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Drei Schweizerinnen scheitern in der 1. Runde

Belinda Bencic und Timea Bacsinszky enttäuschen am US Open. Für beide ist das Turnier nach je einer Dreisatz-Niederlage vorbei. Stefanie Vögele scheidet gar mit einer «Brille» aus.

Muss sich am US Open in der 1. Runde geschlagen geben: Belinda Bencic verliert gegen Alexandra Sasnowitsch 6:2, 1:6, 2:6.
Muss sich am US Open in der 1. Runde geschlagen geben: Belinda Bencic verliert gegen Alexandra Sasnowitsch 6:2, 1:6, 2:6.
Frank Franklin, Keystone
Die Schweizerin startet vielversprechend und gewinnt den ersten Satz 6:2.
Die Schweizerin startet vielversprechend und gewinnt den ersten Satz 6:2.
Keystone
Ihre Konkurrentin feiert den Dreisatz-Sieg.
Ihre Konkurrentin feiert den Dreisatz-Sieg.
John G. Mabanglo, Keystone
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Für Belinda Bencic (WTA 38) endete das US Open nach einem starken ersten Satz in der Startrunde. Die Ostschweizerin musste sich der Weissrussin Alexandra Sasnowitsch (WTA 33) mit 6:2, 1:6, 2:6 beugen. Nachdem Bencic letzte Woche in New Haven an Aryna Sabalenka gescheitert war, bedeutete für sie also auch in New York eine Weissrussin Endstation. Dabei hatte die Partie für die 21-Jährige aus Wollerau perfekt begonnen. Mit einer überzeugenden Vorstellung sicherte sie sich den ersten Satz, 26:17 lautete da das Punkteverhältnis zugunsten der Schweizerin.

Wie aus heiterem Himmel kassierte Bencic zu Beginn des zweitens Satzes das Break. Während Sasnowitsch danach immer effektiver auf das Tempo drückte, ärgerte sich Bencic über ihre zunehmenden Unzulänglichkeiten. Sie verlor die Kontrolle über den Match und hatte der 24-Jährigen nicht mehr viel entgegenzusetzen. Bencic brachte Sasnowitsch bei deren Service kaum mehr unter Druck. In den letzten beiden Umgängen kam sie zu keinem Servicedurchbruch, im Entscheidungssatz erspielte sie sich nicht mal eine Breakmöglichkeit.

Bencic ist damit die Rückkehr nach New York nach der letztjährigen Zwangspause misslungen. Bei ihren drei bisherigen Teilnahmen am US Open hatte sie einmal den Viertelfinal und zweimal die 3. Runde erreicht.

Bacsinszky verpasst Befreiungsschlag

Timea Bacsinszky (WTA 745) muss weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis in diesem Jahr warten. Die Lausannerin unterlag in der 1. Runde der Serbin Aleksandra Krunic (WTA 49) mit 2:6, 6:3, 0:6. Für die in den letzten Monaten vom Verletzungspech verfolgte Bacsinszky war es in dieser Saison die achte Erstrunden-Niederlage in Serie. Gegen Krunic zeigte sich eindrücklich, wie weit die 29-jährige Waadtländerin momentan von ihrer Bestform entfernt ist. Nur zu Beginn des zweiten Satzes konnte sie die Ballwechsel über längere Zeit wie gewünscht diktieren. Den 4:0-Vorsprung hätte sie danach beinahe noch verspielt.

Bacsinszky fehlt der Rhythmus, die Konstanz. Mit zahlreichen, zum Teil krassen Fehlern machte die Schweizerin der Serbin das Leben zu oft leicht. Den ersten Satz beendete sie mit zwei Doppelfehlern und einem Rückhand-Fehlschlag. Der zwischenzeitliche Aufschwung nach einer längeren Pause zwischen den ersten beiden ersten Umgängen hielt nicht lange an. In der entscheidenden Phase war es Krunic, die viel sicherer agierte, obwohl auch sie in einem Formtief steckt. Gegen Bacsinszky kam sie zum ersten Sieg nach zuletzt fünf Niederlagen auf der Tour.

Kopf hoch trotz Aus

Durch ihre jüngste Niederlage wird sich Bacsinszky nicht entmutigen lassen. Sie verspüre keinen Druck, hatte sie bereits vor ihrem Auftritt in New York gesagt. «Ich weiss, woher ich komme und wie schwierig es war zurückzukommen.» Eine komplizierte Verletzung am Handgelenk musste sie Ende letzten Jahres operativ behandeln lassen, der Weg zurück erfordert Geduld.

«Es gibt in jedem Beruf harte Zeiten», sagte Bacsinszky, die noch an sechs weiteren Turnieren von ihrem geschützten Ranking profitieren kann. Die Welt werde sich auch nach New York weiterdrehen, denn sie leide ja nicht an einer unheilbaren Krankheit. «Ich bin glücklich mit meinem Leben», ergänzte die 29-Jährige, die sich im letzten Winter verlobt hat. «Und früher oder später werden ich auch wieder einmal gewinnen, das ist sicher.»

Vögele deklassiert

Stefanie Vögele (WTA 74) erhielt eine 45-minütige Lektion. Die Aargauerin war gegen Monica Puig, die Olympiasiegerin von Rio, chancenlos. Die Weltranglisten-55. aus Puerto Rico spielte gross auf und entschied das ungleiche Duell mit einer «Brille» (6:0, 6:0) für sich. 52 der 73 ausgespielten Punkte gingen an Puig. Vor etwas mehr als zwei Wochen hatte noch Vögele das Duell der beiden in der Qualifikation von Cincinnati mit 6:2, 6:0 deutlich für sich entschieden. Aus dieser Niederlage konnte Puig offenbar die richtigen Schlüsse ziehen.

SDA/ddu

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