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Klotens Gala-Auftritt nach der Gala

An der Tabellenspitze kann Kloten nach dem 8:1-Sieg höchstens noch von Ajoie bedrängt werden.

Klotens Topskorer Eric Faille (r.) lenkt das Spiel früh in die richtigen Bahnen. In der 8. Minute bezwingt er Philip Wüthrich zum 2:0.
Klotens Topskorer Eric Faille (r.) lenkt das Spiel früh in die richtigen Bahnen. In der 8. Minute bezwingt er Philip Wüthrich zum 2:0.
Marcel Bieri

Ein Sprichwort sagt: Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er nicht erlegt ist. Also den ersten Platz nicht feiern, bevor er wirklich auch rechnerisch hieb- und stichfest feststeht. So denkt Klotens Trainer Per Hanberg. Deshalb wollte er noch nicht vom Qualifikationssieg sprechen, nachdem sein Team in Langenthal 8:1 (2:0, 6:1, 0:0) gewonnen hatte. Natürlich weiss auch er, dass schon sehr viel passieren muss, damit Kloten am 19. Februar nicht als Nummer 1 der Swiss League ins Playoff geht.

Olten hat zwei Punkte gegen die GCK Lions abgegeben und kann Kloten nicht mehr einholen. Nur noch Ajoie verbleibt als Gegner, die Pruntruter liegen sechs Punkte zurück und können noch zu Kloten aufschliessen. Dazu müssen sie aber zuerst einmal aus den zwei Partien gegen La Chaux-de-Fonds (h) und die EVZ Academy (a) das Punktemaximum holten. Und zweitens darauf hoffen, dass der EHC aus den zwei Partien vom 11. Februar gegen Visp und vom 15. in Weinfelden gegen Thurgau keinen Punkt holt. Sollte das wirklich eintreffen, ist da drittens noch die Tordifferenz, die bei Punktgleichheit entscheidet (beide Teams holten aus den vier Direktbegegnungen je sechs Punkte): Da steht Kloten momentan um 22 Treffer besser da.

Revanche geglückt

Auch dank des Auftritts nach der Gala. Am Freitagabend hatte der EHC im Schluefweg zu seiner ersten Gala geladen, für alle ausser für das Team zu einem perfekten Zeitpunkt. Die Mannschaft konnte natürlich nicht bis zum Ende das Anlasses bleiben, denn sie hatte ja am Samstag um 17.30 Uhr den Match in Langenthal zu bestreiten. Das Spiel wurde zu einem Gala-Auftritt des EHC Kloten.

Gegen das Team, das ihn letzte Saison im Viertelfinal eliminiert hatte, gegen das er im ersten Swiss-League-Winter wenig hatte ausrichten können, die Mannschaft auch, die das letzte Duell in der Swiss Arena noch 3:2 gewonnen hatte, zauberte Kloten. Sechs Tore schoss die Mannschaft im Mitteldrittel, so viel wie noch nie zuvor in dieser Saison in einer Periode. In der 26. Minute brachte Ian Derungs mit dem 1:3 für Langenthal leise Hoffnung zurück, 14 Minuten später stand ein 1:8 auf der Anzeigetafel.

Superbowl-Party

“Gute Defensive kann sehr viel Tore bringen», freute sich Hanberg. Er verzichtet dieses Mal, gegen die erste Linie des Gegners eine Checker-Formation aufzustellen. Er überliess das dem Toptrio Faille, Figren und Knellwolf. «Offensive ist manchmal die beste Verteidigung», lächelte der Schwede. Und er wurde ein weiteres Mal bestätigt, dass diese drei Spieler enorm gut unterwegs sind. Sie schossen wieder die Hälfte der Goals, Figren und Faille stehen bei je 19 Goals, Knellwolf bei 17. «Dazu werden andere immer besser», fasste Hanberg zusammen. Und dann war da noch der spezielle Moment: Bei 4:4 erzielte Verteidiger Gian Janett sein erstes Tor in einer Profiliga. Zur Belohnung durfte er am Ende gar noch in einem Powerplay an der blauen Linie auftreten.

Faille steht nun als Nummer 3 der Liga bei 69 Punkten (50 Assists). Er sieht den Grund für die neue Stärke seiner Formation darin: «Vor vier, fünf Spielen diskutierten wir noch einmal miteinander, wir einigten uns darauf, viel mehr Pucks aufs Goal zu bringen. Und das klappt.» Dass Kloten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Nummer 1 ins Playoff geht, sieht er «als nächsten Schritt auf unserer Reise». Auch er weiss, dass Kloten vor einem Jahr nur gerade als fünftbestes Team ins Playoff ging.

Die Klotener geniessen zu Wochenbeginn den einen oder anderen freien Tag, am Sonntagabend aber hatten sie einen gemeinsamen Termin: Eine Superbowl-Party war angesagt.

Kommt Himelfarb?

Auf der Suche nach Verstärkungen für das Playoff scheint Kloten – so berichten zumindest unabhängig voneinander Quellen aus Schweden und Kanada – einen weiteren Spieler mit B-Lizenz verpflichtet zu haben: Den Center Eric Himelfarb. Der 37-Jährige besitzt seit der Heirat mit einer Schweizerin 2019 den Schweizer Pass, er spielte in diversen Clubs in Schweden und in der Schweiz in Biel, Lausanne, Thurgau und Langenthal (wo er auch unter Per Hanberg trainierte). Aktuell ist er mit dem EHC Basel in der MySports League beschäftigt. Ein dritter Ausländer, der bis am 15. Februar verpflichtet sein muss, wird hinzukommen.

Langenthal - Kloten 1:8 (0:2,1:6, 0:0)

Schoren. – 2722 Zuschauer. – SR Eichmann, Erard; Kehrli/Ammann.Tore: 6. Figren (Faille, Knellwolf) 0:1. 8. Faille (Ganz, Figren) 0:2. 22. Froget (Marchon) 0:3. 26. Derungs (Benik) 1:3. 30. Füglister (Stämpfli) 1:4. 32. Gian Janett (Forget; 4:4) 1:5. 37. Knellwolf (Faille) 1:6. 39. Truttmann 1:7. 40. Faille (Stämpfli) 1:8. – Strafen: 2-mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Weber) gegen Langenthal, 3-mal 2 plus 10 Minuten (Kellenberger) gegen Kloten.Kloten: Nyffeler; Stämpfli, Steiner; Gian Janett, Ganz; Kellenberger, Kälin; Figren, Faille, Knellwolf; Marchon, Forget, Lehmann; Truttmann, Lemm, Obrist; Wetli, Sutter, Füglister; Krakauskas.Bemerkungen: Kloten ohne Harlacher, Kindschi, Luis Janett, Mettler (verletzt), Back (krank), Grossniklaus, Sturny (Langnau).

Resultate: Langenthal - Kloten 1:8. Olten - GCK Lions 4:5 n.V. EVZ Academy - Winterthur 6:4. La Chaux-de-Fonds - Sierre 4:2.

Rangliste: 1. Kloten 42/95. 2. Ajoie 42/89. 3. Olten 42/87. 4. Visp 42/78. 5. Thurgau 42/77. 6. Langenthal 42/73. 7. La Chaux-de-Fonds 42/61. 8. GCK Lions 42/59. 9. Sierre 42/43. 10. EVZ Academy 42/42. 11. Winterthur 42/28. 12. Biasca Ticino Rockets 42/24.

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