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Kooperation im GesundheitswesenSpital Bülach geht mit zwei Regionalspitälern neue Allianz ein

Die Spitäler Bülach, Limmattal und Zollikerberg gründen ein eigenes Netzwerk.

Das Spital Bülach kooperiert mit den beiden Spitälern Limmattal und Zollikerberg.
Das Spital Bülach kooperiert mit den beiden Spitälern Limmattal und Zollikerberg.
Archivfoto: Madeleine Schoder

Die Spitäler Bülach, Limmattal sowie Zollikerberg gründen gemeinsam das Zurich Hospital Network, ZHnet, eine Allianz unabhängiger Spitäler im Kanton Zürich. Laut Medienmitteilung soll mit diesem Modell in den betroffenen Regionen auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige, kostengünstige und individuelle medizinische Versorgung sichergestellt werden. Der Grundsatz der wohnortnahen und integrierten Versorgung soll besonders auch weniger mobilen Menschen zugutekommen.

Die Spitallandschaft befindet sich im Kanton wie in der gesamten Schweiz in Bewegung. In den vergangenen zwei, drei Jahren sind verschiedene Zusammenschlüsse erfolgt. Im Zürcher Oberland streben das Wetziker und das Ustermer Spital eine Fusion unter einem gemeinsamen Dach an. Das Spital Männedorf lehnt sich an das grosse Universitätsspital Zürich an. Ein solch enger Zusammenschluss kommt für die Spitäler Limmattal, Bülach und Zollikerberg nicht infrage: «Wir fühlen uns alle stark genug, um eigenständig existieren zu können», sagt der Direktor des Spitals Limmattal, Thomas Brack, gegenüber der «Limmattaler Zeitung». «Aber in einer engen Zusammenarbeit in einer Allianz sehen wir das Potenzial, um Synergien nutzen und sich gegenseitig unterstützen und helfen zu können.»

Innerhalb dieser Allianz könne dynamisch und lösungsorientiert auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Spitalwesen reagiert werden, heisst es in der Mitteilung. Und: Über eine verstärkte Kooperation im administrativen Bereich und bei der medizinischen Leistungserbringung könne die Wirtschaftlichkeit verbessert werden.

Eigener Stellenpool für Temporäre

Was dies konkret bedeutet, veranschaulicht Brack am Beispiel des Pflegepersonals: Bei Ausfällen oder in Ferienzeiten müssen die Spitäler heute immer wieder einzeln kurzfristig über Temporärbüros Mitarbeitende suchen und jeweils aufwendig einarbeiten. In der Allianz ist nun angedacht, eine Art fixen eigenen Springer-Stellenpool mit denselben Mitarbeitern zu schaffen. Die Flexibilität wäre höher, die Kosten tiefer.

Die Allianz ist ein schweizweit neues Modell der Zusammenarbeit. Die Spitäler bleiben autonom und unabhängig. Sie verfolgen weiterhin den Grundsatz der wohnortnahen und integrierten Versorgung.

red