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Davos lässt viele Chancen aus und verliert

Am ersten Spengler-Cup-Tag unterliegt der HC Davos dem Team Canada 1:2 und verliert damit unter dem neuen Trainer zum ersten Mal.

Gastgeber Davos misslingt der Start in den Spengler Cup: Der HCD unterliegt Team Canada 1:2.
Gastgeber Davos misslingt der Start in den Spengler Cup: Der HCD unterliegt Team Canada 1:2.
EPA/GIAN EHRENZELLER
Die Kanadier zeigen vor allem in den ersten beiden Dritteln eine starke Leistung. Die Ahornblätter gehen verdient mit 2:0 in Führung.
Die Kanadier zeigen vor allem in den ersten beiden Dritteln eine starke Leistung. Die Ahornblätter gehen verdient mit 2:0 in Führung.
EPA/MELANIE DUCHENE
Wegen der Niederlage muss der HCD bereits am Donnerstagabend wieder spielen. Der Gegner kommt aus Deutschland.
Wegen der Niederlage muss der HCD bereits am Donnerstagabend wieder spielen. Der Gegner kommt aus Deutschland.
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Für den HCD wachsen damit unter dem Teamverantwortlichen Harijs Witolinsch die Bäume vorerst noch nicht in den Himmel. In der Meisterschaft hatte der HCD in den ersten zwei Partien unter Witolinsch in Freiburg und daheim gegen Ambri-Piotta nach Rückständen jeweils 3:2 gewonnen.

Eine erfolgreiche Aufholjagd wäre auch gegen das Team Canada, den Turniersieger der letzten drei Jahre, wieder möglich gewesen - wenn nicht Linus Klasen im zweiten Abschnitt das offene Goal verfehlt hätte (26.), oder Dario Meyer nicht nur die Latte getroffen hätten (29.), oder die Davoser in doppelter Überzahl reüssiert hätten (31.). Weil aber nur der 21-jährige Ostschweizer Thierry Bader traf, der Sohn von Österreichs Nationaltrainer Roger Bader, kassierte Davos unter Harijs Witolinsch die erste Niederlage.

Lindbäck glänzt nur einmal nicht

Ganz unzufrieden war Witolinsch nach dem Spiel aber nicht. Das, was beim HC Davos unter Arno Del Curto und danach auch unter Interimscoach Michel Riesen nicht funktioniert hatte, das Defensiv-Verhalten, sah gegen die Kanadier gar nicht so schlecht aus. Der schwedische Goalie Anders Lindbäck (34 Paraden) glänzte ebenfalls - allerdings mit einer Ausnahme. In der 24. Minute liess er den Schuss von Matt D'Agostini aus spitzem Winkel zwischen Oberarm und Oberkörper ins Netz flutschen.

Aus dem Faux-pas resultierte das 2:0 für das Team Canada - der Rückstand liess sich trotz erstaunlicher Steigerung ab dem zweiten Abschnitt nicht mehr wettmachen. Dank Lindbäcks Paraden durfte Davos aber im Finish noch auf eine Wende hoffen. Kanada dominierte die Startphase klar und hätte nach den ersten 20 Minuten (17:6 Torschüsse) klarer als 1:0 führen müssen. Und dieses erste kanadische Goal sorgte erst noch für viel Diskussionen. Die Referees anerkannten den Treffer zu Recht, obwohl Zach Boychuk den Puck mit dem Schlittschuh ins Tor beförderte. Eine Kick-Bewegung war nicht auszumachen.

Fünfte Niederlage in Serie gegen Team Canada

Anschliessend liess Davos den Treffer von den Linienrichtern auch noch auf Offside prüfen. Tatsächlich war ein Kanadier zu früh in die Angriffszone hinein gefahren, allerdings verliess er die Zone nochmals, ehe er die Scheibe behändigte. Später wurde nochmals das Video konsultiert: Ein kanadischer Treffer, es wäre das 2:0 durch D'Agostini gewesen, wurde aberkannt, weil das Tor zuvor von Goalie Lindbäck um wenige Zentimeter verschoben worden war.

An Davoser Niederlagen am Spengler Cup gegen das Team Canada gewöhnte man sich in den letzten Jahren. 2014 gewann der HCD letztmals mit 2:1, seither setzte es nur noch Niederlagen ab: 0:2 und 5:6 (2015), 3:4 (2016), 1:4 (2017) und jetzt 1:2. In den letzten drei Jahren holte das Team Canada den HCD mit den Titelgewinnen Nummern 13 bis 15 am Spengler Cup auch als Rekordsieger ein.

Nun gegen deutsches Team

Davos steht bereits am Donnerstag wieder im Einsatz - gegen die Ice Tigers aus Nürnberg aus der Deutschen Eishockey-Liga im Abendspiel. Um alles oder nichts geht es dabei noch nicht: Alle sechs Teams spielen ab Samstag noch in den Playoffs mit. Am Donnerstagnachmittag kommt es ausserdem zum Duell zwischen KalPa Kuopio aus Finnland und Ocelari Trinec (1:2 nach Penaltyschiessen am Mittwoch gegen Metallurg Magnitogorsk)

Davos - Team Canada 1:2 (0:1, 1:1, 0:0) 6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Watson (SUI/CAN), Castelli/Progin (SUI). Tore: 6. Boychuk (Despres, Dalpe) 0:1. 24. D'Agostini (Ebbett) 0:2. 39. Bader 1:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Team Canada. Davos: Lindbäck; Kparghai, Nygren; Stoop, Du Bois; Buchli, Sanguinetti; Jung, Heldner; Meyer, Lindgren, Ambühl; Marc Wieser, Dino Wieser, Hischier; Egli, Aeschlimann, Pestoni; Klasen, Bader, Simion. Team Canada: Fucale; Wiercioch, Bieksa; Quincey, Fabbro; Noreau, Despres; Curran; Emmerton, Boychuk, Dalpe; DiDomenico, D'Agostini, Ebbett; Lapierre, Moore, Micflikier; Cracknell, Mitchell, Gagnon, Winnik. Bemerkungen: Davos ohne Barandun (U20), Sandell (verletzt), Payr, Rödin, Corvi und Frehner (alle überzählig). - Timeout Davos (6./Coach's Challenge). - Dalpe scheitert mit Penalty an Lindbäck (26.). - Lattenschuss Meyer (29.).

Rangliste: 1. Team Canada 1/3. 2. Ice Tigers Nürnberg 0/0. 3. Davos 1/0.

SDA/jd

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