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Die Robusten behalten die Oberhand

Der Spitzenkampf hielt, was er versprach. Nach einem kampfbetonten, intensiven Spiel mit technisch hochstehenden Einlagen schlug der Leader der Gruppe 4 der 3. Liga, Rümlang, zu Hause Verfolger Wallisellen 2:1.

Die Rümlanger waren körperlich, und zum Teil auch technisch, voll bei der Sache. Damit hatten die Walliseller Filigrantechniker im Spitzenspiel vor allem in der ersten Halbzeit Mühe.
Die Rümlanger waren körperlich, und zum Teil auch technisch, voll bei der Sache. Damit hatten die Walliseller Filigrantechniker im Spitzenspiel vor allem in der ersten Halbzeit Mühe.
Francisco Carrascosa

«Da sind sich zwei sehr starke Mannschaften auf überdurchschnittlichem Drittliganiveau gegenübergestanden», sagte nach dem Spiel Rümlangs Trainer Fabio Digenti. «Ein klasse Spiel», schwärmte Rümlangs Vereinspräsident Kurt Vogel nach dem Schlusspfiff. Den beiden war noch die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, weil in der letzten Minute Wallisellens Stürmer Bujar Memeti den Ball an die Latte geschossen hat.

Aufgrund eines eindrücklichen Schlussspurtes wäre ein Unentschieden nicht ganz unverdient gewesen. Digenti meinte auch: «Es war ein ausgeglichener Match.» Handkehrum muss gesagt werden: In der Vorrunde endete die Partie Wallisellen gegen Rümlang 2:2. Damals schafften die Glattaler noch den Ausgleich. Aber das Resultat war für Wallisellen eher schmeichelhaft. In dem Fall kann man, betrachtet man das Hin- und das Rückspiel zusammen, das Resultat des Rückspiels als ausgleichende Gerechtigkeit betrachten.

Die Begegnung in Rümlang vorgestern Sonntag offenbarte, dass Rümlang physisch und bezüglich Robustheit weiter ist, während Wallisellen mehr technische Glanzpunkte setzte. In den Startminuten überrannte Rümlang den Gast förmlich. Das Team von Trainer Digenti setzte sich im Walliseller Strafraum fest. Zweimal gab es eine umstrittene Szene, bei der zweiten pfiff der Schiedsrichter Foulelfmeter, den Arbnor Bekiri verwandelte.

Danach beharkten sich die Teams in vielen Zweikämpfen. Wallisellen konnte noch nicht reagieren, weil es Aladin Keserovic und Stefano Megna verletzungsbedingt verlor. Megna wurde allerdings von Kushtrim Mataj hervorragend ersetzt.

Walliseller sind optimistisch

In der zweiten Halbzeit fanden sich die Walliseller Filigrantechniker auf dem schwer bespielbaren Rasen immer besser zurecht. Bis ein böser Patzer des ansonsten guten Goalies Giovanni Caputo Rümlang das 2:0 ermöglichte. Doch wie bereits im Hinspiel gab Wallisellen nicht auf. Plötzlich kombinierten sich die Gäste mehrmals in den Rümlanger Strafraum. In der 82. Minute fiel das Anschlussgoal. Weitere Chancen folgten – aber kein zweites Tor.

«Wir hätten unsere Konter besser zu Ende spielen sollen», meinte Rümlangs Murat Hasic. Sein Teamkollege Patrick Meier freute sich über die tolle Teamleistung. Für Verteidiger Robin Steinmetz waren die Startminuten wichtig. «Wir gingen raus und haben voll gefightet. Wir waren von der ersten Sekunde an bereit.» Im Lager der Walliseller dagegen war die Enttäuschung gross. «In der ersten Halbzeit waren wir unter unserem Niveau und danach zu wenig bissig», befand Trainer Maurizio Fede. «In der ersten Halbzeit müssen wir mehr dagegenhalten», übte Mittelfeldspieler Marc Moor Selbstkritik. Micael Fernandes meinte, dass der miserable Rasen dem Spiel der Walliseller nicht entgegengekommen sei.

Die Glattaler geben trotz der Niederlage in Rümlang nicht auf. «Das letzte Wort um den Aufstieg ist noch nicht gesprochen», sagte Fede in bestimmtem Ton. Moor fügte an: «Wir wissen, dass wir es besser können als in Rümlang. Jetzt müssen wir das auf dem Rasen umsetzen.»

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