Eine Halbzeit zum Vergessen

Wallisellen verliert zum Saisonstart der 2. Liga Gruppe 2 gegen Aufsteiger Effretikon mit 3:1. Nach einer soliden ersten Halbzeit enttäuscht die Mannschaft von Maurizio Fede.

Wallisellen Aydin Tugay (Mitte) wird vom Effretiker Alexander Heimgartner bedrängt.

Wallisellen Aydin Tugay (Mitte) wird vom Effretiker Alexander Heimgartner bedrängt. Bild: Sibylle Meier

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Im Nachbarschaftsderby erspielten sich die Walliseller gegen Effretikon in der Anfangsphase ein kleines Chancenplus. Zuerst verpasste in der 11. Minute Dino Brembilla, der Neuzugang aus Regensdorf, das Walliseller Führungstor nur knapp. Zehn Minuten später konnte der schön freigespielte Stefano Megna seine Möglichkeit ebenfalls nicht nutzen. Sein harmloser Schuss wurde eine leichte Beute für Effretikons Goalie Mathijs Kläy. In der 25. Minute gelang jedoch der Mannschaft von Maurizio Fede das verdiente Führungstor. Zuerst scheiterte Tugay Aydin am Gästetorhüter. Auf den darauffolgenden Abpraller reagierte Stürmer Dino Brembilla am schnellsten und verwertete souverän zum 1:0.

Muggler rettet

Nach einer halben Stunde verhinderte dann Wallisellens Goalie Kevin Muggler nach einem Gewaltschuss mit einer starken Parade den Ausgleichstreffer. Kurz vor dem Halbzeitpfiff des sehr gut leitenden Schiedsrichters Dragan Mitrovic verpasste Ivan Palumbo mit einer Doppelchance die Führung auszubauen.

Nach Wiederbeginn sahen die rund 100 Zuschauer ein komplett anderes Spiel. Der Aufsteiger aus Effretikon dominierten die vor der Halbzeit stilsicheren Glattaler. In der 52. Minute erzielten die Gäste nach einem Freistoss von Boris Dabic durch Romario Giger das Ausgleichstor. In der Schlussphase suchten beide Mannschaften den Siegtreffer. Sieben Minuten vor Schluss vereitelte Wallisellens 19-jähriger Schlussmann Muggler erneut mit einem hervorragenden Reflex die Effretiker Führung. Beim darauffolgenden Gegenstoss glückte dem eingewechselten Vinicius Dias Figueiredo beinahe das 2:1 für die Platzherren. In der 85. Minute erzielten die Effretiker nach einem Fehler des Abwehrchefs Davide Caroli durch Avni Shahinaj das Führungstor. Die Gästemannschaft von Trainer Flakon Halimi nutzten die nach dem Gegentor geschockten Walliseller, und schossen durch den eingewechselten Enis Murati das 3:1.

Zu viele Fehlpässe

Nach Spielschluss sagte Captain Davide Caroli selbstkritisch: «Nach einer sehr soliden und kompakten Teamleistung im ersten Durchgang lief es in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr. Wir verloren gegen die aggressiveren und effizienteren Effretiker die meisten Zweikämpfe. Zudem verzeichneten wir zu viele Fehlpässe.» Auch zum spielentscheidenden Gegentor zum 2:1 äusserte sich der 34-jährige: «Hier stimmte unsere defensive Abstimmung überhaupt nicht und selbstverständlich darf ich als letzter Mann den Ball nicht verlieren.» Sein Mitspieler Ivan Palumbo, der nach zwei Jahren Pause ein gutes Comeback gab, trauerte ebenfalls den verlorenen Punkten nach und meinte: «Nach der Führung hätten wir konsequenter das zweite Tor suchen müssen. Danach liessen unsere Kräfte nach.» Der Walliseller Trainer Maurizio Fede analysierte die Niederlage so: «Mit den ersten 45 Minuten bin ich sehr zufrieden. Die zweite Halbzeit ist aber zum Vergessen.» Zudem sagte der 39-jährige enttäuscht: «Durch drei individuelle Fehler kassierten wir drei Gegentore. Ausserdem fehlte uns nach dem harten Cupspiel vom Donnerstag gegen Gossau die Energie.» Trotz der Niederlage sieht Maurizio Fede sein Team am Saisonende im vorderen Mittelfeld der Tabelle.

Die Top 3 Der 35-jährige Zuzug Ivan Palumbo ist mit seiner Übersicht und Routine bereits eine Verstärkung für die Walliseller. Sturmspitze Dino Brembilla schoss nicht nur das Saisoneröffnungstor, sondern war auch ansonsten sehr bemüht. Schiedsrichter Dragan Mitrovic leitete die Partie jederzeit souverän.

Erstellt: 25.08.2019, 22:26 Uhr

Infobox

Wallisellen-Effretikon 1:3 (1:0)

Sportzentrum. – 100 Zuschauer. – SR Dragan Mitrovic. – Tore: 25. Brembilla 1:0. 52. Giger 1:1. 85. Shahinaj 1:2. 88. Murati 1:3. – Wallisellen: Muggler; Crusi, Caroli, Koide, Caldarazzo (73. Memeti); Gömüldu (59. Figueiredo Dias) Megna, Moor (77. Sipar), Palumbo (85. Fernandes Dinis) Aydin; Brembilla (79. Rueda). – Effretikon: Kläy; Müller, Lienhard, Steiner, Dabic, Zulfikari (59. Shahinaj), Heimgartner, Giger (90. Danko), Bärtschi, Emrulahi (39. Murati), Panzer (63. Gashi).

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