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Bosshards Kraftakt

Das zweiten Wochenende des Zürcher Kantonalturnfests (KTF) Tösstal in Rikon stand mit 13 000 Teilnehmenden ganz im Zeichen des Vereinsturnens. Dass die Wettkämpfe reibungslos über die Bühne gingen, ist auch dem Einsatz von Gesamtwettkampfleiter René Bosshard zu verdanken.

René Bosshard stösst nicht nur die Kugel, sondern auch den Ballast der vergangenen Wochen ab. Der Gesamtwettkampfleiter steht zum Abschluss des Zürcher Kantonalturnfests als Kugelstösser für die Männerriege Bülach im Einsatz.
René Bosshard stösst nicht nur die Kugel, sondern auch den Ballast der vergangenen Wochen ab. Der Gesamtwettkampfleiter steht zum Abschluss des Zürcher Kantonalturnfests als Kugelstösser für die Männerriege Bülach im Einsatz.
Fototeam KTF 2017/Marianne Schuppisser

Der Bülacher René Bosshard zieht als Gesamtwettkampfleiter ein positives Fazit: «Tausende von Athleten konnten optimale Anlagen nutzen. Alleine am Samstag haben im Gerätezelt im Fünfminutentakt 217 Gerätevorführungen stattgefunden, ohne exakte Planung wäre so etwas undenkbar gewesen.» Auch hatten die Veranstalter keine gravierenden Unfälle zu verzeichnen.

Bosshard fiel auch deswegen ein Stein vom Herzen. Am Sonntagabend nach der Schlussführung war ihm die Erschöpfung der letzten Wochen anzusehen, gleichwohl war seine Freude am Turnsport nach wie vor spürbar. In den letzten Jahren hat René Bosshard rund 1500 Stunden ehrenamtliche Arbeit ins KTF investiert – und dies neben seiner Tätigkeit als Breitensportverantwortlicher im Zentralvorstand des Zürcher Turnverbandes.

«Es hat sich absolut gelohnt. So ein KTF ist für den Turnsport existenziell. Turnen kann auf diesem Niveau nur weiterleben, wenn man sich Ziele setzt und daauf trainiert», sagt Bosshard und schwärmt: «Ebenso wichtig ist das Miteinander. Am KTF treffen sich alle Vereine, Turndisziplinen und Altersstufen an einem Ort.»

«Am Rumpf»

Einer von Bosshards Lieblingsorten war am ersten Wochenende das Gymnastikzelt, wo gleichzeitig der Spitzensport Rhythmische Gymnastik, das Team-Aerobic und die Gymnastik über die Bühne gingen. «Im Vorfeld hat es Diskussionen gegeben, ob das alles aneinander vorbeigeht.

Und dann wurde dieses Zelt zu einem Publikumsmagnet. Es ist grossartig, wenn Spitzen- und Breitensport so wunderbar harmonieren.» René Bosshard gibt offen zu, dass nicht alles einfach war, vor allem das erste Wochenende, wo 25 verschiedene Turnfestsieger gekürt werden wollten, war eine Herausforderung. «Am Montag war ich mental wie körperlich am Rumpf», gesteht der 50-Jährige.

Wieder aufgebaut haben ihn seine Turnkameraden aus der Männerriege Bülach. Nach dem Abschlusstraining am Dienstagabend und dem geselligen Zusammensein war Bosshard wieder voller Motivation. Und so liess er es sich trotz Mehrfachbelastung nicht nehmen, mit seinem Verein am zweiten Turnfest-Wochenende teilzunehmen.

Er trat im «Fit und Fun» und als letzter Disziplin im Kugelstossen an. Ein schöner Zufall, denn die Kugel war auch das Signet des diesjährigen KTF. «Ich durfte mit Freude die Last der vergangenen Wochen wegstossen», erklärt der Gesamtwettkampfleiter mit einem Schmunzeln. Die Männerriege Bülach wurde im dreiteiligen Vereinswettkampf der Senioren in der Stärkeklasse 4 am Ende gute Zweite.

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