Regensdorf

0:0 im Verfolgerduell

In der Gruppe 1 der 2. Liga regional trennten sich Regensdorf und Stäfa gestern Sonntag im Furttal 0:0. Den Teams war bewusst, wie wichtig ein Sieg ist. Beide wollten gewinnen. Aber in der zweiten Halbzeit schwanden die Kräfte.

Kein Torerfolg war den Regens­dorfer Stürmern Amadou Mbaye (links) und Daniel Huber beschieden. Auch hier klärt Stäfas Goalie Ronny Fischer.

Kein Torerfolg war den Regens­dorfer Stürmern Amadou Mbaye (links) und Daniel Huber beschieden. Auch hier klärt Stäfas Goalie Ronny Fischer. Bild: Leo Wyden

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Die Partie begann vielversprechend. Auf dem flächenmässig enorm grossen Hauptrasen (Natur) mit den Massen 103 × 68 m betrieben beide Mannschaften ein enormes Pressing. Daneben waren auch gute Angriffe mit geordnetem Spielaufbau zu sehen. Die 22 Akteure waren hoch konzentriert. Die Equipen schenkten sich keinen Millimeter Raum. Die Partie wogte hin und her, einmal griff Regensdorf an, danach die Stäfner. Die Gäste stellten bald ihr intensives Pressing ein. Der rechte Flügel Jens Saethre, der auch sonst ein gutes Spiel machte, musste in der 63. Minute entkräftet ausgewechselt werden. «Jens ist sehr viel gelaufen, war müde und zudem während der Woche wegen einer Erkältung geschwächt», begründete Stäfas Trainer Luigi Caracciolo.

Der 47-jährige Teamverantwortliche, der früher fast sieben Saisons für Regensdorf tätig war, drei Jahre als Spieler und dreieinhalb als Trainer, kennt den Regensdorfer Wisacher-Rasen gut. Die Grösse des Rasens war mit ein Grund, weshalb Caracciolo bald auf ein intensives Pressing verzichtete. Seine Begründung: «Weil die Rasenfläche so gross ist, kann Regensdorf hohe Bälle über unsere Stürmer spielen oder über die Seiten sein Angriffsspiel aufziehen. Das wollte ich nicht. Deshalb zogen wir uns dann zurück.» Mit Erfolg. Die Stäfner waren auch ohne intensives Angreifen ein gefährlicher Gegner. Die Gäste kamen in der 20. Minute zu einer Torchance. Sofort aber reagierten die Regensdorfer wieder. Amadou Mbaye, der vor einer Woche in Affoltern am Albis vier Tore erzielt hat, tänzelte sich durch die Stäfner Abwehr und kam freistehend zum Schuss. Der Ball zischte aber um Millimeter an der verwaisten Torecke vorbei. Kurz vor der Pause flog ein Heber von Daniel Huber ebenfalls nur knapp am Stäfner Gehäuse vorbei.

Nach dem Seitenwechsel gingen die Teams erneut hoch motiviert zur Sache. Aber sie zollten dem intensiven Geschehen der ersten Halbzeit bald Tribut. Es schlichen sich immer mehr Fehlpässe ein und die Beine der Spieler wurden schwerer. Regensdorf war leicht tonangebend und Ikmet Vrenezi hätte in der 82. Minute fast das 1:0 erzielt. Bei einem Konter kurz darauf kam der Stäfner Nico Salzgeber im Regensdorfer Strafraum frei zum Schuss. Im Fallen faustete Goalie Colin Kappeler den Ball von der Linie weg. Es blieb beim 0:0.

Beide Trainer zufrieden

Aufsteiger Adliswil führt in der Gruppe 1 der 2. Liga regional souverän die Tabelle an. Sollte der Aufsteiger aber einmal eine Schwächephase offenbaren, dann könnte ein Team aus dem Verfolgerkreis aufschliessen. Regensdorf und Stäfa werden dies kaum sein, denn Beteiligte beider Lager ärgerten sich nach dem Duell gegeneinander nicht besonders über zwei vergebene Meisterschaftspunkte. Regensdorfs Trainer Walter Grüter sagte nach dem Spiel: «Ich bin zufrieden mit unserem Auftritt. Defensiv sind wir solider geworden. Wir müssen wachsen, Schritt um Schritt.» Regensdorfs Assistenztrainer Junior Leys Francisque ortete in der fehlenden Cleverness in der Offensive das Manko der Furttaler: «Wenn wir es vorne besser machen, gewinnen wir.» Mittelverteidiger Philipp Jäckle, der beste Spieler seines Teams, meinte: «Das Unentschieden geht in Ordnung. Hätten wir uns vor dem gegnerischen Tor kaltschnäuziger verhalten, wäre ein Sieg möglich gewesen.» Cyrill Thrier sah es ähnlich: «Defensiv waren wir gut, offensiv fehlte die Präzision beim letzten Pass.» Zu seiner neuen Position im linken Mittelfeld meinte der Captain: «Eine interessante Position.» Würde er nicht lieber in der Zentrale spielen? «Das wäre auch interessant», entgegnete er. Angreifer Remo Riedener, der sich momentan mit Hüftproblemen herumplagt, zur Partie gegen Stäfa: «Regensdorf war spielbestimmend, aber zu wenig zwingend vor dem Stäfner Tor.»

Dass die Trainer im Verfolgerduell mit dem Remis zufrieden waren, zeigt die Tatsache, dass Walter Grüter kurz vor Spielende mit Gian Luca Bortoluzzi einen Verteidiger einwechselte und Luigi Caracciolo noch in der 90. Minute einen Wechsel vornahm. Caracciolo: «Wir haben ein Durchschnittsalter von 23. Wir müssen uns noch festigen.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 29.10.2017, 22:22 Uhr

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