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Frauen bescheren FC Kloten einen historischen Sieg

In der NLB der Frauen gewann Kloten gestern Sonntag zu Hause gegen Walperswil 4:1. Die Spielerinnen von Trainer Peter Wartmann sorgten in ihrem Verein für den ersten Sieg in der NLB.

Numerische Übermacht der fleissigen Klotenerinnen: Yasmine Bucher (links) und Melisa Demirayak (rechts) kümmern sich um Walpertswils Melanie Läderach. Fabienne Moscon und Livia Russo (hinten) beobachten die Szene.
Numerische Übermacht der fleissigen Klotenerinnen: Yasmine Bucher (links) und Melisa Demirayak (rechts) kümmern sich um Walpertswils Melanie Läderach. Fabienne Moscon und Livia Russo (hinten) beobachten die Szene.
Leo Wyden

Einiges sprach dafür, dass die Klotenerinnen gegen Walperswil in ihrem 32. Spiel in der NLB und dem 7. in dieser Saison den ersten Vollerfolg landen könnten. Der NLB-Neuling aus dem idyllischen Berner Seeland gehört wie Kloten zu den sechs NLB-Teams, die wohl am Ende der Qualifikation einen der vier Abstiegsplätze in die 1. Liga einnehmen werden. Die Flughafenstädterinnen haben in dieser Saison in ihren zwei bisherigen Heimspielen zudem noch nie verloren, unter anderem gegen den starken Ranglistenzweiten St. Gallen-Staad. «Wir haben vor dem Spiel erfahren, dass Walperswil wegen Krankheitsfällen nur mit zwei Ersatzspielerinnen angereist ist, was uns zusätzlich zuversichtlich gestimmt hat», berichtete Klotens Captain Sabrina Bodenmann nach dem Match.

Die Chancen der Klotenerinnen auf den ersten NLB-Sieg in der NLB des 1950 gegründeten Vereins waren intakt. Dies war mit ein Grund, dass viele wich- tige Vereinsvertreter im Stighag ­zugegen waren – neben anderen Vereinspräsident Christoph Fischbach, der langjährige Vereinspräsident und Sportchef Guido Altorfer, der langjährige Frauen-Verantwortliche Raimo Anlauf, André Moscon, der Tech­nische Leiter und Vater der Spielerinnen Seraina und Fabienne, sowie der Leiter Events Volker Sommer.

Die Startminuten bestimmten allerdings die Gäste aus Walperswil. In der 12. Minute gingen die Bernerinnen gar in Führung. «Wir waren in den ersten zwanzig Minuten enorm nervös», berichtete nach der Partie Klotens Trainer Peter Wartmann. Sein Team gab nach einer halben Stunde ein erstes starkes Lebenszeichen von sich, als Lucia Schick und Nina Suter je eine gute Chance aus­liessen. Danach drückte wieder Walperswil. In der 38. Minute ­erhielt Kloten einen Corner zugesprochen. Die grossgewach­sene Tanja Bärtsch köpfelte den Ball zum 1:1 in die Maschen.

Peter Wartmanns Schachzug

Die zweite Halbzeit begann mit zwei Paukenschlägen. In der 47. Minute sah die ansonsten gute Schiedsrichterin Melanie Mazen­auer ein Hands einer Klotenerin im eigenen Strafraum nicht. Im Gegenzug erzielte Nadine Baker mit einem Lob das 2:1 für Kloten. Die Partie wogte danach hin und her – mit Vorteilen für Kloten, dessen Spielerinnen sich alle für das Team aufopferten. In der 66. Minute schlossen Yasmine Bucher und in der 91. Minute Nina Suter je einen Konter zum 3:1 respektive 4:1 ab. Trainer Wartmann hat in der zweiten Halbzeit von einem 4-2-3-1- auf ein 4-4-2-System umgestellt. «Wir konnten so die Walperswilerinnen höher angreifen, was ihnen nicht behagt hatte», begründete der Coach.

Gross war natürlich die Freude im Lager der Klotenerinnen nach dem Schlusspfiff. «Wir haben alle diszipliniert gespielt», analysierte Captain Bodenmann. Die 26-Jährige, die am vergangenen Donnerstag zusammen mit Zwillingsbruder Patrick ihren 26. Geburtstag nur kurz gefeiert hatte, das Fest intelligenterweise auf gestern Sonntagabend verschob, sagte zur heiklen Penaltyszene in der 47. Minute: «Wir waren heute so gut, dass wir wohl auch einen zweiten Rückstand hätten korrigieren können.» Die starke Na­dine Baker zum historischen ­Erfolg: «Wir haben gut trainiert. Wir waren bereit.»

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