Eishockey

Bülacher suchen nach Beständigkeit

Die Elite-B-Junioren des EHC Bülach müssen acht Runden vor dem Ende der Qualifikation um den Playoff-Einzug zittern. Das Team von Trainer Dario Kostovic rutschte durch zwei Niederlagen auf Rang 8 ab.

Gemeinsam auf Beutezug gehen die Bülacher Eisbären (am Puck Mirco Kägi, dahinter Teemu B. Berli und Yanick Thali) gegen La Chaux-de-Fonds, links mit Esteban Willemin. Die Unterländer verloren gegen die Jurassier 3:4.

Gemeinsam auf Beutezug gehen die Bülacher Eisbären (am Puck Mirco Kägi, dahinter Teemu B. Berli und Yanick Thali) gegen La Chaux-de-Fonds, links mit Esteban Willemin. Die Unterländer verloren gegen die Jurassier 3:4. Bild: Urs Brunner

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nur zwei Punkte Abstand beträgt Bülachs Differenz auf den Ranglistenneunten Ajoie. Anfang Saison haben sich die Unterländer im Feld der 13 Elite-B-Teams in der zweitstärksten Schweizer Junio­renliga mehr ausgerechnet. «Platz vier in der Qualifikation schien uns realistisch, weil wir im höheren Jahrgang 1997 momentan viele und starke Spieler haben», berichtet EHC-Bülach-TK-Chef Jean-Michel Thomet.

Nach 31 Meisterschaftsrunden stehen in der Bülacher Bilanz 14 Siege 17 Niederlagen gegenüber. Dabei fallen drei Aspekte auf. Gegen stärkere Teams liefen die Unterländer zuweilen zu Bestform auf wie beim 3:2-Erfolg in Thun oder dem 3:1 in La Chaux-de-Fonds. Gegen vermeintliche schwächere Gegner patzten die Bülacher dagegen, so wie beim 2:6 gegen Winterthur oder dem 1:3 gegen ­Morges. Zudem: Die Eis­bären liessen sich mehrere Male die Beute kurz vor Spielschluss noch entreissen. «Acht Spiele haben wir in dieser Saison in den letzten fünf Minuten noch verloren», berichtet Coach Kostovi?, der in Kloten, Lausanne, Ambrì, Lugano, Zürich (ZSC Lions), Zagreb und Russland gespielt hat.

Das Team der Bülacher Elite-B-Junio­ren ist von grosser Bedeu­tung. Pascal Müller, der Sportchef des EHC Kloten, sagt: «Bülach ist ein sehr wichtiger Partner für uns, und wir sind dankbar für diese Zusammenarbeit. Wir profitieren vom Bülacher Erstligateam sowie vom ­ganzen Bülacher Nachwuchsbereich. Dank den Bülacher Elite-B-Junioren haben die Klotener Junio­ren eine gute Austauschmöglichkeit. So kommen die Spieler zu genügend Eiszeit.»

Enorm wichtige Mannschaft

Das Bülacher Elite-B-Juniorenteam, das es seit fünf Jahren gibt, ist zudem wichtig für den EHC Bülach selber. «Es schaffen immer wieder eigene Elite-B-Spieler den Sprung in unser Fanionteam, mir kommen da spontan Lukas Walder, Yannick Waller, Boris Neher, Remo Ottiger, Nico Andersen, Yanik Togo, Patrick Pils, Timon Urech, Pascal Thomet und Sascha Figi in den Sinn», zählt Jean-Michel Thomet auf. Der TK-Chef ist stolz auf die Ausbildungsarbeit, die von den Juniorentrainern in Bülach geleistet wird. Er lobt aber auch die Verantwortlichen des Fanion­teams. «Martin Höhener, Daniel Hüni und Ricardo Schödler fördern und integrieren die Jungen optimal.»

Die jüngsten beiden Partien wider­spiegeln die bisherige Bülacher Saison. Gegen den Tabellenelften Winterthur verloren die Unterländer zu Hause deutlich mit 2:6. Und im Heimspiel gegen das bis dato punktgleiche La Chaux-de-Fonds gaben sie in den letzten vier Minuten einen 3:2-Vorsprung preis und unterlagen 3:4. «Natürlich sind wir nicht zufrieden, aber wir werden konzentriert weiterarbeiten», sagte Trainer Kostovi? danach.

Mentaltrainer soll helfen

Auch die Spieler lassen die Köpfe nicht hängen. «Gegen Chaux-de-Fonds war unsere Leitung nicht so schlecht, aber am Ende der Partie kamen wir nicht gut aus unserer Verteidigungszone her­aus, meinte Yanik Togo. Der 18-Jährige hat in der Saison 2015/16 bereits 24 Spiele für das Bülacher Fanion­team bestritten. Das Pfeiffersche Drüsenfieber, eine Handgelenksverletzung, und andere Bles­suren haben ihn etwas zurück­geworfen. «Ich muss Geduld haben und mich zurückarbeiten», sagt Yanik Togo.

Der 19-jährige Luca Fuhrer wünscht sich, dass die Bülacher öfter das umsetzen können, was sie sich vornehmen. «Wir wissen schon, was wir wollen, aber wegen Ungenauigkeiten kommen wir nicht immer ans Ziel», berichtet er. Trotz der sportlich nicht berauschenden Situation scheint die Stimmung im ­Team zu stimmen. Der Glattfelder Mirco Kägi (17) berichtet: «Ich bin im vergangenen Sommer als Neuer zum Team gestossen. Wir wurden gut aufgenommen, und wir werden noch immer respektiert.»

Trainer Dario Kostovic und ­seine Spieler unternehmen alles, damit es auch sportlich bald wieder rund läuft. Mit Marco Rietmann, dem Vater von Team­captain Pascal, wurde gar ein Mentaltrainer hinzugezogen.

Erstellt: 11.01.2017, 09:16 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles