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Pro & KontraSoll die Stadt Kloten jährlich 600’000 Franken zugunsten der Nachhaltigkeit ausgeben?

Ende November stimmt die Flughafenstadt über die Volksinitiative «Initiative für ein nachhaltiges Kloten» ab. Ein Gastbeitrag.

Archivfoto: Heinz Diener

Ja, meint Roman Walt, Präsident GLP Kloten

Roman Walt, Präsident GLP Kloten.
Roman Walt, Präsident GLP Kloten.

Wenn ich ehrlich bin, müsste meine Antwort sein: Nein, denn das ist zu wenig! Mit den 600’000 Franken pro Jahr lösen wir das Problem des Klimawandels nicht.

Es ist aber trotzdem richtig, jetzt diesen Betrag fest ins Budget zu schreiben. Wir schaffen so die Grundlage für konkrete Schritte von Privaten und KMU im Bereich Nachhaltigkeit. Die Idee ist auch nicht neu: Von 2013 bis 2016 standen in Kloten jährlich 435’000 Franken vor allem für Gebäudesanierungen bereit. Dieses Programm wurde vom Parlament aber 2016 ohne Ersatz gestrichen. Das war töricht und kurzsichtig. Denn bei Investitionen beispielsweise in Gebäude und Infrastruktur, die eine Lebensdauer von 20 Jahren und mehr haben, sind vier Jahre eine zu kurze Frist, damit Private und Gewerbe planungs- und rechtssicher ihre Massnahmen abwägen und umsetzen können. Ein garantierter Betrag über eine Frist von 15 Jahren, wie sie die Initiative fordert, schafft diese Sicherheit. Es ist bekannt, dass Kloten einen hohen Anteil sanierungsbedürftiger Gebäude hat. Das Potenzial an erneuerbarer Energie ist weiter ungenutzt. Jetzt die Sicherheit für langfristige Förderungen zu geben, ermöglicht Investitionen, schafft Jobs, reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern (und den Opec-Staaten) und hilft dabei, Kloten nachhaltiger zu machen.

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