Zürich

Die Grasshoppers gehen auf Tournee

Apollon Limassol und Luzern – US Sassuolo sind die Hinspiele der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League. Zumindest von den Zürchern ist ein Weiterkommen zu erwarten.

Gute Stimmung bei den Grasshoppers: Kim Källström im Gespräch mit Trainer Pierluigi Tami.

Gute Stimmung bei den Grasshoppers: Kim Källström im Gespräch mit Trainer Pierluigi Tami. Bild: Keystone

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Der FCZ wartet als Cupsieger schon in der Gruppenphase der Europa League, Stadtrivale GC muss – nach dem knappen Erfolg gegen den KR Reykjavik – noch zwei Runden überstehen, bis er auch so weit ist. Und die paar ­Millionen Euro verdienen kann, die für jeden Schweizer Klub – ausser den FC Basel natürlich – schon eine beträchtliche Einnahme sind. Die Grasshoppers spielten zuerst gegen Isländer, die schon mitten in der Meisterschaft sind; jetzt treffen sie auf Zyprioten, die erst am 20. August zur Liga starten. Denselben Vorteil hat der FC Luzern gegen Italiens Meisterschaftsfünften aus Sassuolo, der heute das erste Europacupspiel seiner Vereinsgeschichte bestreitet.

Sechs-, siebenmal auswärts

Die Grasshoppers spielen in St. Gallen gegen Apollon – das Konzert Bruce Springsteens im Letzigrund bedingt das. Für die Zürcher ist es der Beginn einer ungewöhnlichen Tournee. Für die Klubs der grossen amerikanischen Ligen ist es normal, «on the road» zu gehen, bis zu ein paar Wochen abseits des eigenen Stadions zu spielen. Allein schon die Geografie erfordert das. Hierzulande ist das unüblich.

Den Grasshoppers stehen nun aber bis zum nächsten Heimspiel, am 21. August gegen den FC Sion, sechs oder gar sieben Auftritte in der Fremde bevor: In St. Gallen gegen Apollon und, in zehn Tagen, gegen den FCSG; am Sonntag in Luzern, dann das Rückspiel gegen Apollon auf Zypern, der Meisterschaftsmatch in Thun, das erste Cupspiel in Basel gegen die Old Boys. Will es das Los und hat sich GC qualifiziert, folgt vor dem Match gegen Sion auch noch das Hinspiel in den Europa-League-Playoffs.

Die Europacuprunden mögen für die Grasshoppers, mehr noch als für den eine Runde später startenden FC Luzern, eine Belastung sein. Sie sind aber auch ein Vorteil. So war am Sonntag gegen Lausanne zu spüren, dass sie schon zwei Pflichtspiele länger eingeübt waren; und jetzt könnte sich das auch gegen Apollon auszahlen. Kommt hinzu, dass Trainer Pierluigi Tami sein gesamtes Kader einsetzen kann. Erstmals in diesem Sommer kann der Trainer also sein Mittelfeldduo Kim Källström/Marko Basic gemeinsam beginnen lassen.

Es wird übrigens in der lan-gen Europacup-Geschichte der Grasshoppers das erste Duell mit Zyprioten sein. Apollon, das im Frühjahr 2004 ein paar Monate lang vom ehemaligen GC-Meistertrainer Rolf Fringer geführt wurde, war schon dreimal Meister, gehört regelmässig zur weiteren Spitzengruppe. Prägend sind zurzeit – neben Einheimischen natürlich – Portugiesen und Brasilianer.

Portugiese ist auch der Trainer. Er ist mit 41 Jahren noch ein junger Mann, es ist sein erster Job im Ausland, aber zu Hause hat Pedro Emanuel einen guten Namen. Er war als Verteidiger mit beiden Klubs aus Porto Meister, er war zeitweise bei beiden Vereinen Captain. Dass einer mit dem FC Porto Champion wird, versteht sich. Aber Pedro Emanuel gehörte, vorher, auch jenem Überraschungsteam an, das 2001 den bisher einzigen Titel für Boavista gewann – und im Herbst darauf in der Champions League die erste Gruppenphase überstand.

«Besser als Lausanne»

Tami sagt, gegen Apollon sei mehr nötig als am Sonntag beim 2:0 gegen Lausanne, als seine Mannschaft auch schon gut gespielt habe: «Apollon ist die stärkere Mannschaft als Lausanne. Wenn wir die nächste Runde erreichen wollen, dass müssen wir nochmals einen Schritt nach vorne machen.» Denn natürlich wollen die Grasshoppers weiterkommen – und im September auf gleicher Höhe mit dem FCZ sein.

Erstellt: 28.07.2016, 12:17 Uhr

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