1,7 Millionen Verlust: ZSC kommt mit blauem Auge davon

Der Meister von 2017 verpasste in der vergangenen Saison das Playoff. Das senkte die Einnahmen – und die Personalkosten.

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Auf dem Eis bekamen die Zürcher im vergangenen Winter die Quittung für ihre Unzulänglichkeiten, verpassten sie als erst zweiter Meister neben dem SC Bern (2014) in der Folgesaison das Playoff. Finanziell haben sich die Konsequenzen aber im Rahmen gehalten. Hatten sie in der Meistersaison einen Jahresverlust von 1,31 Millionen Franken gemacht, so waren es diesmal 1,733 Millionen – also nur gut 400000 Franken mehr. Dies gab Finanzchef Fritz Eichenberger an der GV bekannt.

Das Ergebnis ist leicht erklärt: Das sportliche Versagen führte nicht nur zu weniger Einnahmen, sondern auch zu weniger Ausgaben. Der Ertrag sank von 18,9 auf 17,4 Millionen Franken um rund 1,5 Millionen. Dafür verringerten sich auch die Personalkosten von 16,7 auf 15,6 Millionen, weil keine Erfolgsprämien fällig wurden und wegen der vielen Verletzungen mehr Taggelder von der Unfallversicherung ausbezahlt wurden.

Kalkuliert hatten die Zürcher mit dem Halbfinal und fünf Playoff-Heimspielen, was ihnen rund 800'000 Franken mehr Einnahmen beschert hätte. ­Dafür fielen aber auch Kosten für den Spielbetrieb und die ­Sicherheit weg. Eine schwarze Null wäre es also auch dann nicht geworden, wenn die Lions erfolgreicher gewesen wären.

Rund 400 Saisonabos weniger

Eichenberger hatte schon im Frühjahr prognostiziert, der Verlust werde sich im Rahmen halten. Vor allem wegen des exzellenten Verkaufs von Saisonkarten: Mit 7834 war ein Höchstwert erreicht worden. Die gravierenden Auswirkungen seien die langfristigen, befürchtete der Finanzchef. Zumindest was diese Saison betrifft, kamen die Zürcher auch da mit einem blauen Auge davon. ­Aktuell sind rund 7300 Saisonabos verkauft, die Lions rechnen damit, dass sie noch auf 7400 bis 7500 kommen – je nach Saisonstart.

Dank frischen Kapitals von sechs Millionen Franken haben die Zürcher inzwischen wieder eine solide Eigenkapitaldecke von 9,5 Millionen. Drei Saisons spielen sie noch im Hallenstadion, ehe sie auf 2022 in die Swiss Life Arena einziehen und dort mindestens eine ausgeglichene Rechnung anstreben. Die Bauarbeiten in Altstetten sind bereits in vollem Gange. Und auch auf der Geschäftsstelle fliessen zahlreiche Arbeitsstunden ins neue Stadion. Es ist eine Investition in die Zukunft.


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Erstellt: 13.09.2019, 19:47 Uhr

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