YB übt mit dem FC Zürich für Belgrad

Die Young Boys haben gegen einen desolaten FCZ leichtes Spiel. Das 4:0 ist die ideale Vorbereitung fürs Playoff-Rückspiel der Champions League.

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Es ist erst Pause, doch Levan Kharabadze liegt am Boden, als hätte der FCZ soeben ein entscheidendes Spiel verloren. Das Bild ist sinnbildlich für eine Halbzeit, in der die Zürcher im Allgemeinen und der georgische Linksaussen im Speziellen keine gute Falle abgeben.

Dominanter Beginn

Das Heimteam, das im Vergleich zum Playoff-Hinspiel vergangenen Mittwoch gegen Roter Stern Belgrad auf fünf Positionen Wechsel vornahm, ist dominant, hat in der Anfangsphase 70 Prozent Ballbesitz. Die Gäste vermögen sich kaum einmal aus der eigenen Hälfte zu befreien. Sie sind fehlerhaft, gerade Kharabadze, der mit zwei riskanten Querpässen zwei YB-Gelegenheiten einleitet. Jean-Pierre Nsame sowie Christian Fassnacht tun ihm den Gefallen, aus besten Positionen zu vergeben. So bleibt ein Kopfball Fassnachts, der via dem Pfosten und dem Bein von FCZ-Goalie Brecher ins Tor fand, der vorerst einzige Treffer.

Magnin erlöst Kharabadze in der Pause, bringt neben Ilan Sauter auch Matteo die Giusto. Die Eigengewächse erleben ihr Debüt in der Super League. Es ist eines zum Vergessen. Statt dem Umschwung kommt bald das 2:0 (59. Minute): Nsame erobert mit grenzwertig viel Körpereinsatz den Ball und darf nach Fehlschuss Roger Assalés ungestört abstauben.

YB lässt nicht nach

Der FCZ zeigt nun Auflösungserscheinungen. Simon Sohm spielt einen Fehlpass und versucht sich gegen Assalé im Schwingen. Den fälligen Penalty verwandelt der eingewechselte Ngamaleu. Und kurz darauf könnte es erneut Elfmeter geben, der Unparteiische Klossner bleibt nach Intervention des Videoschiedsrichters bei seinem Freistoss-Entscheid. Das Ergebnis ist dasselbe: Gianluca Gaudino trifft unter der Mauer hindurch zum 4:0. Die meisten der 24442 Zuschauer im Stade de Suisse erheben sich. Dabei bleibt es. Die Young Boys können als Leader und mit viel Selbstvertrauen und Torschusstraining nach Belgrad reisen, wo sie am Dienstag mindestens einen Treffer benötigen. Beim FC Zürich stehen derweil nicht nur für Kharabadze ungemütliche Tage an.

Young Boys - Zürich 4:0 (1:0)
24'442 Zuschauer. - SR Klossner.

Tore: 29. Brecher (Eigentor) 1:0. 59. Nsame (Assalé) 2:0. 69. Moumi Ngamaleu (Foulpenalty) 3:0. 77. Gaudino 4:0.

Young Boys: Von Ballmoos; Janko (71. Lotomba), Bürgy, Sörensen, Garcia; Lustenberger; Assalé, Sierro, Gaudino, Fassnacht (66. Aebischer); Nsame (65. Moumi Ngamaleu).

Zürich: Brecher; Sohm, Bangura, Nathan; Britto, Domgjoni, Popovic, Charabadse (46. Sauter); Marchesano (81. Aliu); Kramer, Ceesay (46. Di Giusto).

Bemerkungen: YB ohne Lauper, Camara, Martins, Spielmann (alle verletzt), Hoarau und Sulejmani (rekonvaleszent). Zürich ohne Mirlind Kryeziu (gesperrt), Mahi, Hekuran Kryeziu, Winter, Schönbächler, Kasai, Rüegg, Kololli, Omeragic und Zumberi (alle verletzt). Verwarnungen: 36. Nathan (Foul). 49. Garcia (Foul). 53. Sauter (Foul). 68. Sohm (Foul). 72. Marchesano (Foul).


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

Erstellt: 24.08.2019, 18:49 Uhr

Update folgt...

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