Bülach

Bülach bleibt konzentriert bis zuletzt

In der Gruppe 4 der Fussball-3.-Liga sind alle Entscheidungen gefallen. Effretikon sicherte sich Platz 1 und Aufstieg auf spektakuläre Art: mit einem 9:5-Heimsieg über Kloten.

Ball und Gegner unter Kontrolle: Daniel Neves Gomes (Mitte) und seine Bülacher Mitspieler dominieren gegen Leonard Qafleshi (links), Alfredo Mosciaro und deren Teamkollegen auf dem Kunstrasen im Rümlanger Heuel die Partie.

Ball und Gegner unter Kontrolle: Daniel Neves Gomes (Mitte) und seine Bülacher Mitspieler dominieren gegen Leonard Qafleshi (links), Alfredo Mosciaro und deren Teamkollegen auf dem Kunstrasen im Rümlanger Heuel die Partie. Bild: Leo Wyden

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Vor stattlicher Kulisse auf dem Eselriet im nahen Effretikon ver­suchten die Klotener einiges, um die Aufstiegsfeier der Gastgeber platzen zu lassen und die Spannung im Aufstiegsrennen bis zum Schluss aufrechtzuerhalten: Nach 38 Minuten führten die Flughafenstädter mit nicht weniger als 4:1. «Das war eine Hammerleistung, mit den Spielern, die uns zur Verfügung gestanden sind, haben wir alles herausgeholt», schilderte Assistenztrainer Alper Urkay, «bis zum 4:1 sind wir sehr kompakt gestanden, haben dem Leader kaum etwas zugestanden, haben nach der Balleroberung klug umgeschaltet und unsere Chancen genutzt.» Dass seine junge Mannschaft den Vorsprung gegen einen solch starken Gegner, der um den Aufstieg kämpft, nicht einfach ruhig über die Zeit bringen würde, sei ihm durchaus bewusst gewesen. Tatsächlich fingen sich die Gastgeber und schnürten nach der Einwechslung ihres Routiniers Christoph Panzer die Klotener zusehends ein. Vor der Pause noch verkürzte der Leader auf 2:4.

Nach dem Seitenwechsel ging der Effretiker Sturmlauf nahtlos weiter. Als engültigen Knackpunkt machte Urkay die Gelb-Rote Karte aus, die Serge Bli in der 69. Minute kassierte. «Danach mussten wir die ganze Abwehr umbauen und ist die Ordnung in unserem Spiel endgültig verloren gegangen», befand Urkay. Auch Klotens Goalie habe nicht immer gut ausgesehen. Der Platzverweis habe so gesehen die Partie nicht entschieden. «Nach neun Gegentoren müssen wir uns da schon an der eigenen Nase nehmen», stellte Urkay klar. «Trotzdem: Auf die Leistung in der ersten Halbzeit können wir stolz sein, und solch ein Spiel vergisst man so schnell nicht wieder», fügte er an.» (pew)

Effretikon - Kloten 9:5 (2:4). Tore: 2. Weiss 0:1 21. Fahrni 1:1. 28. Weiss 1:2. 30. Amiti 1:3. 39. Erenoglu 1:4. 45. Panzer 2:4. 53. Panzer 3:4. 56. Schärz 4:4. 57. Shahinaj 5:4. 63. Panzer 6:4. 77. Fahrni 7:4. 83. Panzer 8:4. 88. Dabic 9:4. 90. Erenoglu 9:5. – Bemerkung: 69. Gelb-Rote Karte Bli (K / wiederholtes Foulspiel).

Bülach zeigt Moral.

Die zweitplatzierten Bülacher, Effretikons letzter Konkurrent im Aufstiegsrennen, traten erst am Sonntag zum Derby in Rümlang an – und wussten daher schon, dass sie den Leader nicht mehr würden einholen können. Dennoch liessen die Spieler von Trainer Gian Luca Appassito keinesfalls nach und fuhren ihren achten Sieg in Serie ein, der mit 5:1 überaus deutlich ausfiel. «Rümlang ist gut gestartet und hat uns auf dem heissen Kunstrasen vieles abverlangt», schilderte Appassito. In der ersten Halbzeit hätten die Gastgeber das Spiel bestimmt. «Aber wir waren gefährlicher», befand er. Die 2:0-Führung zur Pause spiegelt dies wider. Nach dem Seitenwechsel blieben die Bülacher am Drücker und bauten ihre Führung noch aus.

«Ein grosses Kompliment an meine Mannschaft», sagte Appassito dazu. «Dass alle noch einmal so eine starke Leistung abgeliefert haben, obwohl die Meisterschaft schon entschieden war, spricht für ihre grossartige Mentalität.» In Richtung Effretikon richtete der Bülacher Trainer sportlich-faire Gratulationsworte: «Die Effretiker haben es verdient, ich mag Trainer Flakon Halimi und seinen Spielern den Aufstieg gönnen.» Seine Mannschaft habe ihre Chancen darauf in der Vorrunde verspielt. (pew)

Rümlang - Bülach 1:5 (0:2). Tore: 21. Saqipi 0:1. 40. Galliker 0:2. 61. G. Pizzolotto 0:3. 72. Qafleshi (Handspenalty) 1:3. 83. Tieri 1:5. 89. Rami 1:5. – Bemerkung: 42. Mosciaro (R) schiesst Handspenalty an Latte.

