Bassersdorf

Glaube versetzt Berge – zwei Bassersdorfer Tore in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg

Bassersdorf überrascht in der 1. Schweizer Cup Runde (1/32-Finals): der regionale Zweitligiste schaltete den Tessiner Klub Taverne aus der 2. Liga interregional mit einem 2:1-Heimsieg nach Verlängerung aus.

Bassersdorfs Mut wird belohnt – in dieser Szene versuchen Gino Zambelli (Nummer 8) und Simon Copat (am Ball), beobachtet von ihren Teamkollegen Severino Zambelli (mit Bart) und Captain Stefan Keller (rechts), den Abwehrriegel des oberklassigen Vereins AC Taverne zu durchbrechen. Am Schluss mit Erfolg. Das unterklassige Bassersdorf gewann 2:1 nach Verlängerung.

Bassersdorfs Mut wird belohnt – in dieser Szene versuchen Gino Zambelli (Nummer 8) und Simon Copat (am Ball), beobachtet von ihren Teamkollegen Severino Zambelli (mit Bart) und Captain Stefan Keller (rechts), den Abwehrriegel des oberklassigen Vereins AC Taverne zu durchbrechen. Am Schluss mit Erfolg. Das unterklassige Bassersdorf gewann 2:1 nach Verlängerung. Bild: Francisco Carrascosa

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Für die Zürcher war es vor 441 Zuschauern nicht nur vom Resultat her ein erfreuliches Spiel. Weil beide Teams fussballerisch jederzeit zu einem Torerfolg kommen wollten, entwickelte sich ein offensiver Schlagabtausch. In der ersten Halbzeit mit Vorteilen für die oberklassigen Tessiner, die vor allem vor der ersten Pause vehement den Führungstreffer suchten. Taverne, das in der Saison 2013/14 noch in der 1. Liga gespielt hat, hat ein paar hochklassige Fussballer in seinen Reihen. Die Angreifer Moreno Elia und Daniel Mele zum Beispiel beherrschen das Dribbling Mann gegen Mann dermassen gut, dass sie mehrere Male durch die Bassersdorfer Abwehr durchspazieren konnten.

Doch die Unterländer liessen sich durch die Fussballkünste der Tessiner nicht irritieren. Bereits vor der Partie sagte Trainer Marco Tanner: «Wir kennen Taverne , aber wir legen den ­Fokus auf unser eigenes Spiel.» Gesagt, getan. Die Bassersdorfer betrieben ein immenses Pressing. Gino Zambelli zum Beispiel rannte unentwegt jeden Gegner an. Vielleicht fehlte ihm deshalb die Kraft, als er in der 108. Minute völlig freistehend wenige Meter vor dem Taverne-Tor über das Gehäuse statt über die Torlinie schoss.

Bassersdorf war in der ersten Halbzeit zwar etwas unterlegen. Der Gastgeber versuchte aber bei jedem Angriff, schnellstmöglich in den Taverne Strafraum zu gelangen. Die Bassersdorfrer Abwehr rückte bei Ballbesitz sofort nach vorne auf – das ganze Team spielte schnörkellos Richtung gegnerisches Tor.

Bassersdorf erhöht Druck

In der zweiten Halbzeit begann Bassersdorf stark. Weil aber sein Goalie Pasquale Caruso blöd über den Ball schlug, ging Taverne in der 55. Minute in Führung. Nun zeigten die Unterländer Charkter. Statt zu resignieren erhöhten sie den Druck. «Nach der Pause gewannen wir mehr Zweikämpfe und unsere Kombinationen gelangen endlich», analysierte Trainer Tanner. Alle drei Einwechselspieler bei Bassersdorf, Julien Barbey, Marco Schmid und Noah Kumbuesa, machten mächtig Druck. Zwei Schüsse von Luca Russheim verpassten das Taverne-Tor knapp. Marco Schmid und Simon Copat scheiterten. Bassersdorf drückte auf den Ausgleich und Taverne konterte. Goalie Caruso hielt mehrmals, wie bereits in der ersten Halbzeit, bravourös. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verwertete Marc Tinner ein Zuspiel von Kumbuesa direkt zum 1:1. In der Nachspielzeit der Verlängerung spielte Severino Zambelli einen Freistoss weit vors Taverne Tor – der Ball landete im Netz zum vielumjubelten 2:1! (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.08.2017, 22:21 Uhr

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