Regensdorf

Geteilte Punkte, verhaltene Freude

Drei Remis und eine Niederlage – so lautet die magere Bilanz der vier Unterländer Teams in der 3. Runde der regionalen 2. Liga.

Remo Riedener (links) und seine Regensdorfer Mitspieler rennen gegen Joel Vegezzi und Aufsteiger Adliswil lange einem Rückstand hinterher.

Remo Riedener (links) und seine Regensdorfer Mitspieler rennen gegen Joel Vegezzi und Aufsteiger Adliswil lange einem Rückstand hinterher. Bild: Urs Brunner

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Cyrill Thrier, Regensdorfs linker Aussenverteidiger, avancierte im Heimspiel gegen Adliswil zum Retter des einen Punkts für die Furttaler. In der 88. Minute glich der 25-Jährige im Anschluss an einen Corner zum 2:2-Endstand aus. Kurz vor der Halbzeitpause hatte Thrier am Ende eines sehenswerten weiten Sololaufs über die linke Aussenbahn den Ball so mustergültig zu Amadou Mbaye spediert, dass dieser zum 1:2-Anschlusstreffer traf und damit die Hoffnung auf den Wis­acher zurückbrachte. Zuvor aber waren die Gäste aus dem Sihltal mit einem Konter in der 22. Minute in Führung gegangen. Damit war Regensdorfs anfängliche ­Dominanz beendet. Adliswil, der Aufsteiger in der Gruppe 1, der regionalen 2. Liga, hatte von da an mehr vom Spiel, kam zu Chancen, dem 2:0, und hatte gar eine grosse Gelegenheit zum 3:0.

«Wenn man so spät noch den Ausgleich schiesst, muss man mit einem Punkt zufrieden sein», kommentierte der Regensdorfer Assistenztrainer Leys junior Francisque denn auch, «aber wir haben uns mit vielen Fehlpässen selbst um den nötigen Spielfluss gebracht.» Diese Eigenfehlerquote gelte es nun deutlich zu reduzieren, forderte er.

Bassersdorfs spätes Glück

Auch Basserdorfs Trainer Marco Tanner zeigte sich mit dem einen Punkt, den sein Team nach dem 1:1 in Diessenhofen einfuhr, nicht gänzlich unzufrieden, wenn auch aus einem anderen Grund. «Wenn der Gegner in der 94. Minute einen Foulpenalty weit übers Tor schiesst, kann man sicher von einem gewonnenen Punkt sprechen», kommentierte Tanner. Diessenhofens Captain Stefan Brütsch tat den Gästen diesen Gefallen. Hätte er getroffen, wäre die Partie damit entschieden gewesen, pfiff doch Schiedsrichter Paul Steinmann nach dem Fehlschuss danach ­direkt ab. Über 90 Minuten gesehen sei die Punkteteilung indes durchaus gerecht, befand Tanner. «Diessenhofen ist kämpferisch sehr stark, hat aber auch drei, vier technisch überdurchschnittliche Spieler, die nach vorne Akzente setzen. Auch sie haben ihre Sache sehr gut gemacht.»

Seine Mannschaft habe in der Defensive durchaus solide agiert. «Aber das ist ein bisschen auf Kosten der Offensive gegangen.» Alles in allem habe Bassersdorf eine lediglich durchschnittliche Leistung gezeigt. Auch wenn er dies mit diversen Umstellungen im Mittelfeld zu erklären wusste, forderte Tanner unmissverständlich: «Wir müssen uns in ­allen Bereichen steigern.»

Rümlang vergibt Chancen

Rümlangs neuer Trainer Michele Digeronimo wollte mit dem einen Zähler für sein Team gar nicht so recht glücklich werden. Dabei blieb es mit dem 0:0 beim heimstarken Wiesendangen ungeschlagen und bleibt damit vorderhand in der oberen Tabellenregion ­– notabene als Neuling. «Ich weiss, wir müssen realistisch bleiben und dürfen nicht vergessen, dass wir ja der Auf­steiger sind», sagte Digeronimo. «Aber in der ersten Halbzeit hatten wir drei 100-prozentige Chancen, davon je einen Pfosten- und einen Lattenschuss.» 3:1 hätten sie zur Pause führen können, rechnete er vor. «Stattdessen machen wir die Tore nicht und müssen im offenen Schlagabtausch am Ende froh sein, dass wir nicht noch verlieren.» Nachdem seine Mannschaft auf gegnerischem Platz die erste Halbzeit klar beherrscht habe, sei die Partie nach dem Seitenwechsel immer offener geworden, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten.

Rafzerfeld klar unterlegen

Die Spieler des Mitaufsteigers Rafzerfeld hätten die derzeitigen Rümlanger Probleme wohl liebend gerne. Denn die Rafzer­felder verloren die erste Partie unter der nun offiziellen Leitung des bisherigen Assistenztrainers Marcos Rey in Wetzikon mit 0:2. Nach drei Runden liegen sie nun mit nur einem Punkt auf dem14. und vorletzten Platz. Torhüter Reto Bolliger räumte ein, dass die Niederlage durchaus höher hätte ausfallen können. «Nur in den ersten 20 Minuten war das Spiel noch relativ offen», schilderte er, «dann sind wir aus dem Nichts heraus in Rückstand geraten und haben probiert, dagegen anzurennen.» Dies sei aber kopf- und planlos geschehen, meinte Bolliger. «Und in der zweiten Halbzeit hatten wir gar keine Chance mehr, da war Wetzikon deutlich stärker.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 03.09.2017, 23:25 Uhr

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