Eishockey

Und Tukonen wurde schon gefeiert

Kloten stellt mit einem 4:0 im Mitteldrittel die Weichen zum ungefährdeten 7:3 (0:0, 4:0, 3:3) gegen den EHC Visp. Es erfolgte der Vorstoss auf Rang 4, am Sonntag geht es ins Tessin.

Lauri Tukonen feierte mit zwei Treffern eine gelungene Heimspielpremiere in Kloten. Hier überlistet er Visp-Hüter Sascha Rochow zum 2:0.

Lauri Tukonen feierte mit zwei Treffern eine gelungene Heimspielpremiere in Kloten. Hier überlistet er Visp-Hüter Sascha Rochow zum 2:0. Bild: Christian Merz

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Die Wahl war mutig. Lauri Tukonens Lieblings-Rückennumer ist die 23 oder die 32. Die 32 hängt unter dem Hallendach (Anders Eldebrink), die 23 trägt Marco Lehmann. Es blieben noch die 44 oder die … 33 übrig. Tukonen entschied sich für die 33. «Ich weiss, wer diese Nummer getragen hat, das hat mich schon ein bisschen unter Druck gesetzt», durfte er nach dem Spiel schmunzeln. Wer sich in Kloten mit der Rückennummer von Kimmo Rintanen aufs Eis wagt, der muss damit rechnen, auch mit dem grossartigen Finnen verglichen zu werden.Nun, Lauri Tukonen ist nur schon vom Laufstil her kein Rintanen, er ist physischer und vielleicht nicht so wendig. Aber seine mutige Wahl kam bei den Klotener Anhängern positiv an. Denn der 32-Jährige erzielte in seinem ersten Heimspiel zwei Tore und war bei der Vorarbeit zu einem dritten beteiligt.

Seine erste Chance, alleine vor Visps Goalie Sascha Rochow, vergab er noch (4.), seine zweite aber packte er. Nach starker Vorarbeit von Romano Lemm war er wieder alleine vor Rochow, dieses Mal liess er ihm keine Chance. Sein erstes Tor für den neuen Klub war das 2:0 im Match. Zum 1:0 Kellenbergers hatte er den Pass gegeben. Er sorgte dann auch noch für den Klotener Schlusspunkt, er schoss das siebte Goal.

Daneben fiel er mit einigen guten Pässen auf, einigem Durchsetzungsvermögen an der Bande und im Zweikampf. «Das ging schon einiges besser als noch am Sonntag gegen Ajoie», sagte Tukonen. Er hat sich vorsichtig herangetastet und mit jedem Einsatz mehr mehr Vertrauen bekommen. Man kann davon ausgehen, dass er noch besser spielen wird als bei seinem ersten Heimauftritt.

Seine Vorstellung reichte dennoch schon, um zum besten Spieler des Abends gewählt zu werden - und sich von den Fans feiern zu lassen. Dass über 5000 gekommen waren, erstaunte auch Tukonen. Die Stimmung auf jeden Fall passte ihm

Dreimal Lemm

Tukonen bildete wie schon in Pruntrut im letzten Drittel eine Flügelzange mit Jack Combs. Geführt wurden die beiden Ausländer von Romano Lemm. Der bereitete am Tag nach seiner Vertragsverlängerung gleich drei Tore vor. Nicht irgendwelche, sondern die wichtigen im zweiten Drittel. Vom 2:0 Tukonens war schon die Rede. Dazu kam der Pass zum Powerplaytor von Thibaut Monnet (12. Saisontreffer) zum 3:0 und das Zuspiel für das 4:0 von Jack Combs.

Neben Tukonen spielten sich andere ungewöhnliche Namen auf die Skorerliste. Adrian Brunner, der zum ersten Mal seit dem 2. November wieder mitspielen konnte, erzielte sein zweites Saisontor auf spektakuläre Weise. Dominik Egli, der zum ersten Mal seit dem 25. April 2018 und dem Abstieg wieder für Kloten antrat, kam auf einen Assist und mehrere gute Szenen in der Offensive. Und auf beinahe doppelt so viele Eiszeit wie beim EHC Biel, für den er im neuen Jahr erst vier Partien absolviert hat.

