Kloten

Schlagenhauf schürt Hoffnungen

Der EHC Kloten will den Schwung des 3:1-Sieges gegen Lugano vom vergangenen Dienstag heute mit nach Davos nehmen. Der formstarke Stürmer Roman Schlagenhauf (28) soll erneut für Tore sorgen.

Steter Gefahrenherd –  EHC-Kloten-Stürmer Roman Schlagenhauf (blauer Dress) beschäftigte am vergangenen Dienstag immer wieder die Lugano­Defensive mit Torhüter Daniel Manzato und Verteidiger Massimo Ronchetti (links).

Steter Gefahrenherd – EHC-Kloten-Stürmer Roman Schlagenhauf (blauer Dress) beschäftigte am vergangenen Dienstag immer wieder die Lugano­Defensive mit Torhüter Daniel Manzato und Verteidiger Massimo Ronchetti (links). Bild: Keystone

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Wie kann man das erklären? Da hat der EHC Kloten zuvor elf von dreizehn Spielen verloren. Dann kommt der Trainerwechsel, und das Team gewinnt am vergan­genen Dienstag gegen ein Lugano in Topform 3:1. Mit einer begeisternden Leistung. Viel war ja eigentlich nicht anders, ausser dass Cheftrainer Pekka Tirkkonen nicht mehr an der Bande stand. Aber sein temporärer Nachfolger Niklas Gällstedt amtete zuvor schon als Tirkkonens Assistent, und geändert hat er kaum etwas. Das gab der Schwede nach der Partie offen zu. Stürmer Roman Schlagenhauf meint: «Man kann wirklich nicht alles erklären. Aber wir waren gegen Lugano aggressiver und haben mehr Fore­checking betrieben.» Wichtig sei auch gewesen, dass man endlich wieder einmal mit 1:0 in Führung gehen konnte.

Roman Schlagenhauf ist bei Kloten der Mann der Stunde. Zwei Tore hat er gegen Lugano ­erzielt, fünf Treffer sind es ­bereits in der laufenden Saison. Nur Topskorer Denis Hollen­stein hat auch schon fünfmal getroffen. Prompt waren gestern beim Abschluss­training seine Autogramme bei den jugend­lichen Fans besonders gefragt. Beim ­Namen Schlagenhauf werden in Kloten natürlich Erinnerungen an goldene Zeiten wach. Peter Schlagenhauf, Onkel und Götti von Roman, ist einer der ganz Grossen in der Geschichte des EHC. Zwischen 1977 und 1994 schoss er bei 568 Einsätzen in der NLA 340 Tore. Der abschlussstarke Supertechniker war massgeblich an den Meistertiteln von 1993 und 1994 beteiligt.

Illustre Dynastie

Sein Bruder Andreas, der Vater von Roman, hätte wohl eine ähnlich grosse Karriere gehabt. Doch im Alter von 27 Jahren verletzte er sich bei einem Schiessunfall im Militär an einem Auge und musste das Eishockey aufgeben. Immerhin hat auch Andreas 102 Tore für den EHC erzielt und trug an 335 NLA-Spielen den Klo­tener Dress. Roman, der ganz in der ­Nähe der Swiss-Arena aufgewachsen ist und früher als Fan im Stadion war, wurde 2006 mit den Elitejunioren Schweizer Meister und kam in der Saison 2007/08 zu den ersten NLA-Einsätzen.

Es folgte dann eine Tour de Suisse mit den Stationen Lugano, Biel, Ambri-Piotta, Rapperswil-Jona und nochmals kurz Lu­gano, ehe der Stürmer 2016 nach ­Klo­ten zurückkehrte. Seine Saison in der NLB bei Rapperswil, als er auf total 38 Skorerpunkte kam, sei für ihn wegweisend gewesen: «Zuvor galt ich immer als Defensivcenter. Bei Rappi hat mir Trainer Jeff Tomlinson gesagt, dass ich auch offensiv mehr wagen ­solle.» Kloten kann nun davon profitieren. Jetzt will Schlagenhauf heute Freitag in Davos gleich wieder zuschlagen. Er hofft, dass man den Schwung des Lugano-Sieges auch auf 1560 Höhen­metern in Davos ausspielen kann. Und endlich erste Auswärtspunkte in dieser Saison gewinnt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 19.10.2017, 20:38 Uhr

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