Eihockey

Van Pottelberghe stoppt auch Visp

Es gibt zurzeit kein Team in der Swiss League,das den EHC Kloten stoppen kann: Das 4:2 (1:0, 0:1, 3:1) in Visp war bereits der achte Sieg in Folge. Das Jahr beschliesst­ der EHC am Sonntag gegen die Ticino Rockets.

41 der 43 Visper Schüsse wehrte Klotens Goalie Joren van Pottelberghe ab. Dazu parierte er kurz vor Schluss einen Penalty.

41 der 43 Visper Schüsse wehrte Klotens Goalie Joren van Pottelberghe ab. Dazu parierte er kurz vor Schluss einen Penalty. Bild: Christian Merz

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«Diese Mannschaft hat zurzeit einen Lauf» – das hat Klotens Trainer André Rötheli schon mehrmals im Dezember gesagt. Und er konnte es auch gestern wieder tun. Erneut trat Kloten ohne Ausländer an – wie schon gegen die GCK Lions und Ajoie spielte das keine Rolle. Denn einer spielte ja: Joren van Pottelberghe. Der Torhüter «stahl» den Sieg in der Litterna-Halle vor über 4000 Zuschauern. 43 Schüsse gab Visp auf ihn ab, «so viele hatte ich noch nie zu behändigen gehabt», sagte er. Zweimal musste er sich geschlagen geben. Aber sonst lieferte er eine wichtige Parade nach der anderen. Eine von vielen wichtigen zeigte er nach 58:46. Da hielt er einen Penalty von Daniel Kissel. Hätte der getroffen, wäre das das 3:3 gewesen und die erste Verlängerung in dieser Saison wäre für Kloten Tatsache geworden. «Einen von 100 Matches gewinnt man, wenn man so spielt», sagte Ro­mano ­Lemm. Dieses eine Spiel fand gestern statt. Visp nahm Goalie Rochow vom Eis; Jeffrey Füglister erzielte mit seinem zweiten Tor des Abends das 4:2 ins leere Goal.

Die Erfolgsserie des EHC Kloten hat am 30. November mit einem 4:1 in Visp begonnen, gestern also wurde sie im Wallis auf acht Siege in Folge verlängert.

Nur 22 Schüsse

«Wir waren nicht besonders gut im Power­play», bemängelte Visps Trainer Matti Ala­talo. Siebenmal konnte sein Team Überzahl spielen, nie gab es ein Tor. Kloten machte das – obwohl das Überzahlspiel ohne Ausländer eigentlich fast nicht stattfindet – besser. Fabian Sutter nutzte die vierte und letzte Visper Strafe zum wichtigen 3:2. Es war die dritte Führung der Klotener, die dank der mittel­mäs­sigen Leistung von Visp-Goalie Rochow auf eine sehr gute Effizienz kamen. Aus 22 Schüssen machten sie ihre vier Tore. Besonders eklatant in Bedrängnis war die Mannschaft im Mitteldrittel (6:26 Schüsse), in dem vier Boxplays zu überstehen waren.

Der erste Block mit Kellen­berger, Back, Sutter, Füglister und Marchon «rettete» die Klotener, was die offensive Leistung betraf. Bezeichnend für ihren Auftritt waren die ersten 36 Sekunden im letzten Drittel. Da kamen sie gegen die Visper Ausländer so unter Druck, dass sie sich nur mit einem unerlaubten Befreiungsschlag helfen konnten. Sutter gewann­ jedoch das Bully, und dann ging es so schnell vorwärts, dass Füglister auf dem Weg zur 2:1-Führung gar noch Zeit hatte, den Goalie auszutricksen.

Im ersten Drittel hatte Kellenberger mit seinem erst zweiten Saisontor Kloten in Führung gebracht­. Dass Visp nachher nicht mehr herausholen konnte als zweimal nur den Ausgleich, war Van Pottelberghes Verdienst. Und manch­mal aber auch der schwachen Auswertung der Walliser geschul­det. Es gab Szenen, in denen der Klotener Schlussmann eigentlich gar nicht mehr ein­greifen konnte. Aber immer wieder brachte Visp es fertig, auch das offene Tor zu verfehlen.

Dass Kloten diesen Match gewann, darf man als bei­nahe schon unver­schämt bezeichnen. Oder anders gesagt: So viel Glück darf man eigentlich gar nicht haben. Offenbar jedoch hat sich die Mannschaft das durch die harte Zeit im Oktober (sieben Nieder­lagen in Folge) verdient.

Sie muss sich allerdings auch be­wusst sein, dass dieses Glück jetzt aufgebraucht sein könnte. So sah es auf jeden Fall auch Trainer Rötheli. «Jeder weiss, dass man solche Partien nicht immer gewinnen kann. Und jeder weiss, dass die Laufbereitschaft viel grösser sein muss.»

Gegen Ajoie, als sein Team im Mitteldrittel mit einem 4:0 eine begeisternde Vorstellung geboten hatte, zum Beispiel, war das ganz anders gewesen. Drei Tage hatten seine Spieler über Weihnachten frei gehabt; sie bedankten sich mit drei Punkten dafür. Ohne Van Pottelberghe wärs schwer geworden.

Erstellt: 28.12.2018, 22:56 Uhr

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