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EM-Bronze für Kambundji und Hussein

Bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam gab es gleich zwei Medaillen für die Schweiz: Mujinga Kambundi sprintete über 100 Meter zu EM-Bronze, Kariem Hussein holte ebenfalls Bronze über 400 Meter Hürden.

Die Bernerin Mujinga Kambundji gewann in Amsterdam für die Schweiz die erste Sprint-Medaille an einer EM seit 1978.
Die Bernerin Mujinga Kambundji gewann in Amsterdam für die Schweiz die erste Sprint-Medaille an einer EM seit 1978.
Keystone

Zwei Tage nach ihrer grossen Enttäuschung - sie schied über 200 m bereits in den Halbfinals aus - feierte die Bernerin Mujinga Kambundji am Freitagabend den grössten Erfolg ihrer Karriere. Bei nahezu Windstille stiess sie die Britin Asha Philip und die Ukrainerin Natalia Pogrebnjak vom Podest und sicherte sich den Platz neben der überlegenen Schippers (10,90) sowie Lalova-Collio (11,20). Die Britin Desiree Henry, für die nach den Eindrücken der Halbfinals Silber reserviert schien, bliebt verletzt auf der Bahn liegen.

Erste EM-Sprint-Medaille für die Schweiz seit 1978

Vor zwei Jahren vor Heimpublikum im Zürcher Letzigrund war Kambundjis Stern auf internationaler Ebene aufgegangen, zu einem Podestplatz hatte es damals allerdings zweimal knapp nicht gereicht. Über 100 m wurde sie Vierte, über die halbe Bahnrunde Fünfte. Ausgerechnet im EM-Jahr, in dem sie in Amsterdam die auf sie zugeschnittene Bühne vorfindet, schien der Aufwärtstrend zu brechen. Abgesehen von einem 100-m-Lauf in Weinheim mit 11,14 Sekunden kam Kambundji nicht richtig in Fahrt.

Doch nun gewann sie für die Schweiz die erste Sprint-Medaille an einer EM seit 1978. Damals errang Peter Muster in Prag über 200 m ebenfalls Bronze.

Kariem Hussein Dritter im Gegenwind

Zuvor errang Kariem Hussein für die Schweiz die erste Medaille an den Europameisterschaften in Amsterdam. Der Thurgauer wurd zwei Jahre nach seinem EM-Titel über 400 m Hürden Dritter. Er bog an dritter Position auf die Zielgeraden ein, schloss zum Zweiten auf und wurde schliesslich bei Gegenwind in 49,10 Sekunden gestoppt. Dies reichte in der Endabrechnung zu Bronze. In erster Linie sei er glücklich über den Gewinn der Medaille, allerdings liess der Thurgauer auch durchblicken, dass mehr möglich gewesen wäre.

Der 27-Jährige ist damit der sechste Schweizer nach Fritz Schwab (10 km Gehen), Philippe Clerc (100 m/200 m), Meta Antenen (Fünfkampf/Weit), André Bucher (800 m) und Viktor Röthlin (Marathon), der an Europameisterschaften zwei Medaillen gewinnen konnte.

Europameister wurde der als Favorit gestartete Türke Yasmani Copello (48,98) vor dem Spanier Sergio Fernandez (49,06).

Rang 7 für Alex Wilson im 200 Meter-Final

Ebenfalls einen Sprint-Final erreichte Alex Wilson. Der 25-jährige Basler belegte im ersten Halbfinal bei starkem Gegenwind in 20,71 Sekunden den 2. Platz hinter dem Türken Ramil Guliyev. Unter anderen liess Wilson Jaysuma Saidy Ndure, den norwegischen WM-Vierten von 2011 hinter sich.

Im Final resultierte für Wilson schliesslich der 7. Rang. Auf der ersten Streckenhälfte hielt er gut mit, brach danach jedoch ein und wurde bei einem Gegenwind von 0,9 m/s in 20,70 Sekunden gestoppt. Die Olympia-Limite verpasste Wilson dergestalt um zwei Zehntelsekunden.

Gold ging nach der nachträglichen Disqualifikation von 100-m-Europameister und Lokalmatador Churandy Martina (Verlassen der Bahn) an den Spanier Bruno Hortelano (20,45).

SI/ani

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