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Das grosse Zittern der Jets geht in die finale Runde

Die Kloten-Dietlikon Jets verlieren die sechste Playout-Partie gegen die Tigers mit 1:10 und und damit auch die Serie. Nun spielen sie gegen den Abstieg.

Ernüchterung auf der Jets-Bank – auch bei den Trainer Nivin Anthony (vorne) und Sven Engeler.
Ernüchterung auf der Jets-Bank – auch bei den Trainer Nivin Anthony (vorne) und Sven Engeler.
Leo Wyden

Nivin Anthony unterhielt sich lange, sehr lange mit seinem Staff. Der Trainer der Kloten-Dietlikon Jets hatte Gesprächsbedarf. Sein Team hatte zuvor gegen die Tigers ein «Stängeli» kassiert – zehn Tore, wobei sechs davon alleine im aus Jets-Sicht desaströsen Schlussdrittel fielen. «Gut, nach dem sechsten Gegentor macht man auf», sagte Anthony. «Dadurch riskiert man natürlich etwas mehr.» So nahm der Trainer schon vor der Mitte des letzten Drittels Goalie Patrick Dürst aus dem Spiel, um einen sechsten Feldspieler zu bringen. Das ging etwas mehr als eine Minute lang gut, dann traf Jonas Guggisberg zum 8:1 für die Tigers. Und in der Ruebisbachhalle ertönte «That’s the Way (I Like It)» aus den Lautsprechern – an diesem Abend schien wirklich alles gegen die Jets zu laufen.

Chancen zuhauf vergeben

Die Gegentore zuvor hatten allerdings auch schonungslos die Defensivschwächen der Unterländer offenbart. Vor dem 0:3 etwa leistete sich Alexander Hess einen verhängnisvollen Fehlpass, Langnau-Topskorer Simon Flühmann profitierte von dem Missgeschick und erzielte seinen ersten Treffer an diesem Abend. Gespielt war zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als eine Viertelstunde, Anthony nahm sich nach dem Gegentreffer die betroffenen Spieler zur Brust und redete auf sie ein. Auch vor dem 0:4 patzte die Jets-Defensive, als sie den Ball nicht wegbrachte und so Jonas Guggisberg ein weiteres Tor ermöglichte. Und vor dem fünften Gegentor wurde Simon Flühmann bei einem Freistoss sträflich alleine gelassen. «Gewisse Gegentreffer kann man verhindern», sagte Anthony. «Aber das Problem war unsere Chancenauswertung.»

Tatsächlich machten die Jets viel zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Schon nach vier Minuten hätte es 2:0 stehen können, wenn die Unterländer in der Person von Markus Kulmala und Yannick Jaunin ihre Chancen genutzt hätten. Doch auch nach dem Rückstand bot sich den Jets immer wieder die Gelegenheit, in diese Partie zurückzufinden. Alireza Tahmasebi, Patrick Kapp, David Rhyner, Johannes Jokinen – die Liste der möglichen Torschützen wurde länger und länger. Erst als Jaunin kurz vor dem Ende des Mitteldrittels endlich traf, keimte so etwas wie Hoffnung auf für den Schlussabschnitt. Doch Jaunins Treffer sollte trotz vieler weiterer Torchancen der einzige in dieser Partie bleiben. «Dabei haben wir dreimal mehr aufs Tor geschossen als die Tigers», sagte Anthony.

Duell gegen Sarnen

Nun müssen die Jets also gegen den Aufstiegsaspiranten Sarnen um den Ligaerhalt kämpfen. Die Obwaldner sind NLB-Qualifikationssieger geworden, haben nun aber in den Playoff-Halbfinals gegen den Tabellensechsten Langenthal Aarwangen unerwartet viel Mühe gezeigt und erst im entscheidenden fünften Spiel am gestrigen Sonntagabend die Serie für sich entscheiden können.

Gegen den unterklassigen Gegner stehen die Jets aber so oder so unter grossem Druck. «Das ist nicht zu unterschätzen», bemerkt Anthony. «Aber wir haben in der Serie gegen die Tigers, die ja immerhin Cupsieger sind, gezeigt, dass wir mithalten können. Wir haben zwei Spiele gewonnen, und dasjenige, das im Penaltyschiessen entschieden wurde, hätte auch zu unseren Gunsten enden können.» Dennoch müsse man im Duell gegen das NLB-Team auf der Hut sein, sagt der Trainer. Und: «Defensivdisziplin ist unabdingbar.»

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