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Aufatmen bei den Lions – die Tigers zeigen Biss

Das Team von Hans Kossmann gewinnt in Genf klar und deutlich mit 4:1. Die Langnauer drehen die Partie gegen den HCD in der Ilfishalle und holen drei wichtige Punkte.

Ein Befreiungsschlag: Die ZSC Lions nehmen dank eines 4:1-Sieges in Genf drei Punkte mit auf die lange Heimreise.
Ein Befreiungsschlag: Die ZSC Lions nehmen dank eines 4:1-Sieges in Genf drei Punkte mit auf die lange Heimreise.
Martial Trezzini, Keystone
Ein Duell auf Augenhöhe: Die Partie war lange Zeit enger als das Schlussresultat vermuten lässt.
Ein Duell auf Augenhöhe: Die Partie war lange Zeit enger als das Schlussresultat vermuten lässt.
Martial Trezzini, Keystone
Bittere Niederlage: In Lausanne verliert das Heimteam gegen den EHC Biel im Penaltyschiessen.
Bittere Niederlage: In Lausanne verliert das Heimteam gegen den EHC Biel im Penaltyschiessen.
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Die ZSC Lions nähern sich mit grossen Schritten der Playoff-Qualifikation. Die Stadtzürcher setzen sich bei Genève-Servette mit 4:1 durch. In einem sogenannten «Sechspunkte-Spiel» oberhalb des Playoff-Trennstrichs waren die Zürcher das deutliche dynamischere und kaltblütigere Team. Roman Wick mit seinen Meisterschaftstoren Nummer 18 und 19 (zum 2:1 und 3:1) sowie Topskorer Fredrik Pettersson mit einem Powerplay-Tor zum 4:1 sorgten für den zweiten Sieg in Folge der Lions. Das wegweisende 2:1 von Wick (39.) fiel dabei zwei Sekunden nach Ende einer Unterzahlphase der Gäste.

Pettersson konnte sich noch einen Assist beim 1:0 von Pius Suter gutschreiben lassen und markierte seine Skorerpunkte Nummer 200 und 201 in der obersten Schweizer Spielklasse. Das formschwache Genève-Servette kassierte die sechste Niederlage aus den letzten sieben Spielen. Noch halten sich die Genfer knapp über dem Strich, allerdings mussten sie die SCL Tigers nach Punkten aufschliessen lassen. Nur weil sie aus den bislang drei Direktduellen gegen Langnau besser dastehen (5:4 Punkte), liegen die Genfer noch vor den Emmentalern.

Die Lions greifen nach dem Playoff-Ticket

Die ZSC Lions können derweil noch vor der Olympia-Pause und damit drei Runden vor Ende der Qualifikation das Playoff-Ticket holen. Sie treffen im letzten Spiel vor der Olympia-Pause auf den Drittletzten Lausanne.

Die Langnauer Playoff-Hoffnungen leben

Für die SCL Tigers wird die zweite Playoff-Qualifikation auf höchster Ebene greifbar. Die Emmentaler besiegen Davos mit einem starken Schlussdrittel nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1. Andreas Thuresson realisierte sechs Minuten vor Spielende im Powerplay das Siegtor. Emanuel Peter, der Center der vierten Linie, gelang in seinem 27. Meisterschaftsspiel mit dem 1:1-Ausgleich das erste Tor im Dress für die Emmentaler. Gleichzeitig beendet er mit dem 1:1 (45.) eine Torflaute von über 105 Minuten der Berner.

Langnau war bis dahin offensiv wirkungslos geblieben. «Aber unser Torhüter gab uns einmal mehr die Möglichkeit, das Spiel noch wenden zu können», sagte Peter, der nun das Erreichen der Playoffs mit Langnau als «klare Zielvorgabe» nennt. Die Langnauer treffen nach der Olympia-Pause im Direktduell auf den voraussichtlichen Hauptkonkurrenten um einen Playoff-Platz (Genève-Servette) und spielen dann noch je einmal daheim und auswärts (zum Abschluss) gegen den aktuellen Tabellenletzten Kloten.

Der HCD muss sich gedulden

Davos musste den Einzug in die Playoffs derweil vertagen. Der Davoser Captain Andres Ambühl realisierte immerhin in seinem 750. Meisterschaftsspiel für Davos mit einem Ablenker zum 1:0 (28.) den 400. Skorerpunkt in der obersten Spielklasse.

