Embrach

Embrach stolpert derzeit zu oft

Von den vergangenen 41 Meisterschaftsspielen hat Embrach 26 verloren und nur 8 gewonnen. Es droht der direkte Fall von der 2. Liga regional in die 4. Liga. Die Vereinsleitung gerät darob nicht in Panik.

Kein Durchkommen für Embrachs Besart Gjukaj, der hier von Rümlangs Simon Kümin gefoult wird.

Kein Durchkommen für Embrachs Besart Gjukaj, der hier von Rümlangs Simon Kümin gefoult wird. Bild: Madeleine Schoder

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Morgen Sonntag tritt Embrach, das in der Tabelle der Gruppe 5 der 3. Liga lediglich den viertletzten Platz belegt, beim starken Ranglistenzweiten Bülach an. Weil im Embracher Fanionteam mit Samet Ademi, Jason Antille, Lirim Berisha, Ken Bertschy, Hugo De Araujo Ribeiro, Robert El­shani, Matthias Enzler, Eron Gjukaj, Rany Korchad, Stefano Luciano und Ruben Paradiso knapp ein Dutzend der Spieler um die 20 Jahre alt sind, stehen in den kommenden Wochen und Monaten für viele Akteure Lehrabschlussprüfungen und/oder die Rekrutenschule auf dem Programm.

«Bereits jetzt haben wir Spieler, die aus absolut verständlichen Gründen immer wieder im Training fehlen», berichtet Embrachs Leiter Aktive, Toni De Carlo. Dieses Manko wird im Team wohl noch für längere Zeit in grösserem Ausmass anhalten.

Gute Atmosphäre

Für Toni de Carlo und Trainer Mauro Fässler ist es zudem schwierig, Spieler nach Embrach zu holen. Das idyllische Dorf mit rund 9000 Einwohnern ist nicht eben sehr gut zu erreichen. Das Fanionteam des FC Embrach profitiert dafür aber von der Treue seiner Akteure: «Unsere Leistungsträger sind bei unserer Konkurrenz oder sogar Zweitligisten begehrt. Doch sie halten uns die Treue», klärt De Carlo auf. Freudig ergänzt er: «Uns haben sogar alle Spieler zugesichert, auch in der nächsten Saison für Embrach zu spielen. Im schlimmsten Fall sogar in der 4. Liga.»

So erfreulich die Atmosphäre im FC Embrach auch ist, so unbefriedigend stellt sich derzeit die sportliche Si­tua­tion dar. Nach der 0:1-Heimniederlage vom vergangenen Sonntag gegen den Vorletzten Rümlang ist Embrachs Vorsprung auf den ersten Abstiegs-rang auf fünf Punkte geschrumpft. «In jüngster Vergangenheit sind mit Bülach und Bassersdorf schon zwei Traditionsklubs in die 4. Liga abgestiegen», erwähnt Toni de Carlo. Trotzdem wird im Verein vieles unternommen, um die Relegation in die 4. Liga zu verhindern. «Wir backen zwar nur kleine Brötchen, nichtsdestotrotz wollen wir jedes Spiel gewinnen», sagt De Carlo in bestimmtem Ton. Der 48-Jährige, ein ehemaliger Zweitligafussballer und Trainer, verweist auf die Tatsache, dass Trainer Mauro Fässler hervorragend arbeite und dass im Verein die Zusammenarbeit zwischen den Aktiv- und Junioren-Teams sehr gut klappe.

Auch FC-Embrach-Vereinspräsident Cyrill Zimmermann verfolgt die sportliche Si­tua­tion genau. «Natürlich will jeder Fussballer immer jedes Spiel gewinnen, deshalb bereitet uns die aktuelle sportliche Si­tua­tion un­seres Drittliga-Teams auch keinen Spass. Aber wir wissen, dass wir ein Dorfverein sind, und wir versuchen immer, in Bezug auf unsere Möglichkeiten das Beste herauszuholen.» Zimmermann und seine Vorstandskollegen bleiben trotz der Baisse gelassen. So verlängerten sie zum Beispiel vor wenigen Tagen den Vertrag mit Trainer Fässler bis Sommer 2016.

Leistungen ansprechend

Die magere sportliche Bilanz der vergangenen 41 Meisterschaftsspiele, aus denen lediglich 8 Siege resultierten, widerspiegelt die Auf­tritte des Embracher Dritt­- li­ga­teams nicht ganz. Die Leistungen waren meist besser, als es die Resultate zum Ausdruck bringen. So auch am vergangenen Sonntag bei der 0:1-Heimniederlage gegen Rümlang. In dieser Partie waren sich die beiden Widersacher ebenbürtig. Embrach hatte zudem in der 2. Minute Pech bei einem Pfostenschuss durch Pa­trick Diener. Dazu konnte Trainer Fässler Mittelfeldmotor Patrick Hölzel nicht einsetzen, weil Hölzel in den Wochen zuvor oft trotz Schmerzen gespielt hatte und dar­um in der wichtigen Sechspunktepartie gegen Rümlang pau­sieren musste.

Erstellt: 02.05.2015, 10:25 Uhr

Gemeindeabstimmung

An der Rechnungs-Ge­mein­de­versammlung vom 22. Juni ­werden die Stimmberechtigten über einen Investitionsbeitrag von 750000 Franken für das Klubhaus abstimmen.

Der FC Embrach ist in der 9000 Einwohner zählenden Gemeinde eine Institution. Die Vereinsmitglieder packen nicht nur auf dem Fussballplatz fleissig mit an, sondern auch beim Unterhalt des Vereinsgebäudes. Zudem ist Fussball populär in Embrach. Mittlerweile spielen 430 Kinder im FC. Dementsprechend platzt die Infrastruktur aus allen Nähten. Das 30 Jahre alte Klubgebäude ist sanierungsbedürftig. Und endlich sollen auch die zahlreichen Frauen und Mädchen zwei Damengarde­roben mit separatem Eingang erhalten. An der Rechnungs-Ge­mein­de­versammlung vom 22. Juni ­werden die Stimmberechtigten über einen einmaligen, zweckgebundenen Investitionsbeitrag von 750 000 Franken für das Klubhaus abstimmen. Die ­Gesamtkosten belaufen sich auf 1,4 Mio Franken. (mw)

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