Zürich

ZSC Lions bis 2020 mit Lukas Flüeler

In dieser Woche starten die sechs Schweizer Vertreter in die Champions Hockey League. Im Vorfeld betonen alle die Bedeutung, aber wichtig ist anderes.

Verlängerte den Vertrag mit den ZSC Lions gestern vorzeitig: Der 26-jährige Lukas Flüeler.

Verlängerte den Vertrag mit den ZSC Lions gestern vorzeitig: Der 26-jährige Lukas Flüeler. Bild: Keystone

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Die ZSC Lions, die den Pokal der letzten «grossen» Champions League 2009 gewannen, beginnen am Donnerstag in Gap gegen den französischen Vertreter, am Samstag treten sie in der Halle der (ehemaligen) deutschen Grösse Eisbären Berlin auf. Wenn alles normal läuft, qualifizieren sich die Lions und die Berliner für die K.-o.-Phase.

Trainer Marc Crawford sagt zwar: «Die Champions Hockey League ist für uns sehr wichtig. Ich war letztes Jahr überrascht, wie hoch die Intensität der Spiele war. Wir wollen so weit wie möglich kommen. Wer nicht auf dem höchsten Niveau spielt, wird scheitern.»

Fehlende NHL-Klausel kein Hinderungsgrund

Als Coach eines der Gründungsmitglieder muss er so sprechen, aber ihm und dem Verein sind andere Dinge ungleich wichtiger. Die nationale Meisterschaft hat Priorität. Und in dieser Hinsicht setzten die Zürcher gestern ein wichtiges Zeichen gleich für mehrere Saisons: Sie verlängerten den Vertrag mit ihrem Goalie Lukas Flüeler vorzeitig bis 2020. Der ursprüngliche Kontrakt des 26-jährigen Flüeler war bis 2017 datiert gewesen.

Damit ist der Mann, der seine Karriere einst in Kloten begann, kein Thema mehr für Klubs, die in naher Zukunft einen neuen Goalie benötigen oder suchen. Dass der Vertrag indessen keine NHL-Ausstiegsklausel beinhaltet, bedeutet nicht, dass Flüeler nicht doch nach Nordamerika wechseln könnte. Wenn ein NHL-Klub ruft, dann ist auch eine fehlende Klausel kein Hinderungsgrund.

Damit es jedoch so weit kommt, muss der zweifache Meistergoalie sich nicht nur an einer WM präsentieren, sondern das auch noch in herausragender Verfassung tun. Gute Leistungen in der Champions League werden ihm in dieser Hinsicht wenig nützen.

Eine gute Änderung

Die CHL wurde aufs letzte Jahr hin wiederbelebt. Die Beachtung in den ersten Partien war erstaunlich gut. Doch dann legte sich das schnell, vor allem als die Meisterschaft auch noch parallel lief. Und als dann der Wettbewerb in die finale Phase ging, waren nur noch Finnen und Schweden dabei, das Endspiel wurde eine schwedische Angelegenheit zwischen Lulea, das den Pokal gewann, und Skelleftea.

Für drei Jahre haben sich die Gründungsmitglieder verpflichtet. Aus dem ersten Jahr wurde die Lehre gezogen, dass sechs Gruppenspiele zu viel sind. Die Grösse der Gruppen wurde auf drei Teams reduziert, jede Mannschaft absolviert nur noch vier Partien, bevor es dann in die entscheidende Phase mit Sechzehntelfinals geht. Die verpassen nur die 16 Gruppenletzten.

Dieser Modus ist vernünftig. Nicht aber, dass die Zahl der Teams sogar noch erhöht wurde (auf 48). Acht Equipen aus Schweden und Finnland sind ebenso zu viel wie die sechs aus der Schweiz. Mit den Lions, Bern, Fribourg, Zug, Genf und Meister Davos tritt die halbe NLA auf. Das hat ebenso wenig mit Champions League zu tun wie das erneute Fehlen zumindest eines Vertreters aus der russischen KHL. ()

Erstellt: 19.08.2015, 08:19 Uhr

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