Embrach

Embrach zeigt ansprechende Frühform

Zum Saisonstart in der Gruppe 4 gewinnen die Gastgeber im Bilg das Derby gegen Niederweningen klar 3:0. Die Mannschaft von Jürg Stücheli will heuer um den Aufstieg mitspielen.

Sandro Huber (links) und Embrach sind im Heimspiel gegen Alejandro Linares und Niederweningen oft um den entscheidenden Tick frischer, wacher – und schneller am Ball.

Sandro Huber (links) und Embrach sind im Heimspiel gegen Alejandro Linares und Niederweningen oft um den entscheidenden Tick frischer, wacher – und schneller am Ball. Bild: Sibylle Meier

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Zum Auftakt der Meisterschaft kam es in der Gruppe 4, jener 3.-Liga-Gruppe, in der sich traditionellerweise am meisten Unterländer Vereine tummeln, mit Embrachs Heimspiel gegen Niederweningen zu einem Unterland-Derby. Nach zehn Minuten scheiterte der emsige Embracher Sami Korchad mit seinem Schuss aus kurzer Distanz an Niederweningens Torhüter Manuel Luca Rüedi. Doch nur eine knappe Minute später jubelten die Spieler von Trainer Jürg Stücheli trotzdem.

Der 18-jährige Sandro Huber spitzelte ein Zuspiel des gleichaltrigen Arjanit Dacic zum Embracher Führungstor. Der schnelle Flügelspieler Huber schilderte hernach: «Ich habe gewusst, dass Arjanit das Laufduell mit seinem Gegenspieler gewinnen würde. Darum bin ich instinktiv in den Strafraum gesprintet und habe den Pass zum 1:0 verwertet.» In der Pause musste sich der Torschütze aber mit Schwindelgefühlen auswechseln lassen.

Ein umstrittener Ausschluss

Von Niederweningen war dagegen im ersten Durchgang nichts zu sehen. Kurz vor dem Seitenwechsel kam doch noch grosse Hektik auf, als der Wehntaler Mittelfeldspieler Sven Willimann im Embracher Strafraum nach einem Zweikampf mit Michael Ehrensberger plötzlich am Boden lag. Der Schiedsrichter Frantisek Pristac entschied aber überraschenderweise nicht auf Penalty, sondern auf eine Schwalbe, und zeigte dem bereits vorbelasteten Willimann dafür sogar die Gelb-Rote Karte. Der 35-Jährige beschrieb die Situation aus seiner Sicht selbstredend anders: «Ich bin mit dem Ball in den Füssen im gegnerischen Fünfmeterraum gestanden und wollte aus der Drehung heraus aufs Embracher Tor schiessen. Genau in diesem Moment habe ich einen kräftigen Schlag auf mein Fussgelenk bekommen. Als ich dann den Pfiff des Schiedsrichters gehört habe, habe ich mich schon über unseren berechtigten Elfmeter gefreut.» Auch Minuten nach Spielschluss schüttelte Willimann immer noch den Kopf über den Entscheid des Unparteiischen.

Doch auch die eigene Mannschaftsleistung bemängelte der Routinier: «Wir haben die Embracher einfach spielen lassen und keinerlei Gegenwehr gezeigt.» Auch Trainer Patrick Eschler kritisierte seine Mannschaft und sagte enttäuscht: «Heute hat bei uns nichts zusammengepasst. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen und zu viele Fehlpässe verzeichnet.» Ausserdem ärgerte sich der 35-jährige Coach über die harmlosen Offensivbemühungen seiner Spieler: «Während unserer guten Vorbereitung sind uns viele schöne Tore gelungen. Aber gegen Embrach sind wir unerklärlicherweise zu keiner gefährlichen Abschlussmöglichkeit gekommen.»

Ambitionen in Embrach

Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff verpassten es die Embracher zuerst durch Marvin Baumgartner, dann durch Andrin Stäbler, ihre Führung auszubauen. Beide Abschlüsse landeten statt im Tor am Niederweninger Pfosten. In der 80. Minute erzielte Michael Ehrensberger nach einem Corner Baumgartners mit einem wuchtigen Kopfball doch noch das wichtige 2:0. Kurz vor Ende der Partie lancierte Jeton Jakupi mit einem herrlichen Pass in die Tiefe Ruben Paradiso. Der Stürmer sorgte mit einem gut platzierten Schuss für das 3:0-Schlussresultat.

Embrachs Trainer Jürg Stücheli analysierte: «Trotz einigen namhaften Absenzen haben wir eine sehr solide und reife Leistung abgeliefert und hochverdient gewonnen. Wie wir den Ball in den eigenen Reihen laufen gelassen und nie die Geduld verloren haben, stimmt mich sehr positiv für den weiteren Saisonverlauf.» Auch der stark spielende Michael Ehrensberger lobte seine Mitspieler: «Ein sehr guter Auftritt von uns. Wir hatten beinahe keine Ballverluste und waren in jeder Phase überlegen.» Zum Saisonziel meint der 35-jährige Innenverteidiger selbstbewusst: «Ich will mit Embrach in die 2. Liga aufsteigen.»

Erstellt: 19.08.2019, 21:41 Uhr

Zahlen und Fakten

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Embrach - Niederweningen 3:0 (1:0)
Im Bilg. – 200 Zuschauer. – SR Frantisek Pristac. – Tore: 11. Huber 1:0. 80. Ehrensberger 2:0. 87. Paradiso 3:0. – Embrach: Dos Reis Silva Ferreira; Dacic, Ehrensberger, Jakupi, Maurhofer (46. De Araujo); Huber (46. Ferrari), Lo Martire, Stäbler, Baumgartner (87. Giacone); Korchad (89. Santos), Paradiso. – Niederweningen: Rüedi; Epprecht, Ernst (76. Feer), Plüer, Weisstanner (81. Müller); Linares (46. Lionel Spielmann), Willimann, Riedener, Annese (17. Cedric Spielmann); Tanner, Franz (46. Sander). – Bemerkung: 45. Gelb-Rote Karte Willimann (N/Foulspiel und Schwalbe).

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