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Federer zieht ohne Satzverlust in den Final ein

Nach Novak Djokovic zieht am Masters-1000-Turnier in Cincinnati auch Roger Federer in den Final ein. Der Schweizer gewinnt gegen Andy Murray überzeugend 6:4, 7:6 (8:6).

Hatte auch nach dem Halbfinal gegen Murray allen Grund, zufrieden zu sein: Roger Federer
Hatte auch nach dem Halbfinal gegen Murray allen Grund, zufrieden zu sein: Roger Federer
Keystone

Auch nach vier Partien und nun 38 Aufschlagspielen steht Federer beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati noch ohne Service-Verlust da. Andy Murray, einer der besten Returnspieler der Welt, kam nicht mal zu einer Breakchance gegen den äusserst offensiven und dominanten Schweizer. Im ersten Satz reichte Federer ein frühes Break zum 2:1. Im zweiten Durchgang wuchs der Widerstand des Briten, der mit dem gewonnenen Turnier in Montreal sein neuntes Spiel in elf Tagen absolvierte. Murray versuchte, das Angriffsspiel des Schweizers zu kontern, in dem er selber aggressiver auftrat. Das reichte, um den Satz länger offen zu halten, nicht jedoch, um Federer bei dessen Service unter Druck zu setzen. Und dies, obwohl der Basler nicht einmal sonderlich gut aufschlug. Eine erste Chance liess Federer beim Stand von 3:3 noch ungenutzt, sodass er den Umweg über ein Tiebreak gehen musste. Auch dort bedeutete eine 3:1- und 4:2-Führung noch nicht die Entscheidung. Am Ende war aber dennoch der 17-fache Grand-Slam-Champion der nervenstärkere Spieler. Nach 97 Minuten bedeutete ein Volleypunkt am Netz beim zweiten Matchball den Finaleinzug. Dort ist Federer am Sonntag (19.00 Uhr Schweizer Zeit) aufgrund der in dieser Woche gezeigten Leistungen und seiner Bilanz in Cincinnati gegen Novak Djokovic leichter Favorit. Der Schweizer ist im US-Bundesstaat Ohio mit sechs Titelgewinnen Rekordsieger, die sehr schnellen Verhältnisse kommen seinem Spiel perfekt entgegen. Mit der Verteidigung seines letztjährigen Erfolges würde der 34-jährige Basler in der Weltrangliste wieder an Murray vorbeiziehen und nach einer Woche auf Platz 2 zurückkehren. Das würde bedeuten, dass er am US Open Djokovic bis zu einem möglichen Final aus dem Weg gehen könnte. Auch wenn der Serbe diese Woche bislang nicht vollständig zu überzeugen vermochte, bleibt er natürlich das Mass aller Dinge. Im Halbfinal gegen Alexander Dolgopolow (ATP 66) stand er wie bereits im Achtelfinal gegen David Goffin kurz vor dem Ausscheiden. Der 26-jährige Ukrainer mit dem unkonventionellen Stil setzte Djokovic zwei Sätze lang gewaltig unter Druck und war der deutlich aktivere Spieler. Zudem musste sich der Weltranglistenerste Mitte des zweiten Satzes an der Bauchmuskulatur pflegen lassen. Er wusste sich aber leicht zu steigern, während Dolgopolow, vor drei Jahren die Weltnummer 13, die Nerven für die Überraschung nicht hatte. Nach gewonnenem Startsatz konnte der Ukrainer im zweiten Durchgang bei 5:3 zum Match aufschlagen, Djokovic verkürzte mit einem Break zu null aber postwendend. Auch im folgenden Tiebreak erarbeitete sich Dolgopolow nochmals eine gute Chance zum Sieg. Er führte 5:4 und konnte zweimal aufschlagen. Die nächsten drei Punkte sicherte sich aber die Weltnummer 1. Im dritten Satz war es dann mit der Herrlichkeit für den Ukrainer vorbei. Ähnlich wie beim letzten Aufeinandertreffen der beiden vor fünf Monaten in Miami (6:7, 7:5, 6:0) brach Dolgopolow ein. Dennoch war der 56. Sieg in diesem Jahr (bei nur vier Niederlagen) von Djokovic alles andere als ein Glanzstück. 40 unerzwungene Fehler standen am Ende lediglich 14 direkte Punkte gegenüber. Entscheidend war eine andere Statistik: Djokovic verwertete vier von fünf Breakchancen. Im Final wird sich der Serbe aber trotzdem steigern müssen, wenn er gegen Federer das einzige Masters-1000-Turnier gewinnen will, das ihm in seinem Palmares noch fehlt.

SDA

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