Federer ist von seinem Halbfinal-Gegner angetan

Im Halbfinal des Miami Open trifft er auf Denis Shapovalov, einen der verblüffenden drei kanadischen Teenager.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Viertelfinal gegen Kevin Anderson, den er in 85 Minuten brillant 6:0, 6:4 gewonnen hatte, war am Miami Open schnell kein Thema mehr, zu klar war die Sache gewesen. Sogleich richtete sich der Fokus auf Roger Federers Halbfinal, der eine reizvolle Premiere bringt. Erstmals trifft er am Freitagabend (ab Mitternacht MEZ) auf den Kanadier Denis Shapovalov, der mit seinen Landsleuten Felix Auger-Aliassime (18) und Bianca Andreescu (18), der Siegerin von Indian Wells, das aktuell stärkste Teenager-Trio eines Landes im Welttennis bildet. Auger-Aliassime fordert im ersten Halbfinal zuvor heute Titelverteidiger John Isner.

Nachdem Shapovalov im Viertelfinal den amerikanischen Jungstar Frances Tiafoe 6:7, 6:4, 6:2 besiegt hatte, schwärmte er vom ersten Duell mit Federer. «Vielleicht benutze ich eine Sonnenbrille, damit ich ihn nicht oder nur verschwommen sehe auf der anderen Seite», scherzte er. Ernsthafter fügte er an, dass er seit seiner Jugend zu Federer aufgeschaut habe. «Ich bin froh, dass ich eine Chance habe, gegen ihn hier im Halbfinal zu spielen.»

Er habe stets versucht, von Federer zu lernen, bekennt der Linkshänder aus Toronto, der nach Miami erstmals in den Top 20 auftauchen wird. «Ich wollte sein Spiel kopieren, insbesondere die Rückhand, seine Aggressivität und sein Netzspiel. Roger hatte noch nie Angst, seine Schläge durchzuziehen und die Punkte am Netz zu beenden.» Dem hat er nachgeeifert, und das mit Erfolg. Der im April 20 Jahre alte Shapovalov steht schon zum dritten Mal im Halbfinal eines Masters-Turniers, nach Montreal 2017 und Madrid 2018. Auf einen Turniersieg wartet er aber noch.

«Unbeschwert und gefährlich»

«Die Jungen haben zwar noch nicht viel Erfahrung, aber dafür sind sie unbeschwert, und das macht sie gefährlich», sagte Federer. Ihm gefällt, dass sich die junge Generation immer vehementer bemerkbar macht, zumal sie ihm auch sympathisch ist. «Sie sind nicht nur jung, sondern auch sehr gut und nette Kerle.» An seine erste Begegnung mit Shapovalov erinnert er sich gut. «Ich trainierte mit ihm vor langer Zeit, als ich noch mit Stefan Edberg zusammen war. Ich wärmte mich für eine Partie in Toronto auf, und dann kam er. Er war etwa 16, 17, und ähnlich wie heute hatte er schon damals gewaltige Schläge. Ich dachte: Wow, das ist unglaublich! Wie als ist er? Und wie gut wie er noch werden?» Er habe sofort das Gefühl gehabt, dass Shapovalov auf die Profitour gehöre.

Dass der Aufstieg des blonden Kanadiers nicht allzu schnell weitergeht, dafür kann er heute selber sorgen.

(Redaktion Tamedia)

Erstellt: 29.03.2019, 17:35 Uhr

Artikel zum Thema

Federer: «Das ist etwas traurig»

Vor dem Viertelfinal in Miami gegen Kevin Anderson erfuhr der Schweizer, dass der Hopman-Cup in Perth eingestellt wird. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Newsletter

Die Woche in der Region.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!