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Metallurg siegt dank Schlussspurt

Der Davoser Spengler Cup startet ohne das erwartete Spektakel. Metallurg Magnitogorsk setzt sich gegen Ocelari Trinec mit 2:1 nach Penaltyschiessen durch.

Der entscheidende Treffer im Penaltyschiessen: Ljubimow trifft für die Russsen.
Der entscheidende Treffer im Penaltyschiessen: Ljubimow trifft für die Russsen.
Gian Ehrenzeller, Keystone

Das Duell im Startspiel zwischen den formstärksten Teams im Spengler-Cup-Feld hielt nicht ganz, was es versprochen hatte. Die Partie verlief zwar rassig, temporeich, jedoch fehlten die Tore. Die Goalies prägten das Bild. Bis zur 53. Minute führte der souveräne tschechische Leader Ocelari Trinec 1:0, dann gelang Maksim Matuschkin für Metallurg der Ausgleich. Im Penaltyschiessen reüssierte als einziger der Russe Roman Ljubimow.

Für die russische Liga KHL startete der Spengler Cup am Ende doch noch nach Mass. Die Duelle zwischen KHL-Equipen und den übrigen europäischen Spitzenteams beschränken sich fast nur noch auf den Spengler Cup. In Davos wartet die russische Liga aber seit acht Jahren (SKA St. Petersburg) auf einen Turniersieg.

Metallurg Magnitogorsk verdiente sich am Ende den Sieg dank eines imposanten Schlussspurts. Die Russen hatten die Partie nachlässig begonnen. Nach der zweiten Pause wirbelten sie Trinec aber durcheinander (15:5 Schüsse in den letzten 25 Minuten). Beim Ausgleichstreffer bekundete Metallurg aber Glück, dass Trinecs überragender Goalie Simon Hrubec (30 Paraden) die nahe Torecke offengelassen hatte.

Goalie verletzt sich im Penaltyschiessen

Ungewöhnliches spielte sich im Penaltyschiessen ab: Trinec schickte Petr Kvaca, den Torhüter-Nummer-2, aufs Eis. Kvaca zog sich beim dritten russischen Penalty eine Zerrung zu, wohl weil er sich nicht richtig hatte aufwärmen können. An dieser Verletzung wird Vaclav Varada (ex-Davos und -Langnau) keine Freude haben. Varada ist Headcoach von Trinec, weilt aber nicht am Spengler Cup, weil er Tschechiens U-20-Auswahl an der Junioren-WM in Vancouver coacht. Assistent Marek Zadina betreut das Team im Bündnerland.

Nur 5359 Zuschauer besuchten das Eröffnungsspiel - so wenige wie in der Neuzeit nie mehr am Stephanstag in Davos.

Telegramm:

Ocelari Trinec - Metallurg Magnitogorsk 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0) n.P.

5359 Zuschauer. - SR Hebeisen/Wiegand, Gnemmi/Wüst.–Tore: 23. Adamsky (Roth, Svacina/Ausschluss Pakarinen) 1:0. 53. Matuschkin (Rasmussen, Pakarinen) 1:1. - Penaltyschiessen: Ljubimow 0:1, Ruzicka - (Pfosten); Pakarinen - (gehalten), Bukarts - (gehalten); Matuschkin - (gehalten), Polansky - (gehalten).–Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Ocelari Trinec, 2-mal 2 Minuten gegen Metallurg Magnitogorsk.

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