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Der FCZ verschenkt Punkte – GC siegt klar

Das Team von Uli Forte lässt in Sitten trotz einer starken Leistung Punkte liegen. Die Grasshoppers lassen Lausanne nicht den Hauch einer Chance.

Turbulente Schlussphase im Tourbillon: Der FCZ verpasst im Wallis drei Punkte. (4. November 2017)
Turbulente Schlussphase im Tourbillon: Der FCZ verpasst im Wallis drei Punkte. (4. November 2017)
Valentin Flauraud, Keystone
Zürichs Rasmus Thelander (l.) und Paulo Ricardo kämpfen in der Luft. Am Ende heisst es 1:1.
Zürichs Rasmus Thelander (l.) und Paulo Ricardo kämpfen in der Luft. Am Ende heisst es 1:1.
Valentin Flauraud, Keystone
Glänzende Bilanz: Mit Murat Yakin geht es bei den Hoppers wieder aufwärts.
Glänzende Bilanz: Mit Murat Yakin geht es bei den Hoppers wieder aufwärts.
Christian Merz, Keystone
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Aus dem ersten Heimsieg des FC Sion wurde es im siebten Anlauf nichts. Aber immerhin resultierte für die Walliser im zweiten Spiel unter Trainer Gabri ein Punkt – ein Punkt, nach dem es zwischenzeitlich nicht ausgesehen hatte. Pajtim Kasami verhinderte in der 81. Minute mit dem Ausgleichstreffer die zweite Niederlage im zweiten Spiel unter Trainer Gabri.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte Roberto Rodriguez den FCZ mit einem Schlenzer von halblinks nicht unverdient in Front geschossen (47. Minute). Es war der erste Treffer für die Zürcher nach zuvor zwei torlosen Auftritten, und angesichts des Übergewichts vor allem in der Anfangsphase ein logischer. Nur weil Jagne Pa Modou (8.) und Rodriguez (10.) zunächst im Abschluss gesündigt hatten, führte der FCZ nicht schon früher. Vor dem Gipfeltreffen zwischen Basel und YB am Sonntag schloss er damit zum zweitplatzierten FCB auf.

Constantin junior im Stadion

Den Sittenern, die von den letzten zwölf Super-League-Spielen nur eines gewannen, tut der Punkt primär der Moral gut. Die verpasste Qualifikation für die Europa League, der Eklat um die Herren Constantin und der Trainerwechsel perlen nicht spurlos an der Mannschaft ab. Dass sich Barthélémy Constantin mit dem Rekurs gegen seine Platzsperre Zugang ins Stadion verschaffte, verlieh der Mannschaft freilich keinen Schub.

Der Punkt war aus Sicht der Walliser vor allem deshalb verdient, weil die Gastgeber zwar weniger Chancen hatten, aber vor dem Ausgleich zweimal am Pfosten scheiterten. Zuerst prallte ein Schuss von Kasami vom Pfosten ab (49.), später traf auch der eingewechselte Aimery Pinga die Torumrandung (77.). «Wir hatten Glück im Unglück, verloren zwei Punkte, gewannen aber einen», befand Kasami, der sich in den hektischen Schlussminuten an der Seitenlinie ein Scharmützel mit Uli Forte und dem ausgewechselten Rodriguez lieferte.

Glück hatten Sittener auch deshalb, weil sie über weite Strecken die unterlegene Equipe waren. «Wir waren fast durchwegs besser, aber während wir das 2:0 verpassten, setzte Sion den entscheidenden Nadelstich», fasste Rodriguez treffend zusammen.

GC zurück auf der Siegerstrasse

Die Grasshoppers kehrten nach der ersten Niederlage unter Murat Yakin vor Wochenfrist umgehend auf die Siegerstrasse zurück. Beim 2:0-Heimsieg gegen Lausanne liessen die Zürcher hinten gar nichts zu.