Und dann war da noch Steve Kellenberger mit seinem erst dritten Saisontor (aber bereits seinem 30. Skorerpunkt). Zwei seiner Goals hat er gegen Visps Schlussmann Sascha Rochow geschossen. Sowohl das 1:0 im letzten Spiel des alten Jahres, das Kloten im Wallist trotz grosser Feldüberlegenheit von Visp 4:2 gewonnen hat, als auch das 1:0 gestern. Beide Treffer schienen nicht unhaltbar. Und beide Goals stellten die Weichen auf Klotener Sieg.

Krakauskas mit einem unwiderstehlichen Antritt war ein weiterer doch eher seltener Klotener Torschütze. Er steht bei vier Saisontreffern. Bei den Goalschützen vermisst man Jeffrey Füglister, der schon 17 Mal getroffen hat, nun aber schon sechs Partien in Folge nicht mehr.

Vielleicht kann er das am Sontag gegen die Ticino Rockets korrigieren. Die Reise zum Auswäertsspiel führt indessen für einmal nicht nach Biasca, sondern in eine Halle, in der sich die routinierten Klotener zu hause fühlen. Gespielt wird in der Resega des HC Lugano, der zusammen mit Ambri und Davos das Farmteam in der Swiss League alimentiert.

Wichtiger Hinweis

Visp konnte für die Niederlage einige Entschuldigungen anbringen. Es fehlten vier Stammverteidiger und zwei Center. Das erklärt das Auseinanderfallen im letzten Abschnitt - und soll Kloten auch ein Hinweis sein, dass die Leistung gar nicht so überdurchschnittlich gut gewesen war. Der Gegner machte zu oft Platz - wie auch Kloten im letzten Drittel den Wallisern noch Raum liess.

Olten übernahm gestern die Spitze in der Swiss Leauge, weil der Match von Leader La Chaux-de-Fonds gegen GCK (zu viele Spieler krank) auf den 9. Februar verschoben wurde. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 25.01.2019, 23:35 Uhr

Infobox

Match-Telegramm

Kloten - Visp 7:3
(0:0, 4:0, 3:3). - Swiss Arena. - 5269 Zuschauer. - SR: Ströbel, Gianinazzi; Wolf/Haag. - Tore: 21. (20:17) Kellenberger (Füglister, Tukonen; Ausschluss Marc Steiner) 1:0. 26. Tukonen (Lemm, Weber) 2:0. 35. Monnet (Lemm, Egli; Ausschluss Altorfer) 3:0. 38. Combs (Lemm) 4:0. 41. Furrer (Van Guilder) 4:1. 47. Adrian Brunner (Krakauskas, Back) 5:1. 51. Krakauskas (Lehmann, Egli) 6:2. 52. Tukonen 7:2.59. Altorfer (Van Guilder, Strafe gegen Kloten angezeigt) 7:3. - Strafen: 4x2 gegen Kloten, 5x2 plus 10 Minuten (Marc Steiner) gegen Visp. - Kloten: Van Pottelberghe; Kellenberger, Back; Ganz, Nicholas Steiner; Egli, Kindschi; Weber, Seydoux; Wetli, Sutter, Füglister; Tukonen, Lemm, Combs; Knellwolf, Monnet, Marchon; Lehmann, Adrian Brunner, Krakauskas. - Visp: Rochow; Camperchioli, Marc Steiner; Lindemann, Haueter; Furrer, Brantschen; Schüpbach; Dolana, Van Guilder, Kissel; Sturny, Hofstetter, Altorfer, Brem, Brügger, Burgener; Zwissler, Valenza, Fellay. - Bemerkungen: Kloten ohne Obrist, MacMurchy (verletzt), Harlacher (krank); Bircher, Mettler, Yannick Brunner, Nicholas Steiner (überzählig); Visp ohne Heynen, Nater, Wiedmer, Ritz (verletzt) und Achermann (krank).

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