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Eine kalte Dusche für die Bülacher Eisbären

In der viertletzten Qualifikationsrunde der Eishockey-MSL hat Bülach das wichtige Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Chur 2:4 verloren.

Churs Goalie Dario Caduff vereitelt einmal mehr eine Torchance der Bülacher Remo Ottiger (links) und Mirco Kägi
Churs Goalie Dario Caduff vereitelt einmal mehr eine Torchance der Bülacher Remo Ottiger (links) und Mirco Kägi
Leo Wyden

Kurz nach Spielhälfte und mitten in der besten Phase der Gastgeber bestrafte der Churer Luca Schommer eine Unachtsamkeit in der Bülacher Hintermannschaft und erzielte mit einem herrlichen Backhandschuss das wegweisende 3:2. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Ramon Schaufelberger keine Minute zuvor mit einem Doppelschlag für den schnellen Ausgleich gesorgt. Zuerst glückte Jan Lee Hartmann das Anschlusstor, und nur 47 Sekunden später stocherte Remo Ottiger, nach einer brillanten Einzelleistung seines Mitspielers Nico Andersen, den Puck zum 2:2 ins Netz.

Bülachs Verteidiger Joel Steinauer, der mit einer B-Lizenz von Thurgau ausgeliehen ist, haderte nach Spielschluss mit dem wegweisenden dritten Gegentor: «Ein miserabler Wechselfehler von uns hat zum erneuten Rückstand geführt.» Auch Topskorer Dennis Barts machte das 2:3 als Knackpunkt aus. «Nach dem frühen Zweitore-Rückstand haben wir uns gesteigert. Ab dem zweiten Drittel haben wir den Gegner sogar klar dominiert» schilderte er. «Schade, dass wir beim 3:2 der Churer in einen Konter gelaufen sind – das war definitiv ein Dämpfer für uns.»

Zu viele Fehler im Spiel

Tatsächlich hatte die Partie für die Bülacher bereits sehr schlecht begonnen. In der 2. Minute unterlief Scott Halberstadt ein Eigentor, indem er einen ungefährlichen Querpass des Gegners mit dem Schlittschuh ins eigene Tor ablenkte. Danach erhöhten die Churer mit einem schön herausgespielten Powerplay-Tor auf 2:0. In der eiskalten Sportanlage Hirslen sorgten denn auch vornehmlich die zahlreichen und lautstarken Bündner Anhänger auf den Rängen für Stimmung.

Bild: Leo Wyden
Bild: Leo Wyden

Nach dem erneuten Rückstand, den sie unmittelbar nach ihrem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer bei Spielhälfte hinnehmen mussten, kassierten die Eisbären kurz vor der letzten Pause ein weiteres vermeidbares Gegengoal. Einen harmlosen Schuss des Churers Andreas John lenkte Bülachs Torhüter Joel Messerli unglücklich ins eigene Tor zum 2:4 ab. Im Schlussdrittel suchten die Hausherren vermehrt die Offensive. Doch Sascha Figi, Lukas Walder und Dominik Devaja scheiterten am guten Churer Goalie Dario Caduff. So mussten die Bülacher innerhalb von nur vier Tagen zweimal gegen den denselben Gegner das Eis als Verlierer verlassen.

Playoff-Rhythmus fehlt noch

Bülachs robuster Verteidiger Marvin Alena kommentierte hernach: «Leider konnten wir unsere guten Vorsätze nicht umsetzen. Das Startdrittel haben wir komplett verschlafen und nie zu unserem Spiel gefunden.» Ausserdem bemängelte der 23-Jährige, der in den vergangenen Tagen den Vertrag mit den Eisbären um eine weitere Saison verlängert hat: «Uns sind zu viele Abspielfehler passiert. Ausserdem haben uns die letzte Konsequenz und die Effizienz im Abschluss gefehlt.»

Sein enttäuschter Trainer Ramon Schaufelberger analysierte: «Wie schon am Samstag in Chur waren wir auch diesmal am Anfang nicht bereit. Die Bündner sind im Gegensatz zu uns schon im Playoff-Rhythmus. Sie haben die wichtigen Dinge im Spiel besser gemeistert als wir und deshalb zweimal verdient gewonnen.» Obwohl sein Team durch die zwei Niederlagen in der Tabelle auf Rang 6 abgerutscht ist und sein Vorsprung auf den ersten Platz in der Abstiegsrunde (9.) auf nur noch zwei Zähler zusammengeschmolzen ist, äusserte sich der 33-jährige Coach vor den letzten drei Qualifikationsspielen zuversichtlich: «Wir sind immer noch auf gutem Kurs. Wenn wir zukünftig unsere individuellen Fehler vermeiden, werden wir die nötigen Punkte fürs Playoff sicher noch holen.»

Bild: Leo Wyden
Bild: Leo Wyden

Jetzt gegen Seewen siegen

An diesem Samstag empfangen die Eisbären um 17.45 Uhr in der Hirslen die knapp unter dem Strich platzierten Seewemer. «Mit dem nötigen Kampfgeist und einem grossen Herzen werden wir sicher wieder ein positives Resultat erzielen», schätzte Schaufelberger.

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