktbegegnungen ein Heimspiel mehr hatte, nicht.»

Szenario mit Abbruch während des Playoff

Ein neues Szenario entsteht, falls das Playoff zwar begonnen, aber nicht zu Ende geführt werden kann. Es ist dabei noch nicht definiert, ob die entscheidende Phase der Meisterschaft wie geplant im Best-of-7-Modus ausgetragen wird, oder sie je nach Termin-Engpass auf Best of 5 oder sogar Best of 3 gekürzt werden muss.

Sollte die Meisterschaft während des Playoffs abgebrochen werden, ist automatisch der Qualifikationssieger Schweizer Meister – dies gilt für National wie auch Swiss League. Der Meister der Swiss League wäre dann gleichzeitig auch aufstiegsberechtigt, falls er alle weiteren Voraussetzungen erfüllt.

Sollte zum Zeitpunkt des Abbruchs allerdings der Qualifikationssieger bereits in einer vorherigen Playoff-Runde ausgeschieden sein, gibt es in beiden Ligen keinen Meister und damit auch keinen Aufsteiger.

Die Qualifikation für die Champions League

Welche fünf Teams vertreten die Schweiz in der Champions Hockey League (CHL)falls die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann? Auch darüber wurde ein Entscheid gefasst. Es gelten die fast gleichen Bestimmungen wie zur Ermittlung des Meisters. Wenn alle 12 National-League-Clubs mindestens 39 der 52 Partien absolvieren konnten, gilt die Rangliste der Qualifikation als Massstab.

Sollte die Saison früher abgebrochen werden, sind in der CHL automatisch noch einmal die für 20/21 qualifizierten Teams auch ein Jahr später spielberechtigt: Die ZSC Lions, der EV Zug, der HC Davos, der Genf-Servette HC, sowie der EHC Biel. Die CHL fiel in der laufenden Saison Corona komplett zum Opfer.

13 Kommentare
    Oliver Hohl

    Was ist mit den anderen, wichtigeren Punkten der Ligaversammlung? Ausländerkontingent und Salary Cap?