Bülach

Bülacher bäumen sich vergebens auf

Embrach schlägt Gastgeber Bülach in der Gruppe 4 der 3. Liga in einem mittelmässigen ­Lokalderby 2:1. In den ­Schlussminuten ­mussten die routinierten ­Embracher jedoch nach dem Bülacher ­Anschlusstor um den Sieg bangen.

Embrach (rechts mit Fidan Surlici) hielt sich Bülach (links mit Domenico Pascarella, der in der Nachspielzeit noch die Latte traf) vom Leib.

Embrach (rechts mit Fidan Surlici) hielt sich Bülach (links mit Domenico Pascarella, der in der Nachspielzeit noch die Latte traf) vom Leib. Bild: Sibylle Meier

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Wie von Embrachs Trainer Jürg Stü­cheli erwartet, starteten die Bezirkshauptstädter wie die Feuerwehr. «Die Bülacher standen nach der Auftaktniederlage gegen Wallisellen unter Druck und gaben in der Anfangs­phase mächtig Gas.» Doch die Haus­herren verpassten die mögliche Führung. Zuerst scheiterte Nicolas ­Jäggli an Embrachs Torhüter Adrian Gehrig, und danach landete der Kopfball von Corsin Meier an der Querlatte.

In der 19. Minute folgte jedoch der Bruch im Bülacher Spiel, nachdem Torhüter Severin Heidelberger einen harmlosen Weitschuss des Embrachers Tobias Bolli zum 0:1 passieren liess. Nach einer halben Stunde Spielzeit erhöhten die Gäste auf 0:2. Der Embracher Denis Simijonovic reagierte nach einem Abpraller des Bülacher Schlussmannes am schnellsten und schoss das runde Leder in das Netz des ­letztjährigen Absteigers aus der 2. Liga.

«Müssen 120 Prozent geben»

Der Bülacher Assistenztrainer Gian­luca Appas­sito zur Leistung in der ersten Halbzeit: «Nach dem zweiten Gegentor liessen wir uns total hängen. Unsere ­junge Mannschaft zeigte in dieser Phase leider keine Reaktion, und die Emotionen fehlten vollends.» Ausserdem fügte der 33-Jäh­rige noch an: «Jeder ein­zelne Spieler muss im Training ab sofort noch mehr an sich arbeiten. Zudem müssen wir in jedem Spiel 120 Prozent geben, damit wir in Zukunft zu unseren Punkten kommen.»

Auch Bülachs Captain Gian­carlo Pizzo­lotto appelliert an die Geduld und sagte: «Nach dem Rückstand wurde es für uns sehr schwierig gegen die routinierten Embracher.» Der Bülacher Mittelfeldspieler Loris Fischer bemängelte: «In der Vorwärtsbewegung verloren wir viel zu viele Bälle. Auch die Laufbereitschaft und die Kommunikation in unseren Reihen waren mangelhaft.» Nach der Halbzeitpause versuchten die Gastgeber, die Em­bra­cher vermehrt in ihre eigene Platzhälfte zu drängen. Doch aus­ser bei zwei Weitschüssen des eingewechselten Denis Videcnik erspielten sich die Bülacher keine klaren Tormöglichkeiten her­aus. Die Embracher verpassten ihrerseits die Vorentscheidung. Ausnahmestürmer Giu­seppe De Filippo scheiterte einmal am eigenen Unvermögen und ein anderes Mal am Bülacher Aluminium.

Nach dem Anschlusstreffer des Bülachers Pascal Vanz zehn Minu­ten vor Ende der Partie kam nochmals grosse Spannung auf. In der Nachspielzeit scheiterte zweimal der Bülacher Nicolas Jäggli am guten Embracher Torhüter Adrian Gehrig. Einige Sekunden vor dem Schlusspfiff des überzeugenden Schiedsrichters Sergio Dalpiaz landete der Abschluss von Domenico Pasca­rella zudem an der Embracher Latte.

«Mit Embrach aufsteigen»

Der Embracher Coach Jürg Stücheli sagte nach dem Spiel: «In Anbetracht der personellen Situa­tion bin ich mit unserer Leistung sehr zufrieden.» Bei den Gästen gingen die Topspieler Simijo­novic und De Filippo angeschla­gen in die Partie. Zudem­ fehlten diverse Stammspieler infolge Verletzungen oder Ferien. Der 53-jäh­rige Trainer lobte zudem seinen Torhüter: «Am Schluss sicherte Adrian Gehrig uns den wichtigen Sieg mit starken Paraden.» Der Embracher Mittelfeldspieler Blerton Dauti meinte zur Schluss­phase: «Nach dem unnötigen Gegen­treffer kam nochmals Spannung auf. Wir benötigten in der Nachspielzeit sehr viel Glück. Nach einer Stunde Spielzeit verliessen uns die Kräfte.» Dautis Teamkollege und ehemalige Super-League-Spieler ­Denis Simijonovic meinte zum gelungenen Saisonstart mit sechs Punkten aus zwei Spielen: «Wenn bei uns alle Spieler fit sind und wir noch konzentrierter agieren, gehören wir sicher zu den Favoriten in dieser Gruppe. Ich jedenfalls möchte gerne mit den Embrachern in die 2. Liga aufsteigen.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 28.08.2017, 21:35 Uhr

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