Ambri düpiert Gottéron

Ambri-Piotta verblüfft vor der Olympia-Pause mit einem zweiten Sieg in Folge gegen ein Team oberhalb des Trennstrichs. Nach dem 5:2 gegen Servette gibt es ein 4:3 nach Verlängerung gegen Fribourg. Cory Emmerton erzielte das Siegtor in der 62. Minute. Erst zum dritten Mal in der laufenden Saison und erstmals seit Ende November schaffte der Tabellenvorletzte wieder zwei Erfolge in Serie. Die Gastgeber knüpften zunächst nahtlos an ihre starke Vorstellung gegen Genève-Servette an, gaben dann aber einen 3:1-Vorsprung preis. Dabei kassierten die Leventiner mit dem 3:3 von Flavio Schmutz schon das zehnte Gegentor bei eigener Überzahl in der laufenden Saison.

Bei Ambri-Piotta kehrte der kanadische Goalgetter Matt D'Agostini nach knapp einwöchiger Verletzungspause erfolgreich ins Team zurück. Der Stürmer brachte die Leventiner im Powerplay mit 1:0 in Führung. Später nutzte Dominic Zwerger einen missratenen «Blindpass» von Gottérons Michal Birner zum 2:0, ehe Roman Cervenka mit seinem 100. Skorerpunkt noch im Startdrittel für die Gäste verkürzte. Dem künftigen Freiburger Lukas Lhotak gelang im Mitteldrittel das zwischenzeitliche 3:1 für Ambri. Das zuletzt so formstarke Gottéron kassierte am Ende dann die vierte Niederlage aus den letzten elf Spielen.

Bittere Niederlage für Lausanne

Für Lausanne wird es immer schwieriger, die Playoffs noch zu erreichen. Auch beim 1:2 nach Penaltyschiessen gegen Biel reicht es dem Team von Trainer Yves Sarault nicht zum Sieg. Nur Ambri-Piotta hat in dieser Saison noch mehr Gegentore (153) einstecken müssen als Lausanne (151); in den letzten sechs Partien vor dem Duell mit Biel hatten die Waadtländer immer mindestens drei Treffer kassiert. Yves Sarault dürfte nicht zuletzt deshalb den slowakischen Verteidiger Martin Gernat in die Aufstellung beordert haben.

Die Massnahme zahlte sich insofern aus, als dass Lausanne defensiv sicher stand und nur einen Gegentreffer einstecken musste. Gernat erzielte zudem in der 56. Minute das 1:1. Weil die Lausanner im Penaltyschiessen ihre Versuche im Gegensatz zu Biel nicht verwerteten, reichte es den Romands aber erneut nicht zu einem Sieg. Lausanne verlor zum vierten Mal in Folge und liegt bei noch vier ausstehenden Partien fünf Punkte hinter den Playoff-Plätzen. Biel, das wieder auf den zuletzt gesperrten Verteidiger Beat Forster zählen konnte, auf der anderen Seite kehrte nach zuletzt zwei Niederlagen auf die Siegesstrasse zurück.

Genève-Servette - ZSC Lions 1:4 (0:1, 1:1, 0:2)

6131 Zuschauer. - SR Tscherrig/Wiegand, Borga/Bürgi. Tore: 20. (19:54) Suter (Chris Baltisberger, Pettersson/Ausschluss Grossniklaus) 0:1. 23. Jeremy Wick (Richard, Loeffel/Ausschluss Vey) 1:1. 39. Roman Wick (Klein, Sutter) 1:2. 53. Roman Wick (Kenins, Vey) 1:3. 55. Pettersson (Geering, Dave Sutter/Ausschluss Spaling) 1:4. Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. PostFinance-Topskorer: Richard; Pettersson. Genève-Servette: Mayer; Jeremy Wick, Bezina; Petschenig, Tömmernes; Loeffel, Grossniklaus; Guebey; Douay, Rubin, Heinimann; Holdener, Romy, Simek; Riat, Almond, Rod; Da Costa, Richard, Spaling; Traber. ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Guerra, Marti; Karrer; Chris Baltisberger, Schäppi, Kenins; Pettersson, Suter, Herzog; Roman Wick, Vey, Pelletier; Hinterkircher, Prassl, Bachofner; Pestoni. Bemerkungen: Genève-Servette ohne Antonietti, Bays, Descloux, Hasani, Jacquemet, Fransson, Mercier, Schweri und Vukovic (alle verletzt), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Korpikoski, Nilsson, Shore und Sjögren (alle verletzt) sowie Seger und Künzle (beide überzählig). - Sportchef Sven Leuenberger an der ZSC-Bande (vertrat kranken Assistenten Leo Schumacher). - Pfosten: 31. Bachofner.SCL Tigers - Davos 2:1 (0:0, 0:1, 2:0) 5954 Zuschauer. - SR Stricker/Urban, Castelli/Obwegeser. Tore: 28. Ambühl (Marc Wieser, Johansson) 0:1. 45. Peter (Roland Gerber) 1:1. 54. Thuresson (Elo/Ausschluss Schneeberger) 2:1. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 5mal 2 Minuten gegen Davos. PostFinance-Topskorer: Elo; Little. SCL Tigers: Punnenovs; Zryd, Seydoux; Blaser, Huguenin; Lardi, Erni; Randegger; Nils Berger; Thuresson, Gagnon, Dostoinow; Elo, Himelfarb, Albrecht; Pascal Berger, Albrecht, Neukom; Kuonen, Peter, Gerber; Rüegsegger. Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Aeschlimann, Heldner; Paschoud, Schneeberger; Forrer; Simion, Corvi, Little; Marc Wieser, Johansson, Ambühl; Kessler, Buck, Eggenberger; Sciaroni, Walser, Jörg. Bemerkungen: SCL Tigers ohne Stettler, Erkinjuntti und Nüssli (alle verletzt) sowie Gustafsson (krank), Barker (überzähliger Ausländer), Davos ohne Dino Wieser, Lindgren, Rödin und Egli (alle verletzt) sowie Kousal (überzähliger Ausländer) und Nygren (verletzte sich beim Aufwärmen). - 57. Timeout Davos, ab 59:20 ohne Torhüter.

Lausanne - Biel 1:2 (0:0, 0:0, 1:1 0:0) n.P.

5987 Zuschauer. - SR Eichmann/Mollard, Abegglen/Fluri. Tore: 53. Fuchs (Kreis) 0:1. 56. Gernat (Herren) 1:1. - Penaltyschiessen: Frattin -, Sutter 0:1; Herren -, Fuchs -; Schelling -, Lofquist 0:2; Jeffrey. Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Biel. PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Pouliot. Lausanne: Zurkirchen; Junland, Genazzi; Gernat, Frick; Gobbi, Borlat; Fischer; Frattin, Jeffrey, Herren; Antonietti, Froidevaux, Conz; Zangger, Miéville, In-Albon; Schelling, Kneubuehler, Nodari. Biel: Hiller; Forster, Jecker; Kreis, Fey; Lofquist, Maurer; Dufner, Wüest; Pedretti, Pouliot, Rajala; Micflikier, Fuchs, Schmutz; Nussbaumer, Diem, Lüthi; Joggi, Sutter, Wetzel. Bemerkungen: Lausanne ohne Huet, Ryser, Trutmann, Vermin, Walsky (alle verletzt), Danielsson und Pesonen (beide überzählige Ausländer), Biel ohne Earl, Lüthi, Neuenschwander, Steiner und Tschantré (alle verletzt). Timeout Lausanne (58:58).

Ambri-Piotta - Fribourg-Gottéron 4:3 (2:1, 1:1, 0:1, 1:0) n.V.

2917 Zuschauer. - SR Hebeisen/Koch, Küng/Wüst. Tore: 10. D'Agostini (Plastino, Emmerton/Ausschluss Cervenka) 1:0. 16. Zwerger 2:0. 17. Cervenka (Glauser) 2:1. 32. Lhotak (Kubalik) 3:1. 36. Marchon (Meunier, Maret) 3:2. 51. Schmutz (Ausschluss Rossi!) 3:3. 62. (61:53) Emmerton (Plastino, Kostner) 4:3. Strafen: je 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. PostFinance-Topskorer: Zwerger; Cervenka. Ambri-Piotta: Conz; Ngoy, Pinana; Plastino, Zgraggen; Fora, Gautschi; Jelovac; D'Agostini, Emmerton, Zwerger; Trisconi, Kostner, Bianchi; Guggisberg, Müller, Kubalik; Lhotak, Berthon, Lauper; Incir. Fribourg-Gottéron: Brust; Glauser, Stalder; Rathgeb, Chavaillaz; Maret, Abplanalp; Kühni; Mottet, Slater, Birner; Rossi, Bykow, Cervenka; Fritsche, Schmutz, Marchon; Neuenschwander, Meunier, Chiquet. Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Stucki und Collenberg (beide verletzt), sowie Karhunen und Taffe (beide überzählige Ausländer) sowie Monnet (überzählig), Gottéron ohne Rivera, Vauclair, Kienzle, Schilt und Sprunger (alle verletzt) sowie Holos (überzähliger Ausländer). - 20. Guggisberg verletzt ausgeschieden.

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