Kloten

Und wieder geht’s gegen den Leader

Heute Dienstag kommt der EV Zug zum Schweizer Cup nach Kloten. Der EHC tritt als einziger Verein aus der Swiss League, der es in die Viertelfinals geschafft hat.

Klotens Jeffrey Füglister (vorne rechts) griff schon im Cup-Achtelfinal gegen Biel, den damaligen Spitzenreiter der National League, erfolgreich an.

Klotens Jeffrey Füglister (vorne rechts) griff schon im Cup-Achtelfinal gegen Biel, den damaligen Spitzenreiter der National League, erfolgreich an. Bild: Paco Carrascosa

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Es gibt wieder ein bisschen Natio­nal-League-Feeling in der Klotener Swiss-Arena. Wie schon am Sonntag, 21. Oktober. Damals gastierte der EHC Biel in den Cup-Achtelfinals in Kloten. Die See­länder reisten damals nicht als irgendeine Mannschaft der Natio­nal League, sondern als deren­ Leader an. Und diesen Leader­ schlug Kloten 4:3 – nach einem 0:3-Rückstand.Seit Samstagabend ist klar, dass auch in den Viertelfinals der Kloten-Gegner der Tabellenführer aus der Natio­nal League ist. Die Zuger setzten sich mit einem 3:2 in Biel auf Rang 1. «Sie wissen, dass wir bereits einen Club aus der höchsten Liga geschlagen haben­, die werden uns nicht unterschätzen», schätzt Jeffrey Füglister.

Der 28-Jährige war es, der vor etwas mehr als einem Monat mit seinem Siegtreffer die Überraschung perfekt gemacht hat. «Wir waren am Forechecken, Fabian Sutter hat die Scheibe ein zweites Mal zurückgeholt, Ramon Knellwolf hat sie mir tief zugespielt. Ich war alleine vor dem Goalie und habe eine Rechts-links-Täuschung gemacht», erinnert sich der Flügel an sein Goal. «Nachher mussten wir aber noch lange die Angriffe der Bieler abwehren.»

Biel war auch einmal Sta­tion des Mannes, der im Klotener Buchhalden-Quartier aufge­wach­sen ist. Bei den Seeländern nahm er einen ersten richtigen Anlauf in der damaligen Nationalliga A. Von 2012 bis 2014 spielte er dort, hatte aber zu wenig Eiszeit. In Langenthal versuchte er da­nach, sich wieder neu und mit mehr Eiszeit aufzubauen. Er blieb bis im vergangenen Frühling, in dem er sogar dem grossen SC Bern Eindruck gemacht hat. Der SCB holte Füglister mit einer B-Lizenz für die Playoffs.

Zwei Tore gegen Davos

Nach dem Viertelfinal-Out mit Lan­gen­thal in der Swiss League trainierte Jeffrey Füglister mit den Bernern, auf das Matchblatt kam er in der Serie gegen die ZSC Lions allerdings nie. Nach der SCB-Niederlage im Halbfinal machte Füglister sich dann in die Fe­rien zu seinem Bruder ­Steven nach Manila auf. Dort bekam er eines Tages jene SMS, die zum misslungenen Frühling passte. Kloten, wo er in der Hoffnung unterschrieben hatte, doch noch einmal in der höchsten Liga zu spielen, war abgestiegen.

Seinen besten Match in der höchs­ten Liga hat er im Winter 2011/12 absolviert. Füglister war ans damalige Partnerteam Visp ausgeliehen, Kloten war für ein Jubiläumsspiel in Retro-Leibchen gegen Davos in Personalnot. Zum Sonntagsmatch vom 20. November reiste Füglister direkt an, Sa­muel Keller war ein weiterer Visper, der mittun konnte. Kloten kehrte das Spiel im letzten Drittel von einem 1:2 in ein 5:2. Und Füglister erzielte die Tore zum 2:2 und 4:2. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 26.11.2018, 21:04 Uhr

Joren van Pottelberghe

Der neue Goalie kommt aus Davos

Als Jeffrey Füglister gestern in die Klotener Garderobe kam, hatte er einen neuen Banknachbarn. Ein «Wer bist denn du?» konnte er sich verklemmen; er wusste ja eigentlich, wer der neue Mann sein musste. Denn er war schon seit mehreren Wochen Thema.

Joren van Pottelberghe (21) wird bis Ende Saison mit ­einer B-Lizenz vom HC Davos übernommen. Der 1,91 m grosse Goalie war kurz vor Saisonstart plötzlich zur Davoser Nummer 3 geworden, nachdem Arno Del Curto sich entschlossen hatte, mit Anders Lindbäck einen ausländischen Torhüter zu holen. Van Pottelberghe, der bereits zwei A-Länderspiele absolviert hat, spielte diese Saison vier Partien in Dänemark und einen Cup­match für Davos. Er wird heute gegen Zug wohl ins kalte Wasser geworfen und gleich zu seinem ersten Ernstkampf kommen. Mit Van Pottelberghes Ankunft­ ist definitiv klar, dass der Öster­reicher Bernhard Starkbaum keinen Platz mehr in Kloten hat. Der Club und der Agent des Goalies suchen eine Lösung. Starkbaum wäre wohl nie in Kloten gelandet, wenn Davos schon früher einen ausländischen Keeper verpflichtet hätte. Nun verfügt Kloten mit Van Pottel­berghe und Andrin Seifert (20) über ein junges, aber starkes Duo, das sich gegenseitig zu Top­leis­tungen anspornen kann. jch

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