Niederweningen trifft früh und spät

Der Tabellensechste Niederweningen blieb mit dem 2:2 gegen Volketswil zum vierten Mal in Serie ohne Sieg. Dank Sven Willimanns spätem Treffer zum 2:2-Ausgleich in der 91. Spielminute mussten sich die Unterländer wenigstens nicht mit einer Niederlage im letzten Heimspiel der Saison von ihren treuen Fans verabschieden. Marco Eschler hatte sie bereits in der 2. Minute der lebhaften Partie in Führung gebracht. (pew)

Niederweningen - Volketswil 2:2 (1:1). Tore: 2. Eschler 1:0. 17. Rüedi (Eigentor) 1:1. 57. Zekaj 1:2. 91. Willimann 2:2. – Bemerkung: 40. Pfostenschuss Spielmann (N).

Embrach gelingt die Derniere

Embrach entschied indes seine letzte Saisonpartie im heimischen Bilg mit 2:0 für sich. Gegen die in der Offensive harmlosen Elgger siegte Embrach, ohne dabei zu brillieren. In der ersten Halbzeit zollten beide Mannschaften der enormen Hitze Tribut und gingen mit überschaubarem Tempo zur Sache. Nach der Pause schaltete Embrach im Angriff einen Gang höher. Nach 66 Minuten profitierte Giuseppe de Filippo von der Vorarbeit von Fidan Surlici und Marvin Baumgartner. In der Nachspielzeit gab der Torschütze die Vorlage, die Ruben Paradiso zum 2:0-Endstand verwertete. Für die Gäste blieb die Niederlage ohne Folgen: Da der Tabellenvorletzte Veltheim II schon am Vormittag gespielt und verloren hatte, stand der Ligaerhalt der Elgger bereits vor dem Anpfiff fest. (pte/red)

Embrach - Elgg 2:0 (0:0). Tore: 66. De Filippo 1:0. 91. Paradiso 2:0.

Zihlmann verlässt den BXA-Rasen als Sieger

Bassersdorf II trat gegen Neftenbach ebenfalls zum letzten Mal in der laufenden Spielzeit zu Hause an. Für Captain Markus Zihlmann war es nach 24 Jahren der letzte Auftritt auf dem Rasen der heimischen BXA. Dementsprechend wurde das Urgestein, das dem Verein stets treu blieb, vor dem Anpfiff für seine 8 Jahre als Junior, 14 im Fanionteam und deren 2 in der zweiten Mannschaft gebührend geehrt. Seine Mitspieler taten das Ihre. Sie gaben gegen die starken Neftenbacher noch einmal alles und siegten nach zuletzt drei Niederlagen in Folge 3:2. (red)

Bassersdorf II - Neftenbach 3:2 (1:0). Tore: 15. Duarte 1:0. 60. Ademi 1:1. 70. Ademi 1:2. 78. Shtanaj 2:2. 87. Duarte (Foulpenalty) 3:2. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 04.06.2019, 18:36 Uhr

3. Liga, Gruppe 3

Regensdorf II erstmals über dem Strich

Nach der 21. und vorletzten Runde nimmt Regensdorf II eine bis dato unbekannte Position ein: Dank des 3:0-Heimerfolgs über den FC Albania liegt das Team von Trainer Franz Stalder erstmals in der laufenden Saison nicht auf einem Abstiegsplatz. «Unser Sieg ist verdient, wir waren die klar bessere Mannschaft», lobte Stalder. «Wir hatten mehr Ballbesitz und Chancen, haben in der emotionalen Partie die Nerven behalten und uns darauf konzentriert, Fussball zu spielen.» Stalder hob das Defensivverhalten positiv hervor: «Drei Spiele, sieben Punkte, 7:0 Tore, damit kann ich zufrieden sein.» Gegen Albania habe sein Team den Gegner kommen lassen und die Räume eng gemacht, um nach der Balleroberung schnell umzuschalten und den Torerfolg zu suchen.

Euphorie sei nach dem Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz in seinem Team nicht aufgekommen. «Es ist noch nicht fertig, auch die Spieler wissen genau, um was es geht», meinte Stalder. Doch die Aussicht, unverhofft aus eigener Kraft den Ligaerhalt schaffen zu können, scheint das Regensdorfer Reserveteam anzuspornen. «Zum ersten Mal in dieser Saison konnte ich gegen Albania dieselben elf Spieler am Anfang aufstellen wie eine Woche davor.» (pew)

Regensdorf II - Albania 3:0 (2:0)
Tore: 16. Baptista 1:0. 32. Huber 2:0. 74. E. Haliti 3:0. – Bemerkungen: 56. Idrizi (A) hält Foulpenalty von Dema. 69. Rote Karte Salijevik (A/Notbremse-Foul).

Glattbruggs Niederlagenserie

Glattbruggs Formkurve zeigt indes deutlich nach unten. Mit dem 3:6 bei Herrliberg II verloren die Spieler von Markus Biber zum vierten Mal in Folge. «Eine unnötige Niederlage: Vier der sechs Tore haben wir dem Gegner geschenkt», kritisierte der Glattbrugger Trainer. (red)

Herrliberg II - Glattbrugg 6:3 (2:1)
Tore: 15. Buri (Foulpenalty) 1:0. 23. Culoso 1:1. 42. Benheim 2:1. 49. Benheim 3:1. 59. Eigentor Herrliberg II 3:2. 60. Buri (Foulpenalty) 4:2. 61. L. Pila 4:3. 80. Pestalozzi 5:3. 92. Benheim 6:3.

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