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Beide Schweizer Duos im Achtelfinal

Die Schweizer Beachvolleyballerinnen haben ihr erstes Zwischenziel erreicht. Joana Heidrich/Nadine Zumkehr und Isabelle Forrer/Anouk Vergé-Dépré stehen im Olympia-Achtelfinal.

Statistisch bis jetzt die beste Block-Spielerin vom ganzen Olympia-Turnier: Joana Heidrich
Statistisch bis jetzt die beste Block-Spielerin vom ganzen Olympia-Turnier: Joana Heidrich
Keystone

Heidrich/Zumkehr sicherten sich den Vorstoss unter die Top 16 aus eigener Kraft mit Rang 2 in der Gruppe E. Sie gewannen ihr drittes und letztes Vorrunden-Spiel gegen die Niederländerinnen Sophie van Gestel/Jantine van der Vlist nach einem Fehlstart mit 2:1 Sätzen.

Das 17:21 im ersten Durchgang wirkte für die Schweizerinnen bei wechselhaften Bedingungen an der Copacabana wie ein Weckruf. Danach drehten Heidrich/Zumkehr auf, setzten sich rasch ab und am Ende 21:11, 15:8 durch. Am Netz zeigte Heidrich eine brillante Partie. Der Zürcherin gelangen nicht weniger als elf Blocks, womit sie ihre Führung in der Turnierstatistik weiter ausbaute.

Keine «Mitternachts-Session» nötig

Forrer/Vergé-Dépré erlebten einen sonderbaren Tag. Forrer war nach ihrer Genickverletzung vom Vortag noch angeschlagen, die Beweglichkeit im Kopfbereich muskulär eingeschränkt, wie es im Schweizer Lager hiess. Gleichwohl hatte sich das Duo so bereitzuhalten, dass es im Falle der Verbannung in die Barrage der dritt- bis sechstbesten Drittklassierten um Mitternacht parat war. Der ganze Tagesablauf war darauf ausgerichtet.

Erst nach 22 Uhr Ortszeit erfuhren Forrer/Vergé-Dépré, dass sie mit einem Sieg aus drei Spielen und einem Satzverhältnis von 4:5 als einer der besten zwei Gruppendritten weiterkamen und um die «Mitternachts-Session» herumkamen. Das gilt aber nicht für den Gegner im Achtelfinal. Die Deutschen Laura Ludwig/Kira Walkenhorst sind nicht topgesetzt, aber seit Wochen top in Form. Seit Anfang Juni gewannen die Europameisterinnen von Biel vier von sechs Turnieren. In der Direktbilanz führen Ludwig/Walkenhorst 4:0.

Für Heidrich/Zumkehr geht es in Rio de Janeiro, voraussichtlich ebenfalls am Samstag, weiter, wie die Vorrunde aufgehört hat: mit einem Spiel gegen Niederländerinnen. Gegen Marleen van Iersel/Madelein Meppelink sind sie zumindest nicht krasser Aussenseiter - trotz vier Niederlagen in vier Duellen auf der World Tour.

si/mcp

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