Basel bezwingt den FCZ im Klassiker

Der FC Basel ist dank des verdienten Vollerfolgs über den FC Zürich neu Tabellenzweiter. GC verliert im Letzigrund gegen Luzern.

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Es war der Mannschaft von Marcel Koller von Beginn weg anzumerken, dass sie im letzten Heimspiel vor der Winterpause das Bild in den Köpfen der Zuschauer korrigieren wollte. Mussten sich die Fans am vergangenen Sonntag beim 1:3 gegen die Young Boys im St.-Jakob-Park fragen, wer Heimvorteil genoss, traten die Basler gegen den FC Zürich wieder im Normalmodus an: Druck und Selbstvertrauen statt Kraftlosigkeit und Angst. Albian Ajeti nach schöner Kombination und Raoul Petretta mit einem Sonntagsschuss erzielten die letzten Heimtore des FCB vor der Winterpause.

Allerdings profitierte der FCB beim Sieg auch von einem FC Zürich, der einen nervösen Start hinlegte und erst nach der Pause ins Spiel fand. So hätte es bereits nach 10 Minuten 1:0 für den FCB stehen können. Albian Ajeti entwischte den Zürcher Abwehrspielern, sein Lupfer sprang allerdings nicht nur an FCZ-Goalie Yanick Brecher, sondern auch am Tor vorbei. Besser machte es der Topskorer des FCB neun Minuten später. Drei schnelle Pässe genügten, um Ajeti erneut vor Brecher in Position zu bringen, diesmal erwischte er den FCZ-Schlussmann zwischen den Beinen hindurch zum 1:0. Drei Minuten nach der Pause sorgte Aussenverteidiger Raoul Petretta mit einem unhaltbaren Distanzschuss für das Highlight des Abends.

Petrettas Traumtor zum 2:0 für den FC Basel. (Quelle: SRF)

Pech für FCZ bei Elfmeter-Fehlentscheidung

Besonders über die Seiten sorgten die Basler durch den erst 18-Jährigen Noah Okafor und den vier Jahre älteren Aldo Kalulu immer wieder für gefährliche Vorstösse, wobei die Zürcher Abwehr regelmässig vom Tempo der beiden FCB-Youngsters überfordert schien. Erst durch die Einwechslung von Hakim Guenouche für Mirlind Kryeziu zur Pause und die Umstellung von Dreierabwehr auf Viererkette kamen die Zürcher besser ins Spiel.

Dass den Baslern eine noch hektischere Schlussphase erspart blieb - der Klassiker nahm mit Fortdauer der Partie an Intensität zu -, hatte auch mit Nikolaj Hänni zu tun. In der 83. Minute entschied der Schiedsrichter nach einem Hands von Aldo Kalulu auf Freistoss, obschon der Ball dem Basler knapp innerhalb des Strafraums an die Hand geprallt war.

Auch die Grasshoppers verlieren

Lugano und Sion trennten sich unentschieden 2:2. Die Tessiner blieben damit zum fünften Mal hintereinander sieglos. Für die Walliser endete eine kleine Serie. Das Team von Trainer Murat Yakin hatte die letzten drei Meisterschaftsspiele allesamt gewonnen.

Im dritten Spiel vom Sonntag schlug Luzern die Grasshoppers im Letzigrund 3:2 und bestätigte damit ein weiteres Mal seine Stärke auf fremdem Terrain. Auswärts sind die Innerschweizer in dieser Saison nach YB die zweitbeste Mannschaft. Der Nigerianer Blessing Eleke war für Luzern zweifacher Torschütze

Eleke schiesst Luzern zum Sieg. (Quelle: SRF)

Basel - Zürich 2:0 (1:0) 26'760 Zuschauer. - SR Hänni.– Tore: 19. Ajeti 1:0. 49. Petretta 2:0. Basel: Omlin; Widmer, Kaiser, Cömert, Petretta; Van Wolfswinkel, Frei, Zuffi; Kalulu (87. Kuzmanovic), Ajeti (95. Pululu), Okafor (76. Oberlin). Zürich: Brecher (46. Vanins); Maxsö, Bangura, Mirlind Kryeziu (46. Guenouche); Winter, Palsson, Hekuran Kryeziu, Kololli; Khelifi, Marchesano (71. Kasai); Odey.

Grasshoppers - Luzern 2:3 (2:2) 4800 Zuschauer. - SR Fähndrich. Tore: 2. Eleke 0:1. 11. Bajrami 1:1. 18. Cirkovic 1:2. 34. Ngoy 2:2. 79. Eleke 2:3. Grasshoppers: Lindner; Cvetkovic, Ajeti, Zesiger, Lika (82. Pinga); Diani, Kamber (74. Pusic); Jeffrén (66. Sukacev), Bajrami, Ngoy; Bahoui. Luzern: Zibung; Grether, Lucas, Cirkovic, Sidler; Voca (67. Custodio), Schulz; Vargas (42. Demhasaj), Schneuwly, Schürpf; Eleke (85. Schmid).

Lugano - Sion 2:2 (1:1) 3865 Zuschauer. - SR San. Tore: 13. Neitzke (Adryan) 1:0. 44. Covilo (Gerndt) 1:1. 49. Bamert (Eigentor) 2:1. 73. Adryan (Fortune) 2:2. Lugano: Da Costa (46. Baumann); Maric, Covilo, Sulmoni; Daprelà, Sabbatini, Piccinocchi (78. Brlek), Mihajlovic; Bottani, Gerndt, Carlinhos (84. Macek). Sion: Fickentscher; Bamert (59. Philippe, 90. Khasa), Neitzke, Abdellaoui; Mveng, Zock (48. Fortune), Toma, Ndoye, Morgado; Kasami, Adryan.

Rangliste: 1. Young Boys 17/46 (53:19). 2. Basel 17/27 (32:32). 3. Thun 17/25 (35:27). 4. Zürich 17/24 (26:25). 5. St. Gallen 17/23 (26:32). 6. Luzern 17/22 (27:32). 7. Sion 17/21 (27:28). 8. Lugano 17/18 (26:32). 9. Grasshoppers 17/17 (21:33). 10. Neuchâtel Xamax FCS 17/13 (25:38).

Erstellt: 09.12.2018, 15:38 Uhr

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