Bülach

Strukturen müssen für eine Playoff-Teilnahme in der Mysports League perfekt sein

Der EHC Bülach startet morgen Samstag zu Hause die Saison. Auch die Funktionäre arbeiteten dafür auf Hochtouren.

Wirbeln im EHC Bülach hinter den Kulissen: TK- und Medienchef Jämi Thomet (von links), Eli Wattenhofer als Leiterin der Werbekommission und Sportchef Mario Antonelli.

Wirbeln im EHC Bülach hinter den Kulissen: TK- und Medienchef Jämi Thomet (von links), Eli Wattenhofer als Leiterin der Werbekommission und Sportchef Mario Antonelli. Bild: Markus Wyss

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Der EHC Bülach ist eigentlich ein Erstligaclub. Er stieg zwar einige Male in die NLB auf, wie zum Beispiel zu Beginn der 90er-Jahre, aber meistens kämpfte er in der dritthöchsten Schweizer Spielklasse um Meisterschaftspunkte. Dies im gesicherten Mittelfeld.

In der Saison 2016/17 erreichte die von Martin Höhener trainierte Mannschaft gar den Erstliga-Playoff-Halbfinal und qualifizierte sich mit Rang drei der Hauptrunde für die neu erschaffene drittstärkste Schweizer Spielklasse, die Mysports League. In dieser fanden nur die bestklassierten Teams der drei Drittligagruppen Aufnahme.

«Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Spieler voll arbeiten und nach den Auswärtsspielen, wenn wir nach Mitternacht in Bülach ankommen, am Morgen früh wieder aufstehen und zur Arbeit gehen."EHC-Bülach-TK- und Medienchef Jämi Thomet über das Innenleben des MySports-League-Vereins.

Der Bülacher Höhenflug ging auch in den vergangenen zwei Jahren weiter. Unter den zwölf Mysports-League-Teams schafften die Eisbären in der Qualifikation die Ränge 6 und 8 und damit den Einzug in die Playoff-Viertelfinals. Damit erreichten die Unterländer ihr ambitioniertes Saisonziel. Hochgesteckt, weil die Bülacher in beiden Jahren die jüngste Mannschaft stellten. So wie jetzt in der kommenden Saison 2019/20 auch.

Thun in der Hirslen zu Gast

Die tollen Bülacher Erfolge der vergangenen Jahre waren möglich, weil der Verein gute Trainer verpflichtete und die Clubfunktionäre und Helfer den jungen willigen und talentierten Spielern ein optimales Umfeld boten. TK- und Medienchef Jämi Thomet, Eli Wattenhofer als Leiterin der Werbekommission und Sportchef Mario Antonelli sind drei der Bülacher Funktionäre. «Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Spieler voll arbeiten und nach den Auswärtsspielen, wenn wir nach Mitternacht in Bülach ankommen, am Morgen früh wieder aufstehen und zur Arbeit gehen», hält Thomet fest. «Die Spieler geben alles, deshalb macht es auch mir Spass, dabei zu sein», meint Wattenhofer. Antonelli seinerseits ist in diesem Sommer zu den Eisbären gestossen. Der 52-jährige Bassersdorfer hat in den vergangenen Jahren für den Lausanne HC und den ZSC/GCK-Nachwuchs gearbeitet. Zudem war Antonelli als Besitzer des Profitrainerdiploms auch für die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) im Bereich der U-Nationalteams als Skills Coach und in der Trainerbildung tätig. Der neue Bülacher Sportchef wird zudem bei den Young Flyers das Amt des Development Coach im Nachwuchs übernehmen. Mit diesem Doppelmandat wird die Zusammenarbeit im Nachwuchsverbund der Young Flyers gestärkt.

Das Trio Thomet, Wattenhofer und Antonelli und ihre Bülacher Funktionärskolleginnen und -kollegen und Helfer haben unter anderem das Ziel, erneut dem Fanionteam mit Trainer Ramon Schaufelberger und den Akteuren optimale Strukturen zu schaffen. «Wir wollen, dass die Spieler auf dem Eis ihre Stärken ausspielen können», berichtet Antonelli. Ob das klappt, kann man bereits morgen Samstag um 17.45 Uhr im Heimspiel gegen Thun sehen.

Trainer Schaufelberger hat das Team im vergangenen Dezember übernommen und bis Qualifikationsende noch auf einen Playoff-Platz geführt. Der 33-Jährige hat selber bei Thurgau in der damaligen NLB (heutige Swiss League) und mehreren Erstligisten, unter anderem neun Jahre in Bülach, gespielt. In der kommenden Saison will der zweifache Familienvater mit seinen Akteuren wiederum viel erreichen. «Ich möchte jeden Spieler zu einem besseren Eishockeyspieler machen, Tag für Tag hart arbeiten und versuchen, in jedem Training und jeder Partie das Maximum des Potenzials auszuschöpfen. Wenn wir diesen Level als Team gemeinsam erreichen, werden die Resultate und der Tabellenplatz die Früchte sein, welche man ernten darf», sagt der Coach vielsagend. Und fügt an: «Geschenkt wird einem in dieser Liga nichts.»

Viele Bülacher im Team

Mit den Goalies Joel Messerli (Kloten) und Janis Locher (Bülach), den Verteidigern Atanasio Molina und Sebastian Jonski (beide Winterthur) und den Stürmern Oliver Steiner (Kloten) Dominik Devaja (Martigny), Mirco Kägi (Bülach) sowie Nicolas Bardh (Bülach) können Schaufelberger und sein Assistent Aurelio Lemm mit acht neuen Akteuren auf Punktejagd gehen. Ramon Diem (Winterthur), Gian Andrea Thöny (Wetzikon), Joel Tonndorf (Rücktritt), Gianluca Hauser (unbekannt) und Nico Engler (Thurgau) dagegen haben die Eisbären verlassen.

Ein Dutzend Spieler des aktuellen Kaders waren irgendwann in der Vergangenheit einmal in einem Juniorenteam beim EHC Bülach, ehe sie von dort aus einen Schritt weiter gemacht haben und jetzt wieder in der Bezirkshauptstadt aktiv sind.

Erstellt: 12.09.2019, 18:57 Uhr

Kader

EHC Bülach

Trainer: Ramon Schaufelberger (Jahrgang 1986). – Assistent: Aurelio Lemm (88). – Goalies: Janis Locher (99/neu, vom Bülach Nachwuchs), Joel Messerli (99/Kloten). – Verteidigung: Roman Bucher (96), Sebastian Jonski (98/Winterthur), Atanasio Molina (95/Winterthur), Marvin Alena (96), Marc Müller (98), Simeon Kutil (98), Yannick Waller (96). – Sturm: Dominik Devaja (95/Martigny), Jan Lee Hartmann (95), Nicolas Bardh (99/Bülach Nachwuchs), Lukas Walder (96), Dennis Barts (89), Nico Alena (98), Robin Ganz (92), Pascal Thomet (98), Nico Andersen (95), Mirco Kägi (99/Bülach Nachwuchs), Remo Ottiger (96), Scott Halberstadt (97), Oliver Steiner (98/Kloten). – Abgänge: Ramon Diem (Winterthur), Gian Andrea Thöny (Wetzikon), Joel Tonndorf (Rücktritt), Gianluca Hauser (unbekannt), Nico Engler (Thurgau).

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