Kloten

Gerber im Strichkampf gegen seinen Stammklub gefordert

Die Kloten Flyers sind im Kampf um die Playoff-Qualifikation vor allem auch auf ihren Goalie Martin Gerber angewiesen. Dabei könnte dem 41-jährigen früheren NHL-Keeper seine Routine entgegenkommen.

Martin Gerber schirmt das Klotener Torgehäuse sicher ab.

Martin Gerber schirmt das Klotener Torgehäuse sicher ab. Bild: Keystone

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Wo hat Martin Gerber nicht schon überall gespielt. In Schweden, in der NHL und in Russland. Er wurde mit Färjestad BK schwedischer Meister, gewann mit den Carolina Hurricanes den Stanley Cup und mit der Schweizer Nationalmannschaft eine WM-Silbermedaille. 2000 gewann er die Wahl zum Schweizer Torhüter des Jahres. In der NLA spielte der Routinier bislang nur für seinen Stammverein SCL Tigers (1994 bis 2001) und seit 2013 für Kloten. Meister wurde Gerber hierzulande nie, sein grösster Erfolg ist bislang der Aufstieg mit Langnau 1998 in die NLA geblieben. Und dort, in der vertrauten Ilfishalle, muss er heute Freitag mit den Kloten Flyers antreten.

Wieder einmal steht ein Strichkampf an, haben sich die Emmentaler doch mit starken Leistungen im neuen Jahr als Playoff-Kandidat zurückgemeldet und liegen nur noch vier Punkte hinter den Kloten Flyers. Wegen ihrer inkonstanten Leistungen weisen die Zürcher Unterländer nach 39 Partien immer noch drei Punkte Rückstand auf den Strich auf. Letztmals gewannen die Flyers am 23. Oktober 2015 mit einem 5:3 in Langnau mehr als eine Partie in Folge. Gerber kann sich die Schwankungen auch nicht recht erklären: «Wir benötigen sehr viel Aufwand und Energie, um Tore zu erzielen. Vielleicht fehlt einfach etwas das Selbstvertrauen.» Er selber hat übrigens mit Langnau 1997 gegen Martigny als erster Torhüter in der Schweiz selber ein Tor geschossen. Das Team komme zu vielen Chancen und werde von den Gegnern praktisch nie dominiert, fährt Gerber fort. Tatsächlich hat Kloten im neuen Jahr nie mit mehr als einem Treffer Differenz verloren.

Er möchte länger bleiben

Zweitens fällt neuerdings die Heimschwäche auf. Von jüngsten vier Partien in der Swiss-Arena konnte Kloten keine für sich entscheiden, der letzte Heimsieg war ein 3:1 gegen die ZSC Lions am 11. Dezember 2015. «Niederlagen im eigenen Stadion sind frustrierend, in dieser wichtigen Phase der Meisterschaft müssten wir vor unserem Publikum gewinnen», sagt Martin Gerber.

Der Torhüter möchte auch in der kommenden Saison für Kloten spielen und hat dies dem Verein bereits kommuniziert. Gerber hat zwar auch bessere Spielzeiten erlebt und kommt bislang lediglich auf eine Fangquote von 89,73 Prozent. Doch mit seiner Klasse und Routine ist er immer noch ein Rückhalt. Zuletzt liess er beispielsweise in Ambri einen haltbaren Treffer zu, sicherte seinem Team danach aber mit einer Klasseleistung den 3:1-Sieg. Auf einen Martin Gerber in Form sind die Kloten Flyers auch in den Partien in Langnau und gegen Lausanne angewiesen.

Erstellt: 21.01.2016, 16:46 Uhr

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