Winterthur

Der Erfolgszwang des FCW

Das Derby vom Samstag gegen Wil ist für den FCW wichtiger als der Cupmatch am Mittwoch gegen Basel.

Captain Patrik Schuler steht gegen Wil wieder im Kader des FCW.

Captain Patrik Schuler steht gegen Wil wieder im Kader des FCW. Bild: Heinz Diener

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Der Cupmatch gegen den FCB am kommenden Mittwoch in der längst ausverkauften Schützenwiese mag fürs Auge ein absoluter Höhepunkt der FCW-Saison sein. Doch fürs weitere Gedeihen des Vereins ist eindeutig wichtiger, was sich heute zuträgt, im Meisterschafts-Heimspiel gegen den FC Wil, einem Abstiegskampf sondergleichen. Aus Winterthurer Sicht ist die Ausgangslage so zu beschreiben: Gewinnt der gastgebende FCW, kommt er dem anreisenden FCW bis auf zwei Punkte nahe – und überholt er ihn gar, wenn diesem die drei in erster Instanz von der Liga aberkannten Punkte auch nach einem Rekurs versagt bleiben. Gewinnen aber die Wiler, haben sie ein Plus von fünf oder gar acht Punkten. Das wäre dann schon ziemlich beruhigend. Eine Rolle spielt aber auch, was die weiteren Teams in der unteren Tabellenhälfte machen, vor allem Wohlen gegenLe Mont und Chiasso daheim gegen Servette, das in derRückrunde noch keinen Punkt abgab.

Umberto Romano, der FCW-Trainer mit Wiler Vergangenheit als Spieler (von Sommer 2001 bis Dezember 2003), sieht seine Mannschaft zwar durchaus auf einem guten Weg. Die letzten Leistungen gegen Neuchâtel Xamax (0:1) und den FCZ (2:2) spra-chen dafür, aber es waren eben – wie der Cupmatch in Bern – Spiele, in denen der FCW klarer bis sehr klarer Aussenseiter war. Jetzt muss er auch daran gehen, jene Spiele zu gewinnen, in denen es eher um sechs als «nur» um drei Punkte geht.

FC Winterthur – FC Wil ist ein solcher Anlass, bei dem wichtiger ist, zu punkten als gut zu spielen. «Wir sind uns dessen schon bewusst, auch die Spieler», sagt Romano. Allein, dies umzusetzen, ist bisher einzig im ersten Match unter Romano und Dario Zuffi gelungen, gegen Wohlen(2:1 nach 0:1 bei Halbzeit).

Die Idealelf kann Romano nicht aufstellen, denn es ist mit Gianluca Frontino ausgerechnet jener Mann gesperrt, der als Verstärkung für die Offensive, für letzten Pass und Abschluss, verpflichtet wurde. Nicht verfügbar, weil ebenfalls gesperrt, ist Jungverteidiger Sepp Roth. Captain Patrik Schuler ist zurück imKader, Marco Mangold, Gianluca D’Angelo und Daniele Russo,der gestern wieder mal auf der Schützi zu Gast war, sind weiterhin verletzt. Es ist anzunehmen, dass die Ersetzung der Gesperrten die einzige Änderung zum Spiel in Zürich ist.

Der FC Wil muss auf seine verletzten (ehemaligen . . .) Grossverdiener Remi Gomis und Nduka Ozokwo verzichten. Zum ersten Match unter Maurizio Jaccobacci kommt er mit diesem Ballast: 13 Spiele ohne Sieg, zuletzt sechs Niederlagen mit 1:18 Toren. Und: Im September bot Winterthur beim Heim-3:0 gegen Wil die über 90 Minuten beste Leistung der Vorrunde.

Erstellt: 31.03.2017, 23:06 Uhr

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