Glattbrugg

Glattbruggs Serie jäh gerissen

Nach neun Meisterschaftspartien ohne Niederlage verloren die ersatzgeschwächten Unterländer in ZH-Affoltern, dem Tabellenführer der Gruppe 3 der 3. Liga, mit 0:4.

Glattbruggs Livio Pila di Caprio (rechts) zeigte in der ersten halben Stunde in ZH-Affoltern (links mit Dragan Djukic) eine starke Leistung.

Glattbruggs Livio Pila di Caprio (rechts) zeigte in der ersten halben Stunde in ZH-Affoltern (links mit Dragan Djukic) eine starke Leistung. Bild: Christian Merz

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Die Glattbrugger Überflieger sind nach neun Pflichtspielen ohne Niederlage hart gelandet. Das Team von Trainer Markus Biber unterlag Tabellenführer ZH-Affoltern gleich 0:4. In der ersten halben Stunde waren die Unterländer indes noch das bessere Team. In der 7. Minute stoppte Aussenverteidiger Marco Giannetta den Ball mit der Brust und legte damit für Almedin Mehinbasic auf, der im Strafraum aus guter Position das Leder über die Latte schoss. In der 26. Minute kam Livio Pila Di Caprio fünf Meter vor dem Affoltemer Gehäuse zum Schuss. Der 18-jährige Goalie Ibrahim Abdi jedoch boxte mit unglaublichem Reflex den Ball von der Torlinie weg.

Glattbrugg zu Beginn besser

Entgegen dem Spielverlauf gingen die Stadtzürcher in der 28. Minute in Führung. Kaan Demirci köpfelte einen Eckball aufs Glattbrugger Tor. Der Ball flog dabei an den Oberschenkel des Glattbruggers Mehinbasic und von dort über die Linie. Dieser Treffer führte zu einer Wende im Spiel. Die Dominanz von Glattbrugg nahm ab und nach einer Stunde Spielzeit übernahm ZH-Affoltern seinerseits das Szepter. Die Stadtzürcher bauten ihren Vorsprung dank Toren in der 67., 77. und 85. Minute zum Schlussresultat von 4:0 aus.

Glattbrugg will aufsteigen

Der Sieg ging in Ordnung. ZH-Affoltern will, nachdem es noch 2017 in der 2. Liga und 2010 in der 2. Liga interregional gespielt hat, am liebsten noch in dieser Saison in die 2. Liga zurückkehren.

Aufsteigen will natürlich auch Glattbrugg, das im letzten Jahrhundert sogar während ein paar Saisons in der 1. Liga vertreten war. «Aber natürlich ist ein Aufstieg für uns in dieser Saison zu früh», wehrt Biber ab. Der Coach, der mit Assistenztrainer Luca Ottoni dem Team vorsteht, weist darauf hin, dass seine enorm junge Equipe Zeit brauche. Das habe ja der Auftritt in ZH-Affoltern gezeigt. Die 0:4-Niederlage müsse allerdings relativiert werden, weil den Unterländern mit Luciano Martino, John Faragalla, Tobias Bolliger (alle privat), Aleksandar Vidovic (Rückenprobleme) sowie Christopher Grütter und Bardhul Kaba (beide gesperrt) wichtige Spieler gefehlt haben.

Ungeachtet des Resultates sah Markus Biber beim Auftritt seiner Truppe in ZH-Affoltern auch Positives: «Das junge Team hat die Enttäuschung über den negativen Spielverlauf disziplinarisch gut weggesteckt. Unsere einzige gelbe Karte gabs wegen eines taktischen Fouls.»

Die top 3 (FC Glattbrugg)

Marco Giannetta. Der 32-Jährige spielt kein Firlefanz, sondern verteidigt routiniert und sauber und setzt als Aussenverteidiger seine Vorderleute immer wieder geschickt ein.

Marc Schaffner ist als 29-Jähriger ein Halb-Routinier. Auch er verteidigte in ZH-Affoltern vorzüglich und spielte gute weite Pässe. Dies, obwohl er leicht verletzt ins Spiel ging, weil er vor zwei Wochen mit dem Fuss umgeknickt ist. Wegen diesem Malheur musste er in Affoltern in der 68. Minute ausgewechselt werden.

Livio Pila di Caprio. Eine komische Geschichte. Leichtfüssig drückte der 20-Jährige in der ersten halben Stunde den Offensivaktionen seines Teams den Stempel auf. Wurde in der 38. Minute müde ausgewechselt und kam am Schluss nochmals aufs Feld.

Erstellt: 07.04.2019, 17:10 Uhr

Infobox

ZH-Affoltern - Glattbrugg (4:0) (1:0)

Fronwald. 90 Zuschauer. – SR Ferit Kilic. – Tore: 28. Eigentor (Mehinbasic) 1:0. 67. Ammar 2:0. 77. Winzeler 3:0. 85. Özcan 4:0. – ZH-Affoltern: Abdi; Demirci (74. Moella), Djukic, Simsek (45. Jeraj); Gebhardt, Winzeler (80. Appenzeller), Dubno (80. Pereira), Berthe (84. Gianotti), Ammar; Ita (68. Özcan), Topaloglu (61. Micelli). – Glattbrugg: A. Sefedini; Kaya, Schaffner (68. Pila), Nardolillo, M. Giannetta; P. Sefedini (70. De Lima); Radikic, Di Capria (38. Kaba), Mehinbasic (46. Ibrahimi), Culosi, Bojkovic (72. Mehinbasic).

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