Eishockey

Kloten mit roter Laterne gegen Davos

Gastgeber Kloten will heute Freitag in der Swiss-Arena gegen das Spitzenteam Davos im vierten Spiel den ersten Saisonsieg realisieren. Mit der Rückkehr von Nationalstürmer Vincent Praplan gibt es dabei immerhin einen Hoffnungsschimmer.

In Lugano fuhren die Klotener am Dienstag eine knappe 2:3-Niederlage ein.

In Lugano fuhren die Klotener am Dienstag eine knappe 2:3-Niederlage ein. Bild: Keystone

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2009 und 2011 sind sich die damaligen Kloten Flyers und der HC Davos im Playoff-Final gegenübergestanden. Beide Male setzten sich die Bündner durch. Auch in den Jahren danach konnte man das Duell zwischen dem Rekordmeister aus dem Landwassertal und den Zürcher Unterländern noch oft als Spitzenspiel verkaufen. Doch wenn sich die beiden alten Rivalen heute Freitag in der Swiss-Arena wieder einmal sehen, ist alles anders.

Das gilt freilich nicht für Davos: Das Team von Kulttrainer Arno Del Curto hat sich mit einem ­geglückten Saisonstart in der Tabelle früh als erster Verfolger des Leaders ZSC Lions eingereiht. Im Gegensatz dazu wird Kloten um 19.45 Uhr ohne einen Punkt auf dem Konto mit der roten Laterne einlaufen.

Swiss-Arena gestern Donnerstag: Abschlusstraining des EHC. Es ist kühl geworden rund um das Stadion im Klotener Hardwald, es stürmt und regnet phasenweise intensiv. Das nahe Freibad ist wie ausgestorben. Im Innern der Eishalle jedoch wird konzentriert gearbeitet. Der verletzte Center Tommi Santala sieht zu, auch Sportchef Pascal Müller nimmt das Training unter die ­Lupe.

Immerhin drei Journalisten sind gekommen, das ist deutlich über dem Durchschnitt. Der eigentliche Grund dafür: die Rückkehr des Nationalstürmers Vincent Praplan aus dem Rookie-Camp in San Jose. Der Stürmer hatte auch noch ein Aufgebot für das NHL-Camp der San Jose Sharks. Doch er kehrte nun vorzeitig zurück – landete allerdings erst am Nachmittag in Kloten. Und ein neuer Ausländer ist auch noch nicht auf dem Eis zu sehen.

Kein brennender Baum

Sportchef Pascal Müller äussert sich dennoch optimistisch: «Wir haben nach drei Spielen noch keinen Punkt. Klar, das ist nicht gut. Aber deswegen brennt jetzt nicht der Baum in Kloten.» Es sei derzeit mit den vielen verletzten Akteuren einfach schwierig. «Wir haben in der Vorbereitung meistens mit den gleichen Formationen gespielt, jetzt mussten die Trainer immer wieder umstellen», führt Müller aus.

Das ist vor allem im Powerplay nicht zu übersehen. Zudem seien die Leistungen bisher besser als die Resultate gewesen, betont er. Dass so auf die Dauer kein Erfolgsrezept aussehen kann, weiss natürlich auch er. «Gut spielen und verlieren ist die vielleicht schlechteste Variante, die es gibt», sagt Müller, «aber jetzt haben wir gegen Davos und Zug wieder zwei Chancen, um zu punkten. Wir müssen vorwärts schauen.»

Immerhin ist nun Vincent Praplan wieder dabei. Das allein wird aber nicht reichen. «Jetzt einfach zu hoffen, dass mit ihm alles gut wird, kann nicht die Vorgabe sein. Einer allein kann nicht viel ausrichten, es braucht das ganze Team», fordert Sportchef Müller denn auch.

Erstellt: 15.09.2017, 11:01 Uhr

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