So provozierte Ronaldo nach seinem Penaltygoal

Juves Superstar sorgt nach seinem Siegtreffer im Derby gegen Torino für Diskussionen – ein gefundenes Fressen für Italiens Enfant terrible.

Tor und Provokation: Cristiano Ronaldo macht den gegnerischen Goalie sauer. Video: Youtube/Serie A

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Der Druck war gross. Als Cristiano Ronaldo in der 70. Minute des Turiner Derbys zum Penalty anlief, stand es noch 0:0. Aussenseiter Torino hielt gut mit, hatte Chancen auf den Führungstreffer. Also lief der Portugiese an, zuvor wollte Goalie Salvador Ichazo ihn noch mit Mätzchen aus der Ruhe bringen. Doch Ronaldo verwertete, wenn auch äuserst glücklich – der für den verletzten Stammgoalie Salvatore Sirigu eingewechselte Ichazo hatte die Ecke erahnt und war noch am Ball.

Deshalb musste die Erleichterung gross sein, bei Juves Superstar. Ein verschossener Penalty hätte wenige Tage nach seinem Bock gegen YB (er verhinderte den Ausgleich seines Mitspielers) für noch mehr Spott gesorgt. Mit einem Lächeln im Gesicht rannte der 33-Jährige los zum Jubel. Er lief aber nicht wie gewohnt zur Eckfahne, um seinen zum Markenzeichen gewordenen Sprung anzusetzen, nein, er hatte ein anderes Ziel: Ichazo. Er visierte den Goalie an, lächelte ihm ins Gesicht, rempelte ihn an und liess sich wenige Meter daneben feiern. Schiedsrichter Marco Guida sanktionierte die Unsportlichkeit mit einer Gelben Karte.

Offenbar zu wenig, wie Mario Balotelli befand. Italiens Enfant terrible postete auf Instagram ein Bild der Szene und schrieb dazu: «Wenn ich das gewesen wäre, ciao!» Der Nationalspieler sorgte immer wieder für Schlagzeilen, fühlte sich von Schiedsrichtern und Medien in Vergangenheit geradezu verfolgt. Unvergessen ist sein Torjubel gegen Manchester United aus dem Jahr 2011, als er sein Shirt hochzog, um sein Unterleibchen mit der Aufschrift «Why always me?» zu zeigen.

Offenbar kam das nicht bei allen gut an. Stunden später postete Balotelli einen weiteren Beitrag. Er zeigt Cristiano Ronaldo auf den Knien, wie er zum 28-Jährigen hochblickt. Balotelli schreibt dazu: «Nehmt euch bitte kurz Zeit um zu sehen, welche Kommentare ich mir gewohnt bin. Ich habe den grössten Respekt vor ihm, obwohl ich seine unsportliche Geste kommentiert habe.»

Immerhin: Cristiano Ronaldo entschuldigte sich später bei Ichazo, Medienberichten zufolge tauschten Stürmer und Goalie nach Spielschluss sogar noch die Trikots. (fas)

Erstellt: 17.12.2018, 10:30 Uhr

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