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Federer macht das Dutzend voll

Roger Federer gewinnt auf Rasen gegen Denis Kudla in zwei Sätzen. Der Baselbieter brilliert in Halle auch in Bedrängnis.

Auf Rasen zu Hause: Roger Federer kommt in Halle zu seinem 20. Sieg in Folge auf dieser Unterlage. (23. Juni 2018)
Auf Rasen zu Hause: Roger Federer kommt in Halle zu seinem 20. Sieg in Folge auf dieser Unterlage. (23. Juni 2018)
Sascha Steinbach, Keystone
Der Amerikaner Denis Kudla (ATP 109) spielt sehr flache Bälle, die seinen Gegner sichtlich fordern.
Der Amerikaner Denis Kudla (ATP 109) spielt sehr flache Bälle, die seinen Gegner sichtlich fordern.
Sascha Steinbach, Keystone
Der Maestro brilliert weiterhin: Auch wenn er zwischenzeitlich mit seinem Auftritt nicht ganz zufrieden ist, gewinnt Roger Federer in zwei Sätzen 7:6 (7:1) und 7:5 und steht im Final von Halle.
Der Maestro brilliert weiterhin: Auch wenn er zwischenzeitlich mit seinem Auftritt nicht ganz zufrieden ist, gewinnt Roger Federer in zwei Sätzen 7:6 (7:1) und 7:5 und steht im Final von Halle.
Sascha Steinbach, Keystone
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Roger Federer bezwang im Halbfinal den US-Qualifikanten Denis Kudla 7:6 (7:1), 7:5. Es war der 20. Sieg in Serie für den Baselbieter auf Rasen. Damit hat Federer am Sonntag die Chance, den 99. Titel auf der ATP-Tour und den zehnten in Halle zu feiern. Nur mit einem Sieg bleibt er zumindest bis nach Wimbledon die Nummer 1 der Welt. Der Gegner im Final ist der Kroate Borna Coric (ATP 34), gegen den Federer die bisherigen zwei Partien gewonnen hat.

Aussenseiter Kudla, bloss die Nummer 109 im Ranking, hatte sich das Duell gegen Federer mit fünf Zweisatz-Siegen in Halle verdient. Allerdings musste er keine Hochkaräter aus dem Weg räumen. Gleichwohl: Seine mit wenig Drall geschlagenen Backhand-Bälle oder die – trotz seiner für Tennisspieler geringen Grösse (180 cm) – effektiven Aufschläge, machten auch Federer das Leben schwer. Dabei hatte sich der Schweizer nach den Duellen mit Serve-and-Volley-Spielern noch auf das Grundlinien-Duell gefreut. Doch Kudla gab oft den Ton an. Der Amerikaner erarbeitete sich insgesamt 7 Breakbälle, Federer nur deren 3.

Federer konstruiert unter Druck sensationell

Aber in den entscheidenden Situationen war der Schweizer besser. Im zweiten Umgang befreite sich der 36-Jährige bis zum 5:5 mehrmals aus kritischen Situationen, ehe das Break gelang.

Auch der 1. Satz hatte sich komplizierter gestaltet als erwartet. Kudla machte den 0:2-Rückstand umgehend wett und liess danach bei eigenem Aufschlag nichts mehr anbrennen. Doch im Tiebreak (7:1) kam der Klassenunterschied deutlich zum Vorschein. Federer spielte in Bedrängnis eine sensationelle Vorhand, mit genialen Spielzügen konstruierte er sehenswerte Punkte, er schlug Asse und profitierte auch davon, dass Kudlas Volley fehleranfällig ist.

Federer muss das Turnier in Deutschland gewinnen, sofern er als Nummer 1 nach Wimbledon reisen will. Es wäre sein 99. Titel auf der Tour und der 10. in Halle bei 12 Finalteilnahmen.

Halle/Westfalen. ATP-Turnier (1'983'595 Euro/Rasen). Halbfinals: Roger Federer (SUI) s. Denis Kudla (USA/Q) 7:6 (7:1), 7:5. Borna Coric (CRO) s. Bautista Agut (ESP/4) 2:3 w.o. - Final: Federer - Coric.

SDA/sel/fal

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