Atlético protestiert gegen Griezmann-Transfer

Antoine Griezmann wechselt von Atlético Madrid zu Barça. Den Hauptstädtern sind die 120 Millionen Euro aber nicht genug.

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Eines der grossen Transfertheater der letzten anderthalb Jahre ist vorbei. Antoine Griezmanns Anwalt Sevan Karian hat am Freitagnachmittag die Ausstiegsklausel aktiviert, indem er die 120 Millionen Euro bei der spanischen Fussballliga deponiert hat. Diese Formalität ist in Spanien üblich, um sich mittels vorgeschriebener Ablösesumme aus dem Vertrag freizukaufen. Somit wechselt Griezmann zum FC Barcelona, wie der Verein bestätigt.

Seit Anfang 2018 kursieren Gerüchte, wonach der französische Stürmer zu Barça wechseln solle. Nach dem WM-Titel vergangenen Sommer veröffentlichte der 28-Jährige allerdings eine (von Barça-Verteidiger Gerard Piques Firma Kosmos produzierte) Doku, in der er aufzeigte, wie der schwierige Entscheidungsprozess vonstattenging – zum Schluss verkündete er seinen Verbleib bei Atlético Madrid. Er verlängerte seinen Vertrag, bekam eine saftige Lohnerhöhung und die Ausstiegsklausel stieg von 100 Millionen auf 200 Millionen Euro. Allerdings nur bis am 1. Juli 2019, dann sank sie auf 120 Millionen Euro. Ein Indiz, wonach sich Griezmann einen Wechsel doch noch offen lassen wollte.

Mitte Mai 2019 kündigte er dann auch an, dass er Atlético verlassen wolle. Diesen hat er nun offiziell vollzogen. Bayern München und Barcelona galten als mögliche Abnehmer, zuletzt kündigte Atlético-Präsident Enrique Cerezo an, dass es die Katalanen sein werden. Auch der Zeitpunkt ist nicht zufällig: Heute Freitag enden Griezmanns Ferien (alle Atlético-Spieler erhalten im Sommer eine 30-tägige Ruhezeit), er hätte sonst also heute zum Training erscheinen müssen. So wird er am Montag bei Barças offiziellem Vorbereitungsstart einsteigen.

«Weiss, welche Opfer ich bringen muss»

Bei Barça wird der Linksfuss zunächst einen schweren Stand haben. Fans, und wie spanische Medien berichten auch einige Spieler, soll Griezmanns Inszenierung aus dem Vorjahr nicht gefallen haben. Auch deshalb sagte Griezmann vor einigen Wochen: «Ich weiss, wohin ich wechseln werde, und ich weiss, welche Opfer ich dafür bringen muss.» Von Anfang an wird also ein grosser Druck auf dem talentierten Offensivspieler lasten. Aber klar ist auch: Mit guten Leistungen wird ihm seine Doku «La Décision» schnell verziehen.

Dass Barça und Griezmann schon länger verhandelten, stösst Atlético sauer auf. Kurz nach der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels protestierte der Hauptstadt-Club gegen den Transfer. Die 120 Millionen Euro seien nicht ausreichend, um den noch bis 2023 laufenden Vertrag in Madrid zu lösen, hiess es am Freitag in einer offiziellen Mitteilung. Als Grund gab Atlético an, dass sich Griezmann und Barcelona bereits über den Wechsel einig geworden seien, als die Ausstiegsklausel noch 200 Millionen Euro betragen habe. (fas)

Erstellt: 12.07.2019, 17:41 Uhr

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