Kloten

Legenden coachen Junioren

Morgen Freitag starten die Elite-A-Junioren des EHC Kloten mit der Partie bei Ambri-Piotta in die Saison. Ex-Nationalspieler André Rötheli beginnt dort seine dritte Spielzeit als Trainer des Teams.

André Rötheli trainiert die  Klotener Elite-A-Junioren

André Rötheli trainiert die Klotener Elite-A-Junioren Bild: Madeleine Schoder

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Dass eine Elite-A-Junioren-Mannschaft gleich von zwei Schweizer Spielerlegenden wie André Rötheli und Felix Hollenstein trainiert wird, ist in der Schweizer Eishockey-Landschaft schon erstaunlich. Doch Rötheli, immerhin 74-facher Nationalspieler und Schweizer Meister mit Zug, Lugano sowie Bern, muss lachen: «Bei den jungen Leuten sind wir doch kaum mehr bekannt.» Was natürlich nicht wirklich stimmt.Rötheli, der zwischen 2012 und 2015 als Sportchef der damaligen Kloten Flyers wirkte, geht nun schon in seine dritte Saison als Cheftrainer der höchsten Klotener Nachwuchsequipe. Ein Job, der ihm sichtlich Freude bereitet: «Es ist wirklich cool, mit jungen Spielern zu arbeiten. Zudem klappt die Zusammenarbeit mit Fige Hollenstein perfekt.»

Vier schafften den Sprung

Früher galt die Nachwuchsab­teilung des EHC Kloten in der Schweiz als führend. Dann folgte eine gewisse Baisse, die gemäss Rötheli nun aber überwunden ist: «Wir machen bei den Junioren Fortschritte. Allerdings haben auch die anderen Vereine viel in den Nachwuchs investiert, sodass eine Dominanz wie früher gar nicht mehr möglich ist.» In der vergangenen Saison beendeten die Klotener Elite-A-Junioren die Qualifikation auf dem 5. Platz. In den Playoffs setzten sie sich im Viertelfinal gegen Davos durch und schieden im Halbfinal gegen Zug aus. Das Duell um den 3. Platz verloren die jungen Klotener dann gegen Genf-Servette.

Man kann davon ausgehen, dass Rötheli für die neue Saison eine sportliche Steigerung erwartet. Doch er relativiert: «Es ist bei uns sehr schwierig, konkrete Ziele zu formulieren. Während der Saison gibt es immer wieder Änderungen im Kader. Und für die Playoffs rüsten dann Clubs wie die GCK Lions, Zug oder Bern auf.» Aber klar, die Playoffs will er natürlich erreichen – mit leicht verändertem Kader.

Mit Alain Bircher, Thierry Bader, Serge Weber und Patrick Zahner sind vier Leistungsträger der vergangenen Spielzeit nicht mehr dabei, sie sind ins Fanionteam oder ins NLB-Partnerteam Winterthur befördert worden. Weitere vier Spieler werden zu Beginn dieser Saison in Winterthur engagiert sein.

«Young Flyers» ändern wenig

Mit der Saisonvorbereitung zeigt sich Trainer André Rötheli zufrieden: «Alle Spieler haben eine Chance erhalten. Nach 14 Tagen habe ich dann das Kader schon um acht Leute reduziert. Die Resultate in den Testspielen sind aber nicht so aussagekräftig.» In dieser Saison wird Klotens Nachwuchsabteilung via den Verbund «Young Flyers» enger mit den Partnerteams Winterthur, Bülach sowie Dielsdorf-Niederhasli zusammenarbeiten. Grosse Änderungen erwartet André Rötheli dadurch aber nicht. «Das Konzept ist toll, betrifft aber vor allem auch die administrative Seite der Vereine», sagt er.

«Roots» Rötheli kann sich durchaus vorstellen, noch längerfristig mit den Klotener Talenten zu arbeiten. Doch auch die Arbeit als NLA-Trainer hat er schon ein wenig kennen gelernt. Als Felix Hollenstein vor Jahren zweimal als Cheftrainer der damaligen Flyers gesundheitlich ausgefallen war, hatte Rötheli das Klotener Fanionteam kurzfristig bei Spielen in Davos und gegen die ZSC Lions im Hallenstadion mitgecoacht. Nebenbei: Der Trainer würde sich freuen, wenn in dieser Saison etwas mehr Zuschauer Heimspiele seiner Elite-A-Junioren in der Swiss-Arena verfolgen würden.

Erstellt: 06.09.2017, 23:51 Uhr

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