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Boltshauser hielt zwei Punkte fest

Kloten gewann das letzte Heimspiel der Qualifikation. Aber gegen Ambri wurden es nicht drei Punkte, sondern nur zwei. Das Penaltyschiessen entschied.

Kloten konnte sich auf einen starken Luca Boltshauser verlassen.
Kloten konnte sich auf einen starken Luca Boltshauser verlassen.
Keystone

Auch im 25. und letzten Heimspiel des Grunddurchgangs lässt sich noch Neues über den EHC Kloten berichten. Dieses 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0) nach Penaltyschiessen über Ambri war nämlich eine Premiere. Zum ersten Mal erlebte das heimische Publikum, wie ihre Mannschaft in der Zusatzarbeit als Sieger vom Eis ging. Denn vorher hatte die Mannschaft in sechs Verlängerungen oder Penaltyschiessen in der Swiss-Arena stets den Kürzeren gezogen.Aber diese Premiere zeigt auch ein Problem der Klotener in dieser Saison auf, deren Monate ab November dermassen verkorkst waren. Dass vorher gleich sechsmal der zweite Punkt vergeben wurde, ist kein gutes Zeichen.

Und dass von nun 25 Heimspielen nur gerade 7 nach 60 Minuten gewonnen wurden, dass nun nur 29 Punkte vor den eigenen Fans eingefahren wurden, ist wahrlich nichts Tolles. Eine schlechtere Heimbilanz hat keine der 11 anderen Mannschaften.

Nervenspiel

Es brauchte schon Ambri-Piotta als Gegner in Kloten, um einen einigermassen ansprechenden Abschluss zu erdauern. Denn die Leventiner, die am Tabellenende stehen, sind das auswärts mit Abstand schwächste Team. Einmal auf fremdem Eis hat die Mannschaft drei Punkte geholt, total nach dem gestrigen Abend nur gerade 14 Zähler. 3 davon immerhin in Kloten. Im letzten Jahr gab es einen Verlängerungssieg.

Der wäre auch dieses Mal in einer Partie, die für Kloten mit jeder Minute mehr zu einem Nervenspiel wurde, möglich gewesen. Denn der EHC musste sich nach einem Foul von Obrist in der Overtime zwei Minuten in Unterzahl gegen die Niederlage stemmen. Er schaffte das mit einigem Glück – und dank seinem Schlussmann.

Der hiess gestern Luca Boltshauser. Er hielt den Klotener Sieg dann im Penaltyschiessen fest, in dem die Nerven fast aller Schützen nicht die besten waren. Als einziger von zehn Spielern traf Vincent Praplan.

Er machte damit seinen Fehler wieder gut, der zum 1:1 geführt hatte. Zu Beginn des Schlussdrittels vergab er eine grosse Chance zum 2:0 – und liess gleich ein Foul folgen. Ambri benötigte nur sieben Sekunden Überzahl, um auszugleichen. Und dann begann das Zittern für die Klotener.

Sie hatten es in diesem «bisher wichtigsten Spiel», wie Trainer Pekka Tirkkonen vorausgeblickt hatte, trotz deutlicher Überlegenheit im ersten Abschnitt nicht einmal geschafft, ins Tor zu treffen. Am Ende standen sechs ungenutzte Powerplay-Gelegenheiten, «weil wir da immer ein bisschen zu langsam reagierten» (Tirkkonen).

Ambri machte es Kloten schwer, vors Tor zu kommen. Das war im Prinzip lange Zeit das Einzige, was die Leventiner richtig machten. Sie liessen ihren Goalie Gauthier Descloux sehr gut ausschauen. Und damit wurden die Klotener Hände und Aktionen in Richtung Ambri-Tor immer weniger entschlossen, immer zögerlicher.

Nur einer traf: Matthias Bieber mit einem ansatzlosen Handgelenkschuss nach einem perfekten Zuspiel von Lukas Frick. Das war nach 38 Minuten und 11 Sekunden. Aber die Erlösung war es eben nicht.

Wieder mal zwei Siege

11:5, 12:10 und 12:15 – das waren die Schussverhältnisse aus den einzelnen Dritteln, und sie geben korrekt wieder, was auf dem Eis geschah. Ambri, das in den drei Spielen zuvor 16 Treffer kassiert und nur einen geschossen hatte, war plötzlich gut genug, um Kloten an den Rand einer Niederlage zu bringen.

Dank Luca Boltshauser aber gelang das nicht – Kloten konnte so sogar zum ersten Mal seit Oktober 2016 wieder zwei Siege in Folge feiern: Dem 3:2 gegen Biel folgte das 2:1 nach Penaltys gegen Ambri. Und da die ZSC Lions gestern Fribourg bezwangen, wuchs der Klotener Vorsprung auf Rang 11 auf 11 Punkte an. Heute in Genf geht es darum, diese Differenz zu halten – oder gar auszubauen. Dazu aber muss vieles besser werden als gestern. Und Luca Cunti um einiges geradliniger.

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