Dielsdorf

Dielsdorf-Niederhasli geht Puste aus

In der Gruppe 1 der 2. Liga gewann Wallisellen das Unterländer Derby bei Dielsdorf-Niederhasli 3:2 nach Verlängerung. Für das Team aus dem Bezirkshauptort war es bereits die vierte Niederlage in Serie.

Kraftlos in dieser Situation kann der Dielsdorf-Niederhasler Mischa Breiter (links) den Walliseller Siegtorschützen Diego Kaufmann (rechts) nicht stoppen. Kaufmann war zudem, zusammen mit dem Dielsdorf-Niederhasler Sandro Marzo, bester Spieler im Unterländer Derby.

Kraftlos in dieser Situation kann der Dielsdorf-Niederhasler Mischa Breiter (links) den Walliseller Siegtorschützen Diego Kaufmann (rechts) nicht stoppen. Kaufmann war zudem, zusammen mit dem Dielsdorf-Niederhasler Sandro Marzo, bester Spieler im Unterländer Derby. Bild: Christian Merz

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Die Leistungskurve von Dielsdorf-Niederhasli zeigt nach un­ten. Am 13. Oktober gewann das Team von Trainer Michael Ungricht das Unterländer Derby in Wallisellen 5:4. Nach der damals vierten Meisterschaftsrunde dieser Saison belegte die Equipe aus dem Bezirkshauptort mit neun Punkten den 3. Zwischenrang. In der Zwischenzeit und neun Partien später hat die Mannschaft nur noch sechs Zähler geholt und ist in der Tabelle auf den 7. Platz abgerutscht.Die sportliche Talfahrt des EV Dielsdorf-Niederhasli hat einen Hauptgrund: der zu knappe Kader. «Vier Spieler, die uns vor der Saison zugesagt haben, sind plötzlich abgesprungen», berichtet Ungricht. Die Dielsdorf-Niederhasler können im Gegensatz zu ihren Konkurrenten keine Partie mit je vier Verteidigungs- und Sturmlinien bestreiten. Das geht natürlich an die Substanz. Leistungsträger wie Sandro Marzo, Michael Mettler, Fabian Rufer oder Ricardo Basarte zum Beispiel werden im Power- und im Boxplay eingesetzt. Sie stehen wie ihre Teamkollegen überdurchschnittlich lang auf dem Eis. Und kassiert dann einmal ein Spieler wie Basarte gegen Wallisellen in der 39. Minute eine Zwei- plus Zehnminutenstrafe, fällt das Liniengleichgewicht vollends auseinander.

Wallisellens Superserie

«Wenn der Kader knapp ist, kann man im Training auch nicht immer spielbezogen trainieren», weist EVDN-Coach Michael Ungricht auf ein weiteres Problem hin. Gegen Wallisellen im Derby vorgestern Samstag war Gastgeber Dielsdorf-Niederhasli im ersten Drittel leicht unterlegen und ging mit einem 0:1-Rückstand in die erste Pause. Im zweiten Drittel aber drehten die Bezirkshauptstädter auf und schossen verdient den Ausgleich. Im Schlussabschnitt führten die Glattaler wieder die etwas feinere Klinge. Sie gingen in der 47. Minute erneut in Führung. Diese glich aber Sandro Marzo mit einem Geniestreich postwendend wieder aus. Es blieb nach 60 Minuten beim 2:2. In der Verlängerung hatte das mit einem grösseren Kader angetretene Wallisellen mehr Kraft und gewann dank eines Tores von Diego Kaufmann in der 64. Minute 3:2.

Trainer loben Kaufmann

Das Walliseller Team von Trainer Don McLaren feierte im Derby seinen achten Meisterschaftserfolg in Serie. «Wir haben am Mittwoch noch bei uns in Wallisellen im Cup gegen Erstligist Arosa vor über 200 Zuschauern gespielt und trotz guter Leistung 2:7 verloren. Wir waren deshalb in Dielsdorf mental etwas müde», sagte McLaren nach dem Derbysieg. Der Trainer profitiert in der aktuell erfreulichen Erfolgsphase in der Meisterschaft auch von seinem grossen Kader. Trotz der gewichtigen Ausfälle vorgestern Samstag von Ausnahmestürmer Michael Dittli (Magen-DarmGrippe), Kevin Degonda (erhielt gegen Arosa einen Stock ins Gesicht), Thierry Gotti (Schnitt in einer Sehne, fällt bis Ende Januar aus), Sven Seiler (Hirnerschütterung) und Sandro Nievergelt (geht bald auf Weltreise) konnte der Trainer in Dielsdorf sieben Verteidiger und elf Stürmer aufs Eis schicken.

Siegtorschütze Diego Kaufmann leistete im Angriff Doppeleinsätze. Der 29-Jährige war nicht nur aus diesem Grund für die Walliseller Trainer McLaren und Florian Setzer der beste Spieler ihres Teams in Dielsdorf. «Diego hat fehlerfrei gespielt. Mit Herz. Körperbetont. Und trotz seiner Doppeleinsätze hat er noch nach hinten gearbeitet», begründete Setzer.

Erstellt: 16.12.2018, 16:04 Uhr

Dielsdorf-Niederhasli - Wallisellen n. V. 2:3

(0:1, 1:0, 1:1). Erlen. – 157 Zuschauer. – SR Lamers, Blasbalg. – Tore: 15. Brändle (Hauser) 0:1. 32. Rufer (Volkart/Ausschluss Bucher) 1:1. 47. (46:49) Brändle (Bucher) 1:2. 48. (47:52) Marzo (Ghelfa) 2:2. 64. Kaufmann (Capelli) 2:3. – Strafen: 5x2 plus 1x10 (Basarte) gegen Dielsdorf-Niederhasli; 4x2 gegen Wallisellen. – EV Dielsdorf-Niederhasli: Buri; Volkart, Peter; Breiter, Ghelfa; J. Heuberger, Hofer; Berli, Rufer, Basarte; Sartori, Scheurmann, Traxler; Narishkin, Marzo, Mettler; Busse. – Wallisellen: Widmer; Hügli, Aeschlimann; Bucher, Brändle; Hirzel, Hauser; Capelli, Chevalley, Kaufmann; Hürzel, Danuser, Büchel; Cattaneo, Hirt, Volk; Weiss, Schärli, Genhart.

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