Reiten

Premiere, Olympiasiegerin und 2000 Starts

Je besser die Infrastruktur, desto grösser ist der Andrang der Pferdesportler: Das neue Springturnier am Horse Park Masters in Dielsdorf, das heute beginnt, ist mit Anmeldungen überrannt worden. Und in der Dressur wird das Teilnehmerfeld internationaler.

Den Spring- und Dressurreitern steht erstmals die neue Reithalle im Horse Park als Abreitplatz zur Verfügung.  Hoher Besuch: Die deutsche Dressur-Olympiasiegerin Dorothee Schneider kommt mit drei Pferden nach Dielsdorf.    Fotos: Angelika Nido

Den Spring- und Dressurreitern steht erstmals die neue Reithalle im Horse Park als Abreitplatz zur Verfügung. Hoher Besuch: Die deutsche Dressur-Olympiasiegerin Dorothee Schneider kommt mit drei Pferden nach Dielsdorf. Fotos: Angelika Nido

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Der Springsport hat im vergangenen Jahrzehnt einen grundlegenden Strukturwandel vollzogen: War früher jede Wiese gut genug, um darauf eine Springkonkurrenz auszutragen, sind heute die Ansprüche der Reiter an die Infrastruktur schon auf regionaler Ebene deutlich gestiegen. Das hat Konsequenzen: Viele Traditionsturniere wie die «Sprinki» in Wallisellen oder Andelfingen werden nicht mehr durchgeführt.

Veranstalter, die über entsprechende Platzverhältnisse und finanzielle Mittel verfügen, investierten in wetterfestere Plätze mit Sandbelag, mittlerweile die bevorzugte Unterlage der Reiter. Im Unterland war der RV Rafzerfeld einer der Ersten, der mit dem Bau einer grossen Sandarena auf seiner Reitanlage Gentner erfolgreich diesem Trend folgte. Und auf der Anlage des KV Bülach ist kürzlich einer der schönsten Rasenplätze der Region einem Sandplatz gewichen.

Lohnenswerte Investition

Mit gleich zwei neuen Reithallen hat der Horse Park auf dem Gelände der Pferderennbahn Dielsdorf kräftig in eine Infrastruktur investiert, die nicht nur für Trainings genutzt wird, sondern auch ausserhalb des Rennsports immer mehr Veranstaltungen anzieht. So hat sich das vor drei Jahren in Leben gerufene Horse Park Masters, das seit seiner ersten Austragung das grösste Dressurturnier der Schweiz ist, bereits als beliebter Saisonauftakt etabliert: Der Veranstaltungsort Dielsdorf ist von der Dressurszene mit Begeisterung angenommen worden. Deshalb wird das Horse Park Masters in diesem Jahr um eine Disziplin erweitert. «Von den optimalen Bedingungen, die wir in Dielsdorf vorfinden, sollen nun auch die Springreiter profitieren können», sagt Fritz Pfändler, der zusammen mit Gilles Ngovan dem OK des Horse Park Masters vorsteht.

Über 1400 Nennungen

Im Vorfeld der Dressurwettbewerbe wurden erstmals 22 Springprüfungen der Kategorien B/R 90 bis N140 ausgeschrieben. Und sie stiessen auf Anhieb auf grosse Resonanz. «Es sind über 1400 Nennungen eingegangen, was uns überwältigt hat», sagt Fritz Pfändler. Allein für die R/N110- und R/N115-Prüfungen, die als Qualifikation für den Cup des Ostschweizer Concours Clubs OCC zählen, gab es 350 Anmeldungen – und da die Grösse der Teilnehmerfelder reglementarisch begrenzt ist, werden diese Springen nun dreifach ausgetragen.

Als Parcoursbauer konnte der ehemalige CSI-Zürich-Kursdesigner Guido Balsiger aus Bülach verpflichtet werden – was für Teilnehmer und Zuschauer spannende Springen in jeder Kategorie verspricht. Sowohl den Spring- als auch den Dressurreitern steht als Abreitplatz die Ende November fertig gestellte Reithalle hinter dem Führring zur Verfügung. Die Wettbewerbe finden in der Haupthalle statt, in der sich auch Zuschauertribünen, die Ladenstrasse mit Café sowie das Turnierrestaurant befinden.

Internationale Teilnehmer

Nach einer eintägigen Umbaupause geht es am Dienstag, 19. März, weiter mit der Dressur. Dort stehen insgesamt 18 Prüfungen auf dem Programm, von den regionalen Grundgangarten-Aufgaben bis zur Grand-Prix-Kür zur Musik am Sonntagnachmittag. Eine spektakuläre neue Prüfung erwartet die Teilnehmer und Zuschauer am Samstagabend. Beim Horse Park Team Stable Match treten Dreier-Equipen mit je einem L-, M- und S-Reiter gegeneinander an und verteidigen die Ehre ihres Stalls, ihrer Familie und ihrer Trainingsgruppe. Die Starterfelder sind mit über 450 Nennungen sehr gut besetzt – und weisen grosse Namen aus der in- und ausländischen Dressurszene auf. So tritt mit Dorothee Schneider aus Deutschland erstmals eine Dressur-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin in Dielsdorf an. Die Nr. 7 der Weltrangliste kommt mit drei Pferden in die Schweiz und wird in der Grossen Tour mitreiten.

(Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 14.03.2019, 15:22 Uhr

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