Es gab Zeiten, da war Heinz Lindner bei den Grasshoppers der am meisten beschäftigte Mann auf dem Platz. Unter Murat Yakin sind diese Zeiten vorbei. Gegen Lausanne musste der GC-Schlussmann bis zuletzt keinen Ball halten. Stattdessen sah er, wie seine Vorderleute am anderen Ende des Platzes nach torloser erster Halbzeit für einen verdienten Heimsieg sorgten. In der 68. Minute versenkte Jeffrén eine abgefälschte Hereingabe von Nedim Bajrami aus 18 Metern zur Führung. In der Nachspielzeit machte Marko Basic vom Penaltypunkt alles klar, nachdem die Schiedsrichter eine Intervention von Andrea Maccoppi an Petar Pusic fälschlicherweise als regelwidrig Starke Zürcher Defensive

Maccoppis Tackling, das einzig dem Ball galt und auch diesen zuerst traf, war glücklicherweise nicht die entscheidende Szene in diesem Spiel. Mit der Führung im Rücken gestanden die bestens organisierten Hoppers dem Gegner noch weniger zu als zuvor schon, als die Statistiker einzig einen Schuss von Benjamin Kololli ans Aussennetz notierten. Im Gegenzug eröffneten sich den Gastgebern diverse Konterchancen, die sie aber nicht nutzten.

«Das war ein sehr gutes Spiel von uns, vor allem in defensiver Hinsicht – wir liessen nichts zu», befand der stille Beobachter Lindner, derweil Lausannes Samuele Campo feststellen musste: «Vorne waren die Räume sehr eng.» Im Mittelfeld war Lausannes Kombinationsspiel durchaus gefällig, je weiter sich das Team von Fabio Celestini indes dem gegnerischen Tor näherte, desto mehr versandeten die Bemühungen.

Yakins Verdienst

Das Spiel ging damit ähnlich aus wie vor zehn Tagen im Cup, als sich GC in Lausanne 1:0 durchsetzte. Der entscheidende Treffer fiel praktisch zum gleichen Zeitpunkt, und wiederum fehlten Lausanne im entscheidenden letzten Drittel des Feldes die Ideen - ein Umstand, der auch mit Murat Yakin zu tun hat. Der Nachfolger des Ende August entlassenen Carlos Bernegger schaffte es, den Grasshoppers auf Anhieb ein funktionierendes defensives Korsett zu verpassen.

Sion - Zürich 1:1 (0:0) 9500 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 47. Rodriguez (Palsson) 0:1. 81. Kasami (Uçan) 1:1. Sion: Mitrjuschkin; Zverotic (55. Bamert), Ricardo, Angha, Lenjani; Constant (73. Pinga); Kasami, Toma; Cunha, Uçan; Schneuwly. Zürich: Vanins; Thelander, Bangura, Brunner; Winter (81. Rüegg), Palsson, Sarr (74. Maouche), Pa Modou; Dwamena, Frey, Rodriguez (92. Koné). Bemerkungen: Sion ohne Zock (gesperrt), Adão, Adryan, Carlitos, Cümart, Dimarco, Lurati und Acquafresca (alle verletzt), Zürich ohne Alesevic, Kempter, Kryeziu, Marchesano, Nef, und Schönbächler (alle verletzt). Super-League-Debüt von Toma (18). Pfostenschüsse: 49. Kasami, 77. Pinga. Verwarnungen: 84. Uçan (Foul). 90. Rüegg (Foul).

Grasshoppers - Lausanne-Sport 2:0 (0:0) 5100 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 68. Jéffren (Bajrami) 1:0. 93. Basic (Foulpenalty) 2:0. Grasshoppers: Lindner; Bergström, Vilotic, Zesiger; Lavanchy (55. Pusic), Bajrami, Basic, Doumbia; Jeffrén (84. Fasko), Andersen; Djuricin (90. Avdijaj). Lausanne-Sport: Castella; Monteiro, Manière, Rochat (76. Torres); Marin (65. Kololli), Tejeda (76. Zarate), Maccoppi, Gétaz; Campo, Geissmann; Margiotta. Bemerkungen: Grasshoppers ohne Pnishi (verletzt). 88. Kopfball an die Latte von Vilotic. Verwarnungen: 49. Basic (Foul). 63. Djuricin (Reklamieren). 80. Geissmann (Foul). 80. Torres (Foul). 92. Maccoppi (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 13/29 (32:11). 2. Basel 13/22 (20:12). 3. Zürich 14/22 (16:11). 4. St. Gallen 13/21 (20:23). 5. Grasshoppers 14/20 (23:20). 6. Lausanne-Sport 14/16 (22:27). 7. Thun 13/14 (22:25). 8. Sion 14/14 (14:22). 9. Lugano 13/12 (12:23). 10. Luzern 13/11 (14:21).

SDA/spi/fal

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