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«Auf diesen Moment mussten wir lange warten»

Die Schweizer Helden feiern den sensationellen Sieg gegen Belgien mit viel Schalk, aber ohne Champagner.

«Ein perfektes Spiel»: Der dreifache Schweizer Torschütze nach dem 5:2 gegen Belgien. (Video: Sebastian Rieder)

Was für ein Spiel, was für eine Dramatik! Das letzte Nations-League-Gruppenspiel der Schweiz gegen Belgien wurde nach schläfrigem Anfang zum Krimi. Lesen Sie, was die Protagonisten zur Wende vom 0:2 zum 5:2 zu sagen hatten.

Vladimir Petkovic:

«Das Spiel war etwas besser als vor drei Tagen (lacht). Grosses Kompliment meiner Mannschaft. Nicht nur wegen des Resultats, sondern auch, weil wir nach dem harten 0:2 im Spiel geblieben sind. Ich wusste schon, dass ich gegen Katar mit der Aufstellung etwas riskiert habe. Auch mit Blick auf das Belgien-Spiel. Nicht, dass ich verlieren wollte, aber ich bin das Risiko eingegangen. Wir haben die ganze Zeit in diese Richtung gearbeitet. Wir haben geglaubt, dass wir unsere Chance packen können. Nach dem 0:2 schien es für mich wichtiger, nicht das 0:3 zu erhalten, nicht eine hohe Niederlage einzustecken. Aber wie das Team dann reagiert hat, macht mich sehr stolz. Seferovic hat in jedem Training und in jedem Spiel gezeigt, dass er für uns ein wichtiger Spieler sein kann. Man kann nicht nach jedem Fehler einen Spieler fallen lassen. Wir haben ein Spiel gewonnen, und wir haben uns ein Turnier erspielt mit den besten vier Teams Europas. Unser Team braucht noch mehr Mut, um noch besser zu werden. Dieses Spiel ist auch ein Zeichen dafür, dass das Team körperlich zugelegt hat. Was sehr erfreulich war, war die mentale Leistung der Mannschaft. Und auch, dass wir sehr präsent und auch sehr konsequent waren im gegnerischen Strafraum.»

Haris Seferovic:

«Während den ersten 15 bis 20 Minuten waren wir nicht richtig da, haben etwas geschlafen – oder vielleicht wollten wir auch einfach zu viel. Dann erwachten wir aber, kamen zum 2:2 und richtig in Fahrt. Danach war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Tore fallen. Für mich war es der erste Dreierpack, und hoffentlich nicht der letzte. Wir haben bestätigt, über welche Qualität wir verfügen. Wenn wir jetzt Konstanz reinbringen, kommt es gut. Es war unser Ziel, die Gruppe zu gewinnen, das haben wir dank einer super Leistung geschafft. Jetzt reise ich mit einem guten Gefühl zurück nach Portugal zu Benfica Lissabon.»

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Video – Der Schlusspunkt: Haris Seferovic trifft zum 5:2

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Xherdan Shaqiri:

«Das 0:2 zu Beginn war sicher ein kleiner Schock für uns. Aber wir haben immer daran geglaubt. Das ist überall wichtig: im Fussball oder im Leben. Ich muss sagen: Ich bin richtig stolz auf diese Mannschaft. Dass wir gleich so gewinnen, 5:2, das hätte niemand geglaubt. Man hat gesehen, dass wir über die Schwächen der Belgier Bescheid wussten und sie auch eiskalt ausnützten. Ich denke, alle Spieler und die Leute in der Schweiz können heute stolz sein.»

Edimilson Fernandes:

«Nach dem 0:2 haben wir den Kopf einen Moment hängen lassen, ich dachte nicht, dass wir uns so schnell erholen würden. Aber wir haben eine eindrückliche Reaktion gezeigt und ziemlich schnell die Wende geschafft. Es macht enorm Spass, in diesem Team zu spielen.»

Kevin Mbabu:

«Wir haben viel Charakter gezeigt. Nach dem frühen Doppelschlag mussten wir im Spiel bleiben und versuchen, das erste Tor zu erzielen. Die Belgier waren wohl zu siegessicher.»

Granit Xhaka:

«Wir haben den Belgiern zwei Tore geschenkt, aber wenn man gegen einen solchen Gegner zurückkommt, dann zeugt das von Charakter. Das war eine souveräne Leistung. Darauf mussten wir so lange warten. Das Jahr 2018 auf diese Weise abzuschliessen, das ist grossartig.»

Thorgan Hazard:

«Wir haben gut begonnen, es dann aber zugelassen, dass der Gegner ins Spiel zurück kam. Wir sind alle enttäuscht über den Ausgang, weil es möglich gewesen wäre, ganz anders abzuschneiden. Aber die Schweiz hat gezeigt, dass sie eine grosse Fussballnation ist. Für uns war das eine gute Lektion, aus der wir unsere Lehren ziehen müssen.